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BeitragVerfasst: Dienstag 9. Oktober 2018, 19:13 
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Hallo,
habe von meinem Schwiegervater eine Stihl 048 bekommen, welche seit 14 Jahren im Keller im Eck stand.
Habe dank der vielen guten Anleitungen Vergaser zerlegt, .... und alles an der Säge wieder fit bekommen.
War richtig stolz als sie wieder lief, habe auch schon Probegesägt alles tip top, leider geht sie nicht mehr aus.
Habe im Forum die Berichte über verbogenes oder verdrecktes Kontaktblech am Ein-Ausschalter gelesen oder Kabelbruch.
Habe dann mit einem Multimeter durchgepiepst.
Wenn der Ein-Ausschalter auf "ein" ist habe ich kein durchgang zwischen dem Kontaktblech und dem Kabel bzw. dem Polrad.
Wenn der Ein-Ausschalter auf "aus" ist habe ich durchgang vom Kontaktblech bis zum Polrad oder Auspuff bzw. zu allen möglichen Metallteilen.
Also alles so wie sein sollte, wenn alles ok ist, aber die Säge lässt sich trotzdem nicht ausschalten mit dem Schalter.
Habe es auch getest im kalten Zustand, um eine glühende Zündkerze auszuschließen.
Bin meinem Latein am Ende und konnte auch kein Beitrag finden mit dem gleichem Problem.

Hoffe jemand kann mir einen Tip geben, an was es liegen könnte.

Vielen Dank vorab.
MfG Jochen

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Deutz Agrolux


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BeitragVerfasst: Dienstag 9. Oktober 2018, 19:22 
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Hatte ich mal bei einer Solo 647. Hab da auch Alles durchgelesen, es war alles wie es sein sollte.
Bin dann zu dem Entschluss gekommen, dass es am Zündmodul liegt.

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Gruß
Flo


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BeitragVerfasst: Dienstag 9. Oktober 2018, 19:34 
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Hallo,

bisher helfe ich mir immer mit dem Choke aus und lass sie absaufen.
Ist aber nicht so toll, möchte auch nicht im Wald stehen und sie läuft danach vielleicht nicht mehr an, weil zuviel Sprit im Brennraum ist.

Viele Grüße Jochen

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Deutz Agrolux


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BeitragVerfasst: Dienstag 9. Oktober 2018, 19:39 
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Wohnort: Rosenheim
Hab ich bei der Solo auch gemacht.
Springt dann schon wieder an.

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Gruß
Flo


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BeitragVerfasst: Dienstag 9. Oktober 2018, 20:33 
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Häng mal das Kabel am Ausschalter ab, lass die Säge laufen und geh mit dem Kabel an Masse (z. B. Auspuff, Zylinder). Wenn sie dann nicht abstellt, ist das Kabel defekt oder der Fehler liegt im Zündmodul.
Masse auf dem Tankgehäuse (das hat ein extra Massekabel) müsstest du ja haben, sonst wären nicht diese Messwerte rausgekommen. :KK:

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Gruß Martin

:dolmar: PS 7900 (50), :stihl: MS 200 T (30), MS 241 C-M (von meinem Vater) (37), MS 261 C-M VW (37), MS 362 C-M (45), MS 660 (63)
John Deere 6400 (95 PS, von 1997) mit 6,5 to.-Taifun-Funkwinde und Spalter Posch Hydro Combi 16 to. mit Seilwinde, McCormick D 320 (20 PS, von 1959), Deutz D 30 S (28 PS, von 1964)


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BeitragVerfasst: Donnerstag 11. Oktober 2018, 13:20 
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Beiträge: 632
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Joe046 hat geschrieben:
Wenn der Ein-Ausschalter auf "ein" ist habe ich kein durchgang zwischen dem Kontaktblech und dem Kabel bzw. dem Polrad.
Wenn der Ein-Ausschalter auf "aus" ist habe ich durchgang vom Kontaktblech bis zum Polrad oder Auspuff bzw. zu allen möglichen Metallteilen.

Obige Aussagen verstehe ich nicht ganz, denn das Kontaktblech bei der Schaltwelle hat, wie Martin schon geschrieben hat, ein separaters Massekabel, welches zu einer der beiden Befestigungsschrauben der Zündspule führt. Von daher muss zwischen den motor- und den tankseitigen Metallteilen immer Durchgang sein, unabhängig von der Schaltwellenstellung.
Die Zündspule hat ja neben dem dicken Kabel für die Zündkerrze noch ein dünneres mit Messingendhülse (Kurzschlusskabel), welches bei Massekontakt (Schaltwellenposition "aus") den Kurzschluss am Kontaktblech und über die oben beschriebene Leitung herstellt. Ist diese Messinghülse in der dafür vorgesehenen in der Nut der Schaltwelle und berührt diese in Stellung "aus" das Kontaktblech?

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Viele Grüße
Woody Allen
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BeitragVerfasst: Donnerstag 11. Oktober 2018, 14:02 
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Beiträge: 7
Hallo,
ich habe versucht Stück für Stück Kabelbrüche oder Kontaktprobleme zu suchen.
Zuerst den direkten Schaltpunkt: Kontaktblech zum Kabel mit der Messinghülse - ok
Dann wollte ich einen Kabelbruch zwischen Kabel mit Messinghülse zum Zündmodul ausschließen, ich habe aber Durchgang vom Boden des Kontaktblech bis zum Polrad / Auspuff (bei Schalterstellung 0).
Aus deiner Antwort konnte ich entnehmen, dass es noch ein zweites Kabel geben muss, welches vom Boden des Kontaktblechs direkt zum Zündmodul geht. Dieses Kabel habe ich noch nicht gefunden und noch nicht geprüft.

Kann mir jemand sagen wo oder wie die Verbindung vom Boden des Kontaktbleches zum Zündmodul läuft ?
Ist es ein Kabel ?
Bei Schalterstellung 1(ein) habe ich vom Kontaktblech zum Polrad/Auspuff kein Durchgang.

Vielen Dank vorab
Jochen

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BeitragVerfasst: Freitag 12. Oktober 2018, 00:48 
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Normal führt vom Tankgehäuse/Kontaktblech zu der einen Schraube des Zündmoduls ein Kabel als Masseleitung.
Das Kabel vom Zündmodul mit der Messingbuchse muss in die Schaltwelle geschoben werden.


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BeitragVerfasst: Montag 15. Oktober 2018, 08:48 
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Beiträge: 632
Wohnort: Rhein-Neckar-Kreis
Joe046 hat geschrieben:
Kann mir jemand sagen wo oder wie die Verbindung vom Boden des Kontaktbleches zum Zündmodul läuft ?

Es handelt sich um ein schwarzes Kabel mit je einer Blechöse an den Enden. Eine Öse kommt am Kontaktblech unter den Schraubenkopf welche das Blech am Tankgehäuse fixiert. Die andere Öse kommt unter eine der beiden Schrauben, welche das Zündmodul festklemmen.
Zitat:
Ist es ein Kabel ?
Ja, schwarz. Es läuft parallel zu dem Kabel mit der Messinghülse, welche in die Schaltwelle gesteckt wird.
Zitat:
Bei Schalterstellung 1(ein) habe ich vom Kontaktblech zum Polrad/Auspuff kein Durchgang.

Und da Du diesen nicht hast, fehlt die Rückleitungsleitung, welche die Verbindung vom Tankgehäuse zum Motorgehäuse herstellt. Die beiden Gehäuseteile haben ja wegen der AV-Gummis keine metallische Verbindung miteinander. Also braucht es ein Kabel.

Hier nochmals der "Stromlaufplan" für den Kurzschlusskreislauf:

Zündspule -> schwarzes Kabel mit Messinghülse -> Messinghülse in Schaltwelle -> Schaltwelle auf "Ein" (kein Kontakt zu Kontaktblech) -> Stromkreis offen.
Schaltwelle auf "Aus": Messinghülse hat Kontakt zum Kontaktblech -> Kontaktblech hat Masse zum Tankgehäuse und zum (fehlenden) Rückleitungskabel - Rückleitungskabel vom Kontaktblech -> Befestigungsschraube am Zündmodul -> Kurzschluss -> Maschine geht aus.

Hier noch 2 Bilder:

Bild

Bild

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Viele Grüße
Woody Allen
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Zuletzt geändert von Woody Allen am Montag 15. Oktober 2018, 21:12, insgesamt 1-mal geändert.

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BeitragVerfasst: Montag 15. Oktober 2018, 09:06 
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Beiträge: 7
Hallo,
bin kein Elektriker, aber dank der tollen Erklärung hab ich jetzt alles verstanden.
Konnte letztes Wochenende leider an der Säge nicht arbeiten, musste im Wald die vielen Käferbäume aufarbeiten.
Sobald ich Luft habe oder es mal regnet, werd ich nach dem defekten Kabel schauen.
Melde mich dann, wenn der Fehler behoben ist.

Vielen Dank. posting.php?mode=reply&f=1&t=106714#
VG Jochen

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BeitragVerfasst: Dienstag 23. Oktober 2018, 19:52 
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Registriert: Donnerstag 24. Juli 2014, 18:38
Beiträge: 7
Hallo,
morgen endlich Regen und nach vielen Stunden im Wald, vielen Käferbäumen habe ich Zeit gefunden, das zweite Kabel zu suchen.
Ich war sehr erstaunt, dass das zweite Kabel welches die Masse zwischen dem Tank und dem vorderen Motorsägenteil herstellt einfach nicht vorhanden war.
Konnte meinen Schwiegervater nicht mehr fragen, wie es bei Ihm war, da er leider verstorben ist.
Habe gleich eine Kableverbindung hergestellt - Probelauf im Keller - sie lässt sich auschalten mit dem Schalthebel.
Schönes Erfolgserlebnis.

Vielen Dank für die tollen Erklärungen und ich hoffe das alle mit einem ähnlichen Problem es mit dem hier erklärten Stromweg schnell lösen.

Viele Grüße Jochen

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BeitragVerfasst: Dienstag 23. Oktober 2018, 20:56 
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Registriert: Montag 30. Januar 2017, 05:57
Beiträge: 791
Der verflixte kleine Schalter ist bei meiner Dolly 9000 auch kaputt. Mit dem Ergenis, das volle 10.000 Volt an dem Metallschalter anstehen, und ich jedesmal eine gefeuert bekomme beim Ausmachen :D
Muss immer mit einem Stoeckchen ausmachen nun. Sachen gibts :)
Naechsten Sommer kommt die komplett Ueberholung.


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