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BeitragVerfasst: Sonntag 17. Mai 2020, 22:35 
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Ich würde tippen, dass die Isolation der Weide als ganzes zu schlecht ist oder aber die Erdung weg gegammelt . Der Grund ist einfach, du kommst mit 5 Balken an und wenn du die Weide anschließt, sinkt es wenn ich dich richtig verstanden habe am gleichen Messpunkt auf 3 Balken - richtig?

Dann ist die Last zu hoch oder die Erde schafft den Strom nicht.

Eine 40 Jahre alte Erdung? Wenn das kein V4A ist, würde ich der nicht mehr trauen. Das Erdband meines Hauses habe ich bei der Sockeldämmung ausgegraben und konnte es mit dem Spaten einfach weg graben, das war auch mal verzinkt :groehl:

Ansonsten MUSS so ein Gerät bei steigender Last begrenzen, sonst würde es gefährlich.

Bleibt eigentlich nur die Frage, ob das Gerät begrenzt, weil die Weide Fehlerstrom zieht oder ob die Erdung den Leckstrom nicht ausgleichen kann.

Bei meinem Haus habe ich ein neues V4A-Erdband eingegraben und weil sich das ganz bescheiden verlegen ließ, habe ich es an den Umlenkpunkten mit eingeschlagenen Edelstahlprofilen fixiert. Edelstahlprofile, die sich in Lehmboden schlagen lassen (also 30er Winkel in 4mm Wandstärke und 1,5m Länge oder so gibt es für überschaubar Geld im Stahlhandel, das muss kein "original Erdungsspieß" sein. Mit verzinktem Gelumpse würde ich da nicht lange rum machen und in Zeiten von geilem Geiz ist halt auch das Problem, dass man kaum beurteilen kann, ob "bessere" Isolatoren einen Mehrwert bringen oder ob die seit dem letzten Kostenworkshop auch in China bezogen werden :roll:

Im Prinzip würd ich alle Brücken aus der Weide raus nehmen, die 3 Bänder einzeln testen, ob eines sich als Erdschluss herausstellt und ob auch alle durchgängig sind - nachbessern und Brücken für den Betrieb wieder rein.

Auch die Verbindung der Zuleitung wäre so ein Thema...

An dem Gerät würde ich als letztes zweifeln, gerade wenn es über eine lange, isolierte Zuleitung bis zur Weide sauber liefert.

Der Rest ist halt ein Spagat aus Sicherheit und Anspruch an Isolation. Beliebig viel Zunder drauf legen, kannst du halt nicht.

Volt tut weh, Ampere macht schwarz und hässlich ;)

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MfG Eike
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BeitragVerfasst: Montag 18. Mai 2020, 11:21 
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erdung hat er ja schon gemessen.
quasi weidezaun gerät ausgang = erdung gut - leistung da
zuleitung - gemessen leistung gut wenn wenn weide abgehängt
sobald eben der teil angehängt ist - leistung im keller.

also entwededer per se zu lang .. was man testen könnte wenn man die 3 stränge mal aufmacht und nur einen anschliesst ( obersten)
wenn das passt dann mittleren dazu wieder schauen obs in die knie geht
und am ende letzten dazu...

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// Andreas


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BeitragVerfasst: Dienstag 19. Mai 2020, 18:45 
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Hallo,

habe eben wenig Zeit, deshalb konnte ich noch nicht testen.
Werde unter dem Zaun mähen, dann die Brücken entfernen und alle Leitungen einzeln prüfen.
Mal schauen was rauskommt.

Werde aber Rückinfo geben.

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Gruß D5506


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BeitragVerfasst: Dienstag 19. Mai 2020, 22:12 
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Falls es doch mal was neues sein soll, wir haben das hier:
https://www.weidezaun.info/voss-farming ... gital.html
Kann dir aus Erfahrung sagen, das zeckt richtig, man sollte vermeiden selbst dran zu kommen :pfeifen:
Hat auch einen Alarm der nicht zu überhören ist, falls dir irgendwo Strom abhaut, da nimmst du dir definitiv gleich Zeit das zu beheben, sebst wenn du keine Zeit hast, der Ton ist nervtötend :mrgreen:
Ganz klare Empfehlung :DH:
Seit wir dieses Gerät haben, geht selbst unser "Rumtreiber" nicht mehr spazieren :mrgreen:

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Mein Webshop: Echo, Cannon, Carving, SugiHara, Stihl, Tsumura


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BeitragVerfasst: Samstag 23. Mai 2020, 20:35 
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Beiträge: 376
Hallo,

habe gestern die Bänder freigemäht und etwas getestet.

Hier sind die genauen Infos der Leitungen:

Die ganze Weide ist mit verzinkten Pfosten eingezäunt.
Ganz oben Weideband mit Zinkdraht
Mitte Weideseil
Unten Weideband
Alle Brücken wurden entfernt.
Ohne Anschluß an die Weide kommt an der Weide 10 an, also 10000 Volt

Gemessen wurde an der entferntesten Stelle. (Also schlechteste Werte)
Geerdet wurde über eine Bohrung in den verzinkten Pfosten
Alle Pfosten wurden auf Strom geprüft, damit eine Ableitung über einen defekten Isolator ausgeschlossen werden kann.

Ganz oben alleine 6,0, trotz Entfernung der Brücken aber noch in der Mitte 0,8 und unten 0
In der Mitte alleine 10,2 (mehr wie die Zuleitung ohne Last) trotz Entfernung der Brücken oben 0,2 unten 0
Unten alleine 4,3 oben und unten 0

Ich kann mir nicht erklären wie das gehen soll? Der Wert ist zwar minimal, wahrscheinlich habe ich doch eine Brücke übersehen?
Oder die Erdung ist über den Pfosten zu nah am Messgerät?

Jetzt habe ich nur am Anfang eine Brücken gesetzt und komme am Ende auf diese Werte zum Glück gibt es Handys...

Oben und Mitte gebrückt:
Oben 6,4
Mitte 6,6
Unten 0

Mitte und Unten gebrückt:
Oben 0,3
Mitte 8,7
Unten 4,3

Unten und Oben gebrückt:
Oben 6,1
Mitte 1,3
Unten 4,0

Ich werde jetzt wahrscheinlich die oberen Leitungen durch Weideseil tauschen, da die Werte wirklich heftig sind.
Dann das Seil von der Mitte nach unten setzen. In die Mitte kommt das Band, aber ohne Strom für die Optik.
Dann werde ich ca. alle 400 Meter mit Hochspannungs-Erdkabel unten und oben brücken. Durch das Erdkabel gibt es keinen Kontakt zum Band.

Natürlich könnte ich jetzt auch in die Mitte noch Seil legen, da ich aber keine Langzeiterfahrung über die Haltbarkeit habe, möchte ich mir das Geld erst einmal sparen.
Ausserdem kommt der Kontakt normal oben oder unten.

Da ich so viel geholfen bekommen habe, wollte ich die genauen Werte bekannt geben.
Vielleicht kann mir jemand noch erklären, wie ich Strom auf den Leitungen ohne Brücke bekomme, oder ob ich doch eine Brücke vergessen haben muß?

Auf jedenfall hat das NVi 9000 mit den richtigen Komponenten genügend Leistung. Mit dem NVI 15000 könnte ich wahrscheinlich Bären einzäunen...

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Gruß D5506


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BeitragVerfasst: Sonntag 24. Mai 2020, 13:23 
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Ich nehme an, die Werte sind mit ausgeschaltetem "Tierwiderstand" gemessen? Wenn möglich, mit eingeschaltetem Widerstand noch einmal durchführen. Brücke am Anfang drinlassen, dann dürften die Messwerte den Widerstand der drei Hütelitzen deutlich zeigen.

Also oben und mittig sieht doch erst einmal gut aus. 6 kV reichen als Hütespannung vollkommen aus.

Der Widerstand scheint in der Mitte am niedrigsten, dann oben und am höchsten unten. Unten ist aber auch nicht so wichtig, wenn es nicht gerade Zwergponys sind, die gehütet werden müssen.

> Ich kann mir nicht erklären wie das gehen soll? Der Wert ist zwar minimal, wahrscheinlich habe ich
> doch eine Brücke übersehen?

Das kann Induktion sein, da hier hohe Änderungen pro Zeiteinheit des Magnetfeldes auftreten. Das Meßgerät arbeitet vermutlich auch mit einem Pufferkondensator, um den nur Tausendstelsekunden "langen" Spannungsimpuls für die Messung zwischenzuspeichern. Je nach Bauweise kann es hier auch zu Fehlern kommen.

> NVi 9000, 15000

Das 9000 hat eine Impulsenergie von maximal 8 J, sollte also ausreichen, selbst um leichten Bewuchs "wegzubrennen". Das 15000 liefert maximal 14 J. Im Normalbetrieb haben beide jedoch höchstens 5 J.


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BeitragVerfasst: Sonntag 24. Mai 2020, 20:43 
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Beiträge: 376
Hallo,

habe dieses Messgerät, habe einfach damit gemessen. Keine Ahnung wie ich mit oder ohne Tierwiderstand messen kann?
https://www.weidezaun.info/voss-farming ... gital.html

Habe heute richtig Ordnung gemacht!
Jetzt ist unten und oben Seil mit Hochspannungs-Erdkabel verbunden.
In der Mitte ist altes Band ohne Strom.

An den Seilen habe ich jetzt 6,9 und in der Mitte 0,8 bis 1,5.
Dann ist das Seil in der Mitte wahrscheinlich wirklich ein Messfehler?

Bin mit dem Ergebnis aber zufrieden, so kann es bleiben :danke:

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BeitragVerfasst: Sonntag 24. Mai 2020, 22:04 
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wenn die Theorie auf die Praxis trifft ist es immer spannend.
danke für die Messwerte und Deinen Lösungsansatz.

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BeitragVerfasst: Sonntag 24. Mai 2020, 23:58 
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D5506 hat geschrieben:


Dachte, Du hättest obiges Gerät verwendet. ;)

Das Gerät von Voss mißt offenbar ohne Last. Aber eine Hütespannung von 6900V ist doch völlig ausreichend.


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