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BeitragVerfasst: Sonntag 18. Oktober 2020, 21:25 
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Registriert: Donnerstag 13. Mai 2010, 14:22
Beiträge: 4908
Wohnort: Erzenhausen
Servus Wiggi,

ein Kletterseil ist für die Arbeit am Baum (Umziehen, Rücken, etc.) nicht geeignet. Das Seil soll ja den Körper des Kletterers im Falle eines Sturzes dynamisch (sanft) auffangen. Zum einenn damit der "Ruck" (Fangstoß) auf den Körper in verträglichen Grenzen bleibt, zum anderen damit die sonstigen Sicherungsmittel (Gurt, Haken, Karabiner, etc.) der Belastung im Falle eines Sturzes standhalten können.
Das läßt sich beim Klettern nur mit einem Seil, das sich dehnen kann, machen. Dabei gilt, je länger der "freie Fall" desto "weicher" das Auffangen. Die Dehnung eines Kletterseils kann bis ca. 40% betragen. Deswegen ist es auf Klettersteigen, wo man vielleicht "nur" mal "kurz" ins Seil fällt, so wichtig, einen Fangstoßsdämpfer zwischen Sicherungsgurt und Sicherungsseil zu haben.

Daher dürfen auch Seile, die für andere Zwecke als zum Klettern eingesetzt wurden (z. B. Missbrauch als Abschleppseil) nicht mehr zum Klettern eingesetzt werden.

Zum Rücken mit der Winde daher unbedingt "statische Seile" mit geringer Dehnung einsetzen". Ein reißendes Kletterseil schnaltzt u. U. gehörig zurück!


Viele Grüße

Christoph


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BeitragVerfasst: Sonntag 18. Oktober 2020, 22:15 
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Registriert: Donnerstag 20. August 2015, 17:33
Beiträge: 518
Wiggi hat geschrieben:
Ich probiere das Seil demnächst beim vorspannen von stehenden Bäumen, da dürfte die Dehnung vielleicht sogar hilfreich sein.


Sei sehr vorsichtig. Kann mir vorstellen, dass das extrem gefährlich ist. Wenn das reißt und geflogen kommt, möchte ich nicht im Weg stehen.


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BeitragVerfasst: Sonntag 18. Oktober 2020, 22:57 
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Registriert: Freitag 6. Februar 2009, 13:17
Beiträge: 322
Wohnort: Bei Worbis im Eichsfeld
Ich glaube die Warnung ist berechtigt und ich werd das Seil aus dem Auto schmeißen.
Obwohl die Bruchlast ausreichend sein müßte und das Seil beim ziehen bis zur Grenze der Windenkraft belastet wurde ohne zu reißen.
Bin ja bisher mit den 12mm DVP Seilen von Portable Winch gut gefahren. Die halten an der Ummantelung mechanisch sehr viel aus.

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Gruß Wiggi
Jeder Tag ohne eigenes Sägewerk ist ein verlorener Tag.


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BeitragVerfasst: Sonntag 18. Oktober 2020, 23:10 
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Registriert: Montag 4. Mai 2020, 15:11
Beiträge: 64
Sparbrötchen hat geschrieben:
So wie es in Peter's Skizze dargestellt ist, ist zwischen Froschklemme und Haken die Seilkraft verdreifacht.
Spillwindenseile haben normalerweise aber nur eine Sicherheit von knapp über 2, damit würde es da reißen.....

Bild
Bildquelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Datei:Pul ... ft900N.svg
Nein - am Lasthaken bzw. Seil bis zur Froschklemme wirken nach wie vor 900 N
An der eingesetzten Froschklemme teilt sich die Zugkraft - 600N übernimmt die Froschklemme, 300N das weiterführende Seil

Wenn die eingesetzte Froschklemme direkt am Lasthaken eingesetzt würde, dann ist der Haken mit 900N belastet, das "lose" Seil mit 300N, die Befestigung der Umlenkrolle mit 600N,
jedes Seilstück nach der Froschklemme/Umlenkrolle mit 300N

(Natürlich nur unter der Voraussetzung, daß keinerlei Reibungswiderstände vorhanden sind)

Die Docma VF80 hat eine Zugkraft mit 815kg - je nach Einsatz der zwei Umlenkrollen kann das zwei- bis dreifache (1,8 bis 2,5to) gezogen werden, Dabei wird das Seil nicht überlastet.

Schön erklärt auf dieser Seite https://de.wikipedia.org/wiki/Rolle_(Physik)

im Unterbereich "Feste und lose Rollen"
Bild
Bildquelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Rolle_(Physik)#/media/Datei:Pulley_wheels.svg

Die Bruchlast eines 10mm Spillwindenseils liegt um die 2 to bei geradem Zug - Klick in normalen Einsatz bis 1to Zuglast also ohne Probleme nutzbar.

Sparbrötchen hat geschrieben:
...
Von der Beschädigung durch die Klemmung ganz abgesehen.

Stimmt - ein wichtiger Faktor, den ich bei meiner Überlegung nicht berücksichtigt habe

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BeitragVerfasst: Montag 19. Oktober 2020, 08:09 
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Niemals ein Kletterseil für Lasten benutzen! Es ist vom Aufbau dafür einfach nicht geeignet. Lastseile haben einen tragenden Kern und der Mantel schützt diesen, bei Kletterseilen genau andersherum, der Mantel trägt und der Kern füllt nur auf, damit man auch etwas in der Hand hat zum Greifen.

@peter vom Bodensee,
ich würde niemals auf das Lastseil noch eine Umlenkrolle einschleifen. dann lieber eine Lose Rolle an den Stamm, den ich ziehen will. Das Windenseil schlage ich dann an dem gleichen zugpunktan, wie die Winde selber, lenke esdurch die lose Rolle am Stamm und lasse es dann über den Spill laufen.

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BeitragVerfasst: Montag 19. Oktober 2020, 10:34 
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Wohnort: 76571 Gaggenau
Peter, ich meinte in der skizze zwischen deckenhaken und froschklemme herrscht die dreifache seilkraft, 3x300N=900 N. Sonst ist das Seil überall mit 300N belastet.

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BeitragVerfasst: Montag 19. Oktober 2020, 18:26 
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Registriert: Montag 4. Mai 2020, 15:11
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@Sparbrötchen - hatte ich das falsch aufgefasst - (die Seilbelastung lag vor den Einschleifen der losen Rolle bereits bei 900N)
Alles gut

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BeitragVerfasst: Montag 19. Oktober 2020, 20:17 
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Beiträge: 1426
Wohnort: 76571 Gaggenau
Ja, das stimmt natürlich für das Kletterbeispiel. Bei der Spillwinde müsste man halt aufpassen, dass die Flaschenzugkonstruktion nirgends die Seilkraft verstärkt, z.B. indem man Umlenkrollen direkt an der Last, an der Winde oder einem Fixpunkt anschlägt.

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