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BeitragVerfasst: Freitag 9. November 2018, 10:57 
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Moin,

unsere Realgemeinde wird in den nächsten paar Jahren an vier Stellen im Wald gut 2,5 ha aufforsten müssen. Aus Kostengründen soll das in Eigenleistung der Mitglieder durchgeführt werden. Gepflanzt werden ausschließlich Laubbäume, wie groß, ist noch nicht entschieden (vermutlich 1+1-jährig, wurzelnackt). Ich gehe von einer engen Pflanzung mit 6-8.000 Pflanzen/ha aus, also 15-20.000 Löchern.

Ca. 80 % der Flächen sind nur leicht hängig, die Hälfte davon Friederikes Fichtenwindwurf, der mit Forstmulcher/Forstfräse aufbereitet wird. Der Großteil vom Rest ist derzeit noch Acker. 20 % sind stärker hängig, aber noch gut begeh- und befahrbar. Der Boden ist lehmig, aber steinfrei.

Nun die Fragen dazu:

Welche Stundenleistung schafft ein manuell geführtes Erdbohrgerät?

Welche Stundenleistung wäre mit der Wiedehopfhaue zu erwarten?

Hat jemand Erfahrung mit Forstmarkierungsspray am Terminaltrieb als Verbissschutz?

Welche Erfahrungen gibt es mit Terminaltriebmanschetten oder Verbissschutzspray?

Jede kostengünstige und wirksame Alternative zum Zaunbau wäre willkommen, Luftballons werden auf jeden Fall zusätzlich eingesetzt.



:)

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BeitragVerfasst: Freitag 9. November 2018, 13:43 
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Bei Lehmboden ist der Bohrer nicht zu empfehlen, die Löcher schmieren zu. Wiedehopfhaue und los, ca 80 die Stunde ist machbar.

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Der Alex!
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BeitragVerfasst: Freitag 9. November 2018, 18:38 
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1/1 kannste nicht effektiv mit dem Erdbohrer pflanzen ohne die Wurzeln zu verwürgen.
Für den Acker wäre eine Pflanzmaschine am Schlepper schöner Luxus, eine solche ist aber regional nicht zu bekommen. https://www.youtube.com/watch?v=LxAYvn549U0

Wiedehopfhaue wird dann doch das Mittel der Wahl sein müssen. 80/h/Mann ist machbar aber anstrengend. Kalkuliere für Ungeübte lieber mal mit 60/h plus eine Person am Einschlag.

Forstmarkierungsspray ist kein für den Forst zugelassener Verbissschutz.
Die Farbe ist im Nadelholz aber prima geeignet, um die Pflanzen zu zählen. Ein Sprühstoss auf den Terminaltrieb und das zählen (z.B. für die Anwachskontrolle) geht "viel leichter". Bitte nicht falsch verstehen :-)

Verbissschutz im Laub ist schon schwieriger. Schon mal an tauchen vor dem Pflanzen gedacht? Später hilft am besten ein Zaun mit der Maschenweite 7X65mm, funktioniert aber halt am besten in einer eigenbewirtschafteten Jagd
Triebmanschetten gehen eigentlich nur bei Nadelholz oder meinetwegen Ahorn. Ist aber extrem teuer außerdem liegt der Scheiß dann doch irgendwann im Wald rum.
Sprays sind zu teuer und zu wenig effektiv.
Der übliche weiße Mineralschmonz mit Doppelbürste oder Handschuh hat sich bei mir als praktikabel erwiesen.


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BeitragVerfasst: Freitag 9. November 2018, 19:50 
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am acker würd ich da etwas treckergetriebenes nehmen, ev. einen kartoffelpflug und dann händisch verräumen.
oder erdbohrer am traktorheck, geht relativ flott.
wasserlanze mit weingartenspritze wär auch noch eine möglichkeit, kommt auf die grösse an, beim weinbau machen wirs so, ist eine ähnliche aufgabe.


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BeitragVerfasst: Freitag 9. November 2018, 20:46 
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setzleistung ist einen frage von bodenbeschaffenheit pflanzengröße und leistung erfahrung von personal
was bringen dir meine setzleistungen..


nur wenige bohren 8 stunden am tag mit dem handgeführten bohrer eher noch pflanzfuchs
wiedehopf soll auch ordentlich ausgeführt werden ,bei großen pflanzen ,schwierig..

verbissschutz mit makierspray zeug wäre mir zu heikel,,kenne aber deine wild situation nicht ..

hier gibts nur laubholz im zaun oder verbissschutzhülle
alles andere ist arbeit zeit und geld verschwendung

pauschal zu sagen der bohrer schmiert die seitenwände zu ist falsch

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Sage was wahr ist,trinke was klar ist,esse was gar ist,sammle was rar ist,und bumse was da ist.

Mein Beitrag ist keine Kritik, keine Behauptung, und keine Anschuldigung, desweiteren liegt es mir fern, irgend jemanden mit meiner Aussage beleidigen oder sonst wie kritisieren zu wollen, außerdem enthalten viele meiner Beiträge Ironie, Sarkasmus,Humor (Schwarzen und Weißen) , bis hin zum Spaß auch ganz üblen Spaß und eigentlich tut es mir leid das ich überhaupt was geschrieben habe


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BeitragVerfasst: Freitag 9. November 2018, 23:12 
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Für ungeübte Pflanzer würde ich den Hohlspaten empfehlen.
Da können 50 Stück in der Stunde drin sein, je nach Ausdauer und Übung der Pflanzer.
Rhodener Haue geht in dem Boden wohl auch recht gut, aber braucht Übung.
Die Wiedehopfhaue verleiht gerne zum murksen.

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Gruß
Peter

Dolmar 500(38), 5105H(38), PS 7900(50)(2x), Solo 694 (60), Husqvarna 3120XP (90), Dolmar ES 2040 A(40), Efco 2600MT(30)
Sachs Dolmar 118, 123, 133, 143, 152, 153(2x), 166(4x), CA, CT, CC, CL, MC Culloch 15, 250, 300, 380, 740L, 795, 1-51, 1-72(2x), 1-86 gear drive, CP125(2x), SP125, SP125C, Pro Mac 6800, Stihl 041, 076AV, Solo Rex

Im Falle seines Falles erschlägt ein Baum dann alles!


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BeitragVerfasst: Freitag 9. November 2018, 23:49 
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Schon mal danke für Eure Antworten!

Alex, das Problem mit dem anklebenden Boden kenn ich von meinem Handbohrer. Wenn der Lößlehm bei uns nass genug ist, klebt er an jedem Metallgerät fest.

Biberist, das mit dem Markierungsspray weiß ich. Bei einer geförderten Fläche würde das nicht gehen. Was ist weißer Mineralschmonz?

burned, Dein Tipp für den Acker gefällt mir sehr gut. Nen Einscharpflug wird wohl noch auf einigen Höfen als Deko herumstehen.

workaholic, der Wilddruck im Revier ist eher gering. Ohne Schutz gehts allerdings nicht, sonst ziehen die Rehe von Pflanze zu Pflanze. Natürlich ist der Wildschutzzaun am sichersten, aber auch teuer.

Peter, wieso Murks mit Wiedehopfhaue? Löcher nicht tief genug? Das sollte jedenfalls auf der gemulchten Fläche wohl kein Problem sein?

:)

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BeitragVerfasst: Samstag 10. November 2018, 19:20 
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Ich meine weniger das kleben am Bohrer selber als dass das Pflanzloch vom Bohrer so zugeschmiert wird das erstens das Wasser drinstehen bleibt und die Wurzeln nur schwer normal wachsen können, Stichwort Blumentopfeffekt. Speziell auf Lehmboden.

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Der Alex!
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BeitragVerfasst: Samstag 10. November 2018, 19:42 
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Wäre der Boden nicht was für den Göttinger Fahrradlenker?
https://www.grube.de/blog/pflanzspaten- ... vergleich/

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BeitragVerfasst: Samstag 10. November 2018, 20:20 
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Eichsi hat geschrieben:

Biberist, das mit dem Markierungsspray weiß ich. Bei einer geförderten Fläche würde das nicht gehen. Was ist weißer Mineralschmonz?

:)

Naja, diese ganzen pastösen Verbisschutzmittel, Cervacol und die selbstgepanschten Kalk/Sandpasten.
Geförderte Flächen verlangen meist einen hohen Verbisschutz. Da kommt ihr um Zäune evtl. gar nicht rum. Gute Erfahrungen habe ich bei halbwegs regulierten Wildbeständen übrigens mit "Blitzableiterbäumen" zum normalen Planzsortiment gemacht. Weiden aus Stecklingen, ein paar Ebereschen,... Nehmen Verbissdruck und werden auch beim fegen bevorzugt.
Nur Rehe oder auch Größeres?


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BeitragVerfasst: Samstag 10. November 2018, 20:36 
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Danke für die Erklärungen!

Den Fahrradlenker kenne ich zwar, habe aber noch nicht damit gearbeitet. Auch eine Möglichkeit.

Biberist, fast nur Rehe. Selten mal eine Wildsau, ein paar Hasen und Rötelmäuse. Blitzableiter werd ich demnächst mit mit unserem Forstbeamten drüber schnacken.

:)

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BeitragVerfasst: Sonntag 11. November 2018, 02:05 
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Mit der Wiedhopfhaue wird schnell gemurkst, wenn das Loch nicht tief genug ist und die Pflanze einfach so in das Loch gedrückt wird. Gibt dann Wurzelfehlbildungen.
Verbisschutzmittel in weiß wäre z.B. Trico von Grube.

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Gruß
Peter

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BeitragVerfasst: Sonntag 11. November 2018, 11:01 
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BeitragVerfasst: Sonntag 11. November 2018, 13:39 
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https://www.waldwissen.net/waldwirtschaft/waldbau/verjuengung/fva_wuchshuellenrechner/index_DE

Zur Frage, ob Zaun vielleicht nicht doch günstiger wäre als Einzelschutz ;)

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Grüße
Daniel
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:guck: Meine Bilder Meine Bilder sind mein Eigentum. Wer sie verwenden möchte fragt mich vorher

Wenn's nicht dreckig sein darf, ist's Spielzeug und kein Werkzeug :pfeifen:


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BeitragVerfasst: Sonntag 9. Dezember 2018, 14:26 
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Da das Thema für mich auch Aktuell ist, klinke ich mich mal mit ein!
Welche Größe ist denn beim Hohlspaten zu empfehlen??
Gibt ja von 120mm - 210mm...klar abhängig von der Wurzelgrösse.

Ich würde mir einfach den grössten kaufen, um für alles gewappnet zu sein, schadet ja auch kleinen Pflanzen nichts oder :KK:

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BeitragVerfasst: Sonntag 9. Dezember 2018, 18:10 
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Je breiter das Spatenblatt ist, desto eher kommst Du im Wald auf Wurzeln.

:)

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BeitragVerfasst: Sonntag 9. Dezember 2018, 19:14 
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Beiträge: 1532
Wohnort: OWL
Hallo zusammen,
Eine konkrete Empfehlung würde mich auch interessieren.

Habe vor ca 2 Jahren ein paar Bäume (ca 190) gepflanzt.
Sind einige aus verschiedenen Gründen kaputt gegangen.
Leider auch, weil ich mit der Motorsense die Brombeeren im Zaum halten wollte. Die kleinen Douglasien fielen irgendwie nicht im Gestrüpp auf. :pfeifen: :heulen:

Würde nun gerne 2m+x Buchen aus der Naturverjüngung umpflanzen wollen...

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