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 Betreff des Beitrags: Re: Holzkessel als Zusatz?
BeitragVerfasst: Freitag 14. Januar 2022, 20:19 
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Registriert: Dienstag 20. Februar 2007, 15:33
Beiträge: 1611
Wohnort: Gelnhausen
Also ich finde die Lösung von Stefanseiner schon toll und wenn es bei ihm funktioniert, ist es super, wenn er seine Erfahrung mit uns teilt. Was ich nicht verstehe, sind die Kommentare, die meinen, hier ist die größte Unfallgefahr zu gange, hier müssen Stützwände her, das geht gar nicht. Tatsache ist, mein Grundstück ist ab einem auch sehr lehmig, drei Meter tief gebuddelt für die Zisterne und da ist in 3 Tagen nicht ein Krümel rein gefallen, wenn er also weiß, was er da macht, vor allem alles schon abgeschlossen und wieder zu ist, weiß ich nicht, über was ihr euch aufregt. Es hat funktioniert, einwandfrei, Punkt. Wenn bei euch andere Bedingungen herrschen, dann geht das nur mit Böschung, oder Abstützung, das kann gut sein.
Was ich mich frage, wenn 100m Leitung 1 Kw bringen, man durch die Spiraltechnik dafür 7,5m Graben braucht, wieviel m braucht man dann, wenn das Haus früher 22Kw Kesselleistung gehabt hat? sind das dann 7,5x22m oder nur so ca. 1/4 davon, wegen dem Wirkungsgrad? Aber egal, bei 5 Kw wären das 5x7,5m, das alles 2m tief ausgehoben, da stoßen viele Grundstücke an ihre Grenzen, da sehe ich das Problem für mich, von der Erdbewegung mal abgesehen (das wären z.B. 5x7,5x2=75m³ Erdbewegung, uiuiui, das ist viel).

Rudi


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 Betreff des Beitrags: Re: Holzkessel als Zusatz?
BeitragVerfasst: Samstag 15. Januar 2022, 12:24 
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Registriert: Mittwoch 22. November 2017, 18:36
Beiträge: 1883
Wohnort: Landkreis Ludwigslust
Deshalb werden ja oft Tiefenbohrungen gemacht, da braucht es keine Fläche sondern eine Sonde, oftmals 4x32er PE - Rohr wird bis zu 100m (meist zwischen 65-80m tief in die Erde gebracht. Das richtet sich nach der berechneten "Entzugsleistung". Braucht es mehr oder kann man nicht so tief bohren, werden mehrere Sonden gesetzt und anschließend verbunden.

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Eigenbau Rückewagen mit Atlas Bauernlader.


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 Betreff des Beitrags: Re: Holzkessel als Zusatz?
BeitragVerfasst: Montag 17. Januar 2022, 11:40 
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Registriert: Dienstag 15. August 2017, 09:59
Beiträge: 234
Wohnort: Saarland
Dominick hat geschrieben:
was ich mich immer frage, rechen die Menschen auch mal vorher was Sie investieren müssen um X einzusparen und wie lange könnte man dafür heizen?

Wenn man alles durch teure Fachfirmen erledigen lässt weiß ich nicht, wann sich das rechnen würde. Sicher ist aber, dass es sich rechnet. Ich hab auch keine Lust, alles einfach so laufen zu lassen und dann im Alter feststellen zu müssen - Kacke, jetzt ist alles so teuer, da reicht die Rente schon für's Heizen nicht mehr und es lohnt eigentlich nur noch verkaufen / abreißen. Bei steigenden Öl- und Gaspreisen rechnet sich sowas tendenziell viel eher als vermutet, und von der Klimabilanz sowieso.
Spätestens wenn man vieles selbst macht rechnet sich das allemal. Die 1.200m Rohrleitungen haben 1.200€ gekostet, Baggermiete, Sprit und bissel Handgeld zusammen 800€. Einmalig 2.000€ investiert für den Grabenkollektor und hält für immer. Die Wärmepumpe an sich muss irgendwann getauscht werden wie jede andere Heizung auch, hat aber im Grunde keinerlei regelmäßigen Wartungen, keine Schornsteinfegerinspektionen.

@ burned:
halblegal ist da nichts, wurde vorher mit der zuständigen Bauaufsichtsbehörde abgesprochen. Bei Tiefenbohrung brauchst Du soweit ich weiß immer eine Genehmigung und je nachdem, ob irgendwo in der Nähe ein Grundwasserresservoir, eine unterirdische Wasserschicht oder Naturschutzgebiet ist bekommt man die Genehmigung auch nicht.
Bei uns fängt die Genehmigungspflicht erst ab 3m Tiefe an.

@ Sigma-D
Tiefenbohrungen gehen, was ich so mitbekommen habe, meist 80 - 100m tief, je nach (schlechter) Bodenbeschaffenheit auch mal tiefer. Da mag sich aber auch in den letzten 5 Jahren einiges geändert haben. Ich hatte zu Anfang mal Preise eingeholt und Angebote zwischen 3.500 und 4.500€ für die Tiefenbohrung erhalten, zwischenzeitlich hab ich dann aber auch mal ein Angebot für 15.000€ aufgeschnappt. Möglich, dass die auch nicht mehr so tief bohren, das richtet sich ja auch nach der Heizlast des Gebäudes. Ein KFW 40+ Haus verbraucht ja auch nur die Hälfte von unserem oder sogar noch weniger.

@ Rudi62
die 100m pro 1kW zielen auf die effektiv erzeugte Wärmeleistung ab.
Wir hatten ursprünglich einen 22kW Ölbrenner verbaut, durch die Dämm-Maßnahmen dann eine neue (von Fachfirma errechnete) Heizlast von 8,014kW.

Weil ich mich nicht so recht getraut habe und auf Nummer sicher gehen wollte habe ich eine Wärmepumpe mit 12kW Heizleistung geordert. Auch, weil der Aufpreis vom 9kW auf das 12kW Modell überschaubar war (ich meine 1.000€ in etwa). Dementsprechend haben wir 4x 300m Rohrleitungen verlegt.

Und zwei Meter Grabentiefe wie bei uns sind auch unüblich. Gängig sind 1,20 bis 1,50m wobei je tiefer desto besser. Und nachdem bei uns der Boden so fest war - haben wir mehr oder minder spontan so tief gebuddelt, wie der Baggerarm hergab. Aber geplant waren auch 1,50m.

Ich hab gestern Abend mal unsere Wärmepumpentemperaturen gecheckt. Aktuell (knapp unter Null AUßentemperatur, nachts bis -5°C) fließt die Soleflüssigkeit mit 9°C in Richtung Grabenkollektor und kommt mit 15°C wieder zurück.
Klingt jetzt nicht viel, aber 6°C Temperaturdifferenz sind richtig gut und 15°C Erddemperatur Mitte Januar sind auch ein äußerst guter Wert. Je schlechter der Graben ausgelegt ist (zu flach gegraben, zu wenig Rohrleitungen für die abgerufene Leistung, ungeeigneter sandiger Boden, mit Dächern oder Gehwegplatten überbaut sodass im Sommer der kalte Boden sich nicht gescheit regenerieren kann) desto mehr ausgekühlt wäre der Boden jetzt schon und umso kälter müsste die Wärmepumpe die Soleflüssigkeit runterkühlen um noch ein bischen Wärme aus der Erde zu ziehen - und umso mehr müsste sie dafür auch arbeiten. Bis etwa -20°C kann sie die Soleflüssigkeit runterkühlen, könnte also im Extremfall auch noch einem Boden Wärme entziehen, der bereits durchgefroren ist.

Es gibt auch Alternativen zu der großen Fläche wie bei uns

Erdwärmekörbe
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senkrechte Einbauweise. Hab ich auch schon gesehen in einem V-förmigen Graben wo an jede schräge Grabenwand dann ein solches Rohrleitungsgeflecht angelehnt war
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oberirdisch als Wand. Die gibt's auch in "schön" und sehen dann so ähnlich aus wie diese Sichtschutz-Wandelemente aus Fertigbeton
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was man früher gemacht hatte und was echt schlecht ist: die Rohrleitungen in die Baugrube unter oder in das Fundament mit einarbeiten, aber da gibt es Probleme durch Senken / Heben des Bodens bzw. Schäden am Betonfundament, das macht man mittlerweile nicht mehr.

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Bituxx MS-12226-58 / Demon CS-65T / Greencut GS680X
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 Betreff des Beitrags: Re: Holzkessel als Zusatz?
BeitragVerfasst: Montag 17. Januar 2022, 12:16 
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Registriert: Dienstag 3. Januar 2017, 19:36
Beiträge: 1017
Tja das ist das Problem. Zwei Linke Hände und du bist den Unternehmen ausgeliefert.

Blöde Rechnung ohne Richtigkeit:

Bagger kostet in der Größe(2,8-3,5t) so ~80€/Tag(8h)
Mitarbeiter bei uns liegt momentan in der Abrechnung bei ~70€/h
Rohleitung 1€/m

ohne Bodentausch ist man alleine bei 80€+560€=640€/Tag(8h) x 3 ergibt: 1920€ für drei Tage Arbeit nur für den Bagger plus die Rohrleitung 1200€ ist man bei 3120€. Alleine draf man aber nicht Baggern und die Hauseigentümer können oder wollen nicht macht nochmal 560€ x 3= 1680€. Also alleine der Graben ohne Bodentausch wären 4800€
Nach oben natürlich keine Grenzen. Plus die Wärmepumpe in Höhe von ca 8000€ ggf Anschlusskosten(Aktuell sind die Preise einfach nicht mehr zu vergleichen mit vor 3-5 Jahren)
Plus die restlichen Arbeiten am Haus.

Man sieht das man gewaltig sparen kann und wenn nur Vitamin B im Spiel ist-> Reduzieren sich die Ausgaben beachtlich.


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