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 Betreff des Beitrags: Esche als Konstruktionsholz aussen?
BeitragVerfasst: Freitag 8. März 2019, 23:24 
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Guten Abend,

Ich habe mehrere relativ gerade gewachsene Eschenstammstücke d=ca 25cm mit umlaufend 2-3cmm Splintholzanteil, L =3,20 m, aus denen ich einen Schaukelrahmen/ Klettergerüst bauen möchte. Die Stücke sind entrindet, Fällzeit Winter 17/18.
Zu kaufen gibts sowas ja in Nadelholz- kdi.
Die eingeschränkte Dauerhaftigkeit im Aussenbereich ist bekannt. Tragfähigkeit des Holzes sollte gegebensollte sein.

Nun die Frage : sollte das Holz ohne Splint eingesetzt und somit das Kernholz direkt der Witterung ausgesetzt werden ( Anstrich zum Schutz gegebenfalls?) oder besser mit Splint und bewusst, daß das Splintholz mit der Zeit verwittert. Die Verbindungsstellen würde ich gleich vom Splintholz befreien.

Eventuell hat jemand Erfahrungen gesammelt und möchte diese mit mir teilen?

Dank vorab und

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Gruß Thomas


Zuletzt geändert von Timbertom am Samstag 9. März 2019, 09:28, insgesamt 2-mal geändert.

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BeitragVerfasst: Freitag 8. März 2019, 23:40 
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Esche ist ein Kernreifholzbaum. Anders als bei der Eiche ist das Splintholz genauso fest wie das Reif- und Kernholz.

Ein Problem sehe ich nur bei gezapften Verbindungen, Erdberührung und Trocknungsrissen, die der Witterung ausgesetzt sind. Wenn da Wasser reinziehen kann, ohne dass das Holz bald wieder trocknet, nehmen Bakterien und Pilze ungestört ihre Arbeit auf.

:)

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BeitragVerfasst: Samstag 9. März 2019, 10:26 
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Danke Lothar, die Trocknungsrisse mit den Einfallmöglichkeiten für Feuchtigkeit ist's bei Nadelholz nicht anders.

Ich nehme mit, das bei nicht Erdberührung ( es mit H- Pfostenträgermit aufgestelzt) durchaus eine brauchbare Haltbarkeit erreicht weden kann.

Vielleicht sollte ich ergänzen, das die Rinde nach 1 jährihe Waldlagerung durch natürliche Prozesse abgelöst wurde, also durch Fäulnis in der Bastschicht und Käferlarven in der Splintholzschicht leben. M.m. ist das Splintholz dadurch weniger fest und kompakt, eher schwammig weich, wohl durch die Feuchte und Zersetzung der Rinde mit angegriffen.
Wenn nun dieser Splint verbleibt, reisst das Kernholz weniger, allerdings verbleibt auch die Holzfeucht länger und kann dadurch zu Fäulnis führen?

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Gruß Thomas


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BeitragVerfasst: Samstag 9. März 2019, 11:58 
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Esche ist eigentlich ein super Holz, aber für den Zweck würde ich es nicht nehmen.

Ich habe mal eine Axt gekauft, die wohl schon einige Jahre den Laden gehütet hatte. Das Holz sah von außen wie neu aus, war aber am Eisen durchgehend vermodert, wodurch sie nach wenigen Schlägen wegbröselte.

Falls es irgendwie geht, bau solche Dinge lieber aus Gerüstrohr. 6m Schwarzrohr dürften mich 35€ gekostet haben. Man kann Gewinde reinschneiden und Fittings
verwenden, oder mit einer Lochsäge Passungen schneiden und alles zusammenschweißen.


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BeitragVerfasst: Samstag 9. März 2019, 15:39 
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Wenn du dir schon die Arbeit machst eine Schaukel zu bauen, dann würde ich auch Holz benutzen, welches zumindest die Kindheit der Benutzer sicher überdauert ;)
Kauf dir lieber kesseldruckimprägnierte Stangen oder nimm Robinie.

Selbst wenn du den konstruktiven Holzschutz beachtest, wird das Eschenholz aus den bereits genannten Gründen nicht lange ohne Nachbesserungen halten und irgendwann versagen. An Berührungspunkten oder Durchdringungen wird immer Feuchtigkeit eindringen und dort die Verrottung beschleunigen.

Weiter sind die Stämme ja anscheinend schon angerottet und ggf. von Pilzen befallen, wenn die Rinde abgefault ist. Lagen die Stämme unabgedeckt?

Das Risiko wäre mir bei einem Kinderspielgerät zu groß - mit oder ohne Splintholz :pfeifen:

Gruß
Eckat

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:stihl: MS 201 TC-M [H-W-K :mrgreen: ] (35) | MS 250 C (40) | MS 290 (40+ESG+EKH) | MS 462 C-M (50+45+40) | MS 880 (63+90) | MSE 200 C (40)
:dolmar: Sachs-Dolmar 105 (30+35) | 108 (in Arbeit)
KM 85 R mit Hochentaster und Verlängerung, HS 81 R, SH 86, Eigenbau-Mill für die 880
Oehler OL100 Spalter | Docma VF 80 Spillwinde
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BeitragVerfasst: Samstag 9. März 2019, 16:07 
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Falls das ganze für deine Kinder geplant ist würde ich mir im klaren sein dass Kinder sowas max. 5-7 Jahre interessant finden. Da finde ich Esche viel zu gutes Holz als das ich es dafür verwenden würde.

g,

7

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Dieses posting wurde CO2 Neutral geschrieben...
Hueffel hat geschrieben:
...Ich wähle meine Säge immer danach, mit welcher die Arbeit für mich leichter wird, nicht danach, welche Säge die Arbeit leichter bewältigt...


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BeitragVerfasst: Samstag 9. März 2019, 19:04 
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Ob Du die äußeren 2cm wegmachst oder dranlässt, hat auf das Reißen kaum Einfluss. Allerdings sind 25cm Rundhölzer doch etwas zu massiv für ein Schaukelgestell. Mach also getrost ein paar cm rundherum ab, das ist immer noch stark genug. Die 5-6 Jahre, die das Gerüst genutzt wird, hält Esche locker durch.

Ich würde allerdings auch eher Robinie oder Lärche nehmen, komme aber auch an beide Hölzer problemlos heran.

:)

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BeitragVerfasst: Samstag 9. März 2019, 22:17 
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:danke: euch.

@ eckat: lagen draussen bewittert, ja. Das Kernholz ist optisch ast- äh pilzrein. Ich mach morgen Bilder, wenn's mal abgetrocknet sein sollte.

@7: Es ist halt vorhanden. Das in Brennholz zu verwerten, ist doch schade drum. Und dann Kontruktions ( viell. Nadelholz kdi) zuzukaufen wenig sinnvoll.

@ lothar: ich nicht. Ich werd den Splint wegnehmen.

Ich werde das mal testen, evtl. mit Anstrich.
Hab von Dickschichtlasur bei den Schnitzern gelesen, um die Kunstwerke zu schützen Was ist damit gemeint bzw. welches da Es da empfehlenswert?

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Gruß Thomas


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BeitragVerfasst: Samstag 9. März 2019, 22:40 
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Timbertom hat geschrieben:
Ich werd den Splint wegnehmen.

Hat keinen Splint!, hat ja Lothar schon erklärt;
kann höchstens schon von außen her angefault/verwittert sein, sieht man aber gut an dunkleren Verfärbungen.
Wenn die Konstruktion so stark ist wie deine Bäume und die Eckverbindungen zusätzlich vor der Witterung geschützt werden, auch die Feuchtigkeit von unten abgehalten wird halten die lange;
so viel Kinder kannst gar nicht haben. :)
Einlassen wenn es sein muss mit viel Öl und Harz zB. Leinölfirnis, als Ökologische Variante.
Dickschicht Blättert ab.


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BeitragVerfasst: Samstag 9. März 2019, 23:51 
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Dickschichtlasur ist in jedem Baumarkt unter diesem Namen zu bekommen. teribintus hat nicht ganz unrecht mit seiner Warnung. Die Lasur ist zwar diffusionsoffen, aber wenn das Holz noch sehr feucht ist, sammelt sich Wasser unter der Oberfläche und löst die Lasurschicht stellenweise ab. Wird dann grau und schuppig. Einige Monate warten, das lose Material abschleifen und neu lasieren, irgendwann ist das Holz trocken genug.

Leinölprodukte ist nach meiner Erfahrung bei Holz im Außenbereich ein Zersetzungsbeschleuniger.

:)

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BeitragVerfasst: Sonntag 10. März 2019, 00:06 
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Die Erfahrung mit Leinöl aussen und frei bewittert deckt sich mit meiner. Das stockt und wird schwarz.

Ich mag eigentlich, wenn Holz im Außenbereich bewittert aussieht. Wo Wasser eindringt, soll's auch wieder ungehindert austreten können.

Ich verwende da seit einigen Jahren Lärche oder douglasie ohne Anstrich und das funktioniert gut, wenn konstruktiver Holzschutz beachtet wird .

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Gruß Thomas


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BeitragVerfasst: Sonntag 10. März 2019, 18:43 
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Timbertom hat geschrieben:
Ich mach morgen Bilder,....

Ja wäre Interessant, vielleicht meinst du ja doch Eichen?
Timbertom hat geschrieben:
Die Erfahrung mit Leinöl aussen und frei bewittert deckt sich mit meiner.

Lag ich so Falsch?, kann sein, ich habe damit keine eigenen Erfahrungen, nur mit Leinölfirnis und Kalk, das nehme ich zum Wände bemalen im innen und Außenbereich auch zum Bäume einstreichen als Stammschutz oder als Knospenverbissmittel bei Forstpflanzen.

Dürfte aber auch eine Frage der Trockenheit des Holzes vor der Behandlung sein, und welche Tiefenwirkung erreicht wird.

https://www.1-2-do.com/forum/heimwerken ... Fenbereich


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BeitragVerfasst: Dienstag 12. März 2019, 19:42 
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So.
Hier die Bilder wie versprochen. Das obere Rundholz ist „ entsplintholzt“:


Bild

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Bild

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Ist’s Esche?

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Gruß Thomas


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BeitragVerfasst: Dienstag 12. März 2019, 20:03 
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Ich kenne Esche ödter mal mit einem dunklen Kern nach ein paar Jahren Wachstum, zumindest hatten das die die ich vor 3 Jahren gefällt habe. Hatten in etwas die gleiche Stärke, +/- 25-30 cm. Und jetzt hab ich sie für den Ofen fertig gemacht, aber einen Splint konnte ich da nicht erkennen. Muss was Anderes sein.. Hast Du noch etwas Rinde irgendwo rumliegen?

Das hier ist Esche.....

Bild

Bild

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:stihl: 051AVE mit 90er Schiene
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:stihl: 026 mit Kolbenfresser auf der Werkbank, Winterprojekt
jede Menge Kleinkram für Wald und Flur

Meine Bilder.... viewtopic.php?f=6&t=97909&p=1484413#p1484413


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BeitragVerfasst: Dienstag 12. März 2019, 20:14 
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Wenn du nen Kamin hast, mach dir ein paar warme Abende damit ;-)

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BeitragVerfasst: Dienstag 12. März 2019, 20:34 
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das ist Eiche!


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BeitragVerfasst: Dienstag 12. März 2019, 20:55 
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So gelbe Esche hab ich noch nicht gesehen, auch nicht einen gleichmäßig 2cm starken Gammelrand. Für Eiche wäre mir das Kernholz zu hell. Könnte das Pappel sein?

:)

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BeitragVerfasst: Dienstag 12. März 2019, 20:57 
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Wohnort: Belgien
An den Holzstrahlen zu sehen, Eiche.

Gr Nederbelg

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MS 660


Zuletzt geändert von nederbelg am Dienstag 12. März 2019, 21:00, insgesamt 1-mal geändert.

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BeitragVerfasst: Dienstag 12. März 2019, 21:00 
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Das is Eiche. 100%ig.

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Stihl 076AVEQ,75cm
andere Sachen die man so zum Fällen braucht
Gattersäge, BJ 1936, Durchlass 88cm
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Bilder von mir:
ms-forum/viewtopic.php?f=6&t=34474


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BeitragVerfasst: Dienstag 12. März 2019, 21:00 
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Wie riecht das Holz an frischen Schnittstellen denn?

:)

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