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 Betreff des Beitrags: Ein paar Gedanken zum Brennholzpreis
BeitragVerfasst: Mittwoch 15. November 2006, 11:50 
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Nach den letzten Gesprächen mit meinem Brennholzhändler bin ich ins Grübeln gekommen.
Spontan fallen mir zum Thema „steigende Brennholzpreise“ folgende 2 Aspekte ein

Der Schwedenofenkäufer:
Zunächst denke ich da an den Baumarkt-Schwedenofenkäufer.
Nicht umsonst werden in der Regel die Öfen direkt am Eingang der Baumärkte positioniert und dem Kunden suggeriert, hier liegt gewaltiges Einsparpotential bzgl. seiner Heizkosten. Ich behaupte mal frech, dass zu dem Zeitpunkt, an dem der Käufer den Ofen kauft, er keine Ahnung hat, wo der handelsübliche Holzpreis für sein Brennmaterial liegt. Das merkt er erst, wenn der Ofen daheim aufgebaut ist und das im Baumarkt mit gekaufte Starterpaket verbrannt ist. Dann werden die Brennholzhändler kontaktiert und Nachschub besorgt. In der Regel hat der neue Ofenbesitzer aber zu diesem Zeitpunkt keine Möglichkeit, Meterholz aufzuarbeiten. Weder hat er genügend Platz, um frisches Holz zu lagern, noch die Zeit, 3 Jahre zu warten, noch entsprechende Sägen, um es klein zu kriegen. Er kann eigentlich nur getrocknetes und gespaltenes Holz der Länge 25 cm oder 33 cm verwenden, das man auch noch im Keller lagern kann.

Welche Konsequenzen hat das für den Brennholzhändler:
Der Händler kann jetzt seine Wertschöpfung drastisch erhöhen, wenn er statt des frischen Meterholzes fertiges, getrocknetes Scheitholz verkauft.

Welche Konsequenzen hat das für mich:
Ich selbst hab in der Vergangenheit immer pro Saison 10 Ster (Meterware) abgenommen habe. Die lagen dann 3 Jahre beim Trocknen und konnten dann verbrannt werden. Für die Meterware hab ich im Laufe der letzten Jahre zwischen 40…45€ bezahlt (Anlieferung frei Haus).
Jetzt hat mir mein Holzhändler aufgrund der enorm gestiegenen Nachfrage angekündigt, dass er (da zuwenig Nachschub) Meterware nicht mehr abgeben wird, sondern nur noch fertiges Scheitholz --> höherer Gewinn. Ich habe letztes Wochenende in unserer Zeitung (Augsburger Allgemeine) ein Angebot gefunden, in dem der SRM getrocknete Buche, 33 cm, für 68€ angeboten wurde.

Ein Schüttraummeter!!!! 68€!!!!

Ich habe jetzt die Umrechnungstabellen von SRM und RM nicht parat, vermute aber jetzt einfach mal, dass das einem RM Preis von so um die 100€ entspricht.
Ich selbst bin jetzt dahin ausgewichen, dass ich komplette Stämme kaufe und mir zum selbst aufarbeiten anliefern lasse


Der Großabnehmer:
Das 2. Phänomen sind Großaufkäufer, die die Ernten ganzer Regionen auf einen Schlag „aufkaufen“. Von Bekannten, die bisher ihr Holz immer von den Forstämter direkt gekauft haben (die das fertige Holz also direkt im Wald geholt haben) höre ich immer stärker die Befürchtung, dass die Forstämter die jährliche Ernte lieber direkt (1x) an Großabnehmer verkaufen als viele kleine Mengen an viele Einzelne. Ist für den Waldbesitzer halt viel einfacher, einmal alles komplett zu verkaufen.
Das wiederum hat zur Folge, dass es für den „Kleinen“ immer schwieriger wird, Holz kostengünstig direkt vom Erzeuger (also vom Forstamt) zu kaufen.
Erschwerend für unsere Region wird hinzukommen, dass in unmittelbarer Nähe (Landsberg) eines dieser Monstersägewerke der Klausner Gruppe enstehen wird. Dieses Werk wird ein übriges Tun um sicherzustellen, dass der Holznachschub mit prio 1 ins eigene Werk rollt.
Der „kleine“ Privatmann wird da irgendwann auf der Strecke bleiben.

Ich bin gespannt, was uns die nächsten Jahre da noch bringen werden.

Nachdenkliche Grüße

Manfred


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BeitragVerfasst: Mittwoch 15. November 2006, 14:53 
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Registriert: Dienstag 29. August 2006, 12:33
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Wohnort: 53359 Rheinbach
oh ja, es stimmt was du geschrieben hast. es macht mich auch seit ein paar jahren nachdenklich, wie es weitergehen soll.

aber ich glaube auch, dass wenn die schwedenofenpfutzis mal ein/zwei jahre im wald waren, dann sehen was es für eine arbeit ist, schnell wieder aufhören und das holz kaufen gehen, vorausgesetzt sie haben die persönliche psa, platz zum lagern usw. gehabt.

wir haben zum glück hier im rheinland, 20 km südlich von bonn, noch große waldflächen die in privat wie auch in städtischen wie staats besitz sind. wenn man bei einem förster immer gekauft hat, dann bekommt man auch sein holz. aber diejenigen, die jedes jahr wegen 50 ct/rm das forstamt gewechselt haben, bekommen probleme.

das gleiche gilt für die endverbrauchen, die holzhändler beliefern nur noch ihre stammkunden, es ist einfach nicht genug holz da.

gruß aus dem rheinland

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BeitragVerfasst: Mittwoch 15. November 2006, 15:04 
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Hallo

@alter_mann

das bei euch ein Sägwerk entsteht könnte auch von Vorteil sein.
Habe mir bei einem Sägewerk "um die Ecke"etwa 2-2,5fm Abfallholz Kammergetrocknet gekauft, hat 80€ gekostet.
Die verkaufen auch die Äusseren Abschnitte, etwa 3m lang rund wie ein Stamm 1m Durchmesser für jetzt 50€ die kann man kleinsägen und trocknen.
Nachteil ist vielleicht der hohe Rindenanteil?? Habe damit keine erfahrung.

Irgendwo müssen die ja auch ihre Abfälle verwerten, vielleicht kommt man da als Privater zum Zug??

Jörg

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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: Mittwoch 15. November 2006, 16:19 
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hallo zusammen,
bei uns ist in der Gegend auch ein Sägewerk und die verdienen sich echt Dumm und dusselig. Die arbeiten für den KVR und so, halt im Trasseneinschlag für Stomversorger und halt die Bahn, daher bekommen sie auch hauptsächlich ihr Holz. Dieses schneiden sie nur auf und tränken es, es ist noch nicht ganz aus dem becken raus, da ist es auch schon verkauft, natürlich nass. Der Abfall geht entweder ins Spanplattenwerk oder geht direkt durch deb großen Brennholzautomat, der in der Stunde ca 3-6Rm macht. Das Holz wird getrocknet und nach nur zwei Monaten ofenfertig verkauft. Getrocknet wird durch die Abwärme des eigenen Dieselaggrgates, welche die Gatter antreibt. Angefanger hat die firma vor 50ig Jahren als Familien Unternehmen mit zwei Holzfällern, mitlerweile haben die zwei Orte mit mehreren Gattern und halt noch die Holzrücker bzw Wegebauer. Also ich will damit sagen, da wird nix zuholen sein, denn solche Firmen kaufen alles auf was sie kriegen können, da hat man als Privatmann keine Chance mehr, es sei denn man hat Privatbesitz oder Vitamin B.

Gruß Florian

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Erst wenn der letzte Auspuff kalt ist, der schönste Truck verboten, die erfahrensten Trucker bestraft sind, dann werdet Ihr erstaunt merken, daß Ihr Euren Mist nicht selber fahren könnt!


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 Betreff des Beitrags: Privatmann fällt hinten runter
BeitragVerfasst: Mittwoch 15. November 2006, 16:41 
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Beiträge: 190
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Hallo Florian,

sehe ich genauso wie du.
Die Großsägen werden sehen, das aus sämtlichen "Abfällen" wieder "veredelte" Produkte enstehen, die sich teuer verkaufen lassen. Mittlerweile gibts ja auch einen Pelletboom zu verzeichnen. Verbunden mit den mittlerweilen wochenlangen Lieferzeiten und Lieferengpässen. Ich könnte mir durchaus vorstellen, das jedes noch so kleine Holzbrettchen irgendwo zu Pellets verarbeitet wird.

Als Privatmann bis du dann der letzte in der Kette, der letzendlich für teures Geld das fertige Endprodukt kaufen muß.
In meinem fall also ofenfertiges Scheitholz.
Das ich vor Jahren mal angetreten bin, aus Stammholz (Meterholz) selber alles aufzuarbeiten, ist dann nur noch Geschichte


Grüße aus Bayern

Manfred


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: Mittwoch 15. November 2006, 20:08 
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Hallo

dan sind wir hier ja noch gut drann.
Hoffentlich bleibt es so

Jörg

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 Betreff des Beitrags: Brennholz .... woher??!!
BeitragVerfasst: Mittwoch 15. November 2006, 23:58 
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Beiträge: 11
Wohnort: Dortmund
Hallo zusammen,

wie ich aus Euren Kommentaren und Atworten entnehmen kann, wohnt ihr eher im "ländlichen" Teil Deutschlands. Herzlichen Glückwunsch!

Wir wohnen mitten im Ruhrgebiet! Rundherum kleine Waldgebiete....alles Naturschutzgebiete. Wehe du wirst beim `Holzklau` erwischt.

Für uns heißt dies:
- Im Notfall für 50€ 1SRM Buchenscheite aus dem Sauerland frei Bordsteinkante bestellen. exklusive Lieferkosten!! :evil:

- Normal: Sich in der näheren Umgebung mit den Anwohnern unterhalten. Wollen die einen Baum aus ihrem Garten haben, die erfahrene Hilfe anbieten, den Baum fällen (lassen) und dafür das Stammholz einsacken (Alles nach behördlicher Genehmigung). :D
Die freuen sich zumeist, weil in der "Großstadt" ein Garten-Landschaftsbauer mit einer Baumfällung seine Azubis bezahlen kann.

- Den Stadtförster kontaktieren und sich selbständig abgesprochenes Holz holen. Dies geht aber nur jetzt zu dieser Jahreszeit. :)
WEHE wenn du markiertes Holz anrührst.

Aber es fing bei uns so an, wie alter_mann es bereits treffend in seinem ersten Blockabsatz erzählte, nur dass wir unseren Ofen bei einem Ofenbauer gekauft haben. Da ich vieles gerne mal selber mache, kaufte ich nach und nach alles was ich brauchte, um selber Holz zu holen und zu verarbeiten. Ansonsten ist so ein Holzofen auf Dauer dein finanzieller Ruin.
Wir verbrauchen schätzungsweise 3-4 RM je Saison. Es hält sich also in Grenzen.

Zur Erklärung (ich brauchte auch länger bis ich es kapiert habe)
1 Ster = 1 Raummeter (RM) = aufgestapelte Scheite in einer "Kiste" auf 1x1x1 Meter.
1 Schüttraummeter (SRM) = ca. 0,7 RM (mal mehr mal weniger, wie gerade geschüttet wird)
Und dann noch 1 Festmeter (FM) = Kubikmeter als ganzer Stamm
......ich weiß, die richtigen Profis hier halten mich jetzt für einen Klugscheißer ;)


LG

_________________
Manchmal kann ich gar nicht so viel essen wie ich kotzen könnte.


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BeitragVerfasst: Freitag 17. November 2006, 02:17 
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Beiträge: 4195
Wohnort: 21077 Wilstorf
@ Biestie
So ähnlich siet es hier auch aus. :evil:
Hamburg ist zwar eine grüne Stadt , aber holz ist erstmal Mangelware.
Habe mich damals beim Förster schlau gemacht.
Damals ( vor etwa 5 Jahren) gabs im Wald nix zu holen .
Also habe ich für Kleingartenbesitzer die Baumfällerei und die Pflege übernommen.
Langsam kam das Holz
Dann beim Gartenbauamt gefragt mit Spende in die Kaffee-Kasse und das Holz kam gut .
Dann ein Mini - Job bei einem Bauverein bekommen , das Holz kommt in großen Mengen,
aber alles Dreckarbeit oder schwierig.Mich stört es nicht .
Letztes Jahr beim Förster mal nachgefragt, mehr so just for fun,jupp wir ( Kollegen) können Kronenholz ausschneiden.
Ich denke , wo ein Wille ist , da wird sich ein Weg finden , um an das mittlerweile begehrte Holz ranzukommen. Es brauch halt alles seine Zeit bis es gut läuft .
Ich geb alten Leuten dabei noch Holz ab , weil die nicht mehr so gut können.
Die Alten helfen mir dann auf andere Weise. Eine Hand wäscht die andere ! :lol: :lol: :lol:
Der Aufwand an Holz ranzukommen wird sicherlich größer , aber nicht unmöglich werden .
Grüße an die Holzer
Kerkermeister :mrgreen: :mrgreen: :mrgreen: :mrgreen:

_________________
Man sollte sich die Ruhe und Nervenstärke eines Stuhles zulegen. Der muß auch mit jedem Arsch klar kommen !
In diesem Sinne einen schönen Tag


Mir imponieren nur die Ratschläge und Grundsätze, die der Ratgebende selbst beherzigt.
Rosa Luxemburg


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BeitragVerfasst: Montag 20. November 2006, 17:49 
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Registriert: Donnerstag 27. Oktober 2005, 12:40
Beiträge: 652
Wohnort: Oberschwaben
Nun der Brennholzmarkt orientiert sich an seinen Konkurrenzprodukten.
Geht der Ölpreis hoch, steigt der Brennholzpreis. Klar, daß HOlz umgerechnet noch etwas billiger ist. Aber dafür ist die Feuerungsanlage entweder teurer (Pellets) oder die Feuerung und deren Brennstoffversorgung macht mehr Arbeit (Scheitholzanlagen oder Öfen)

Ganz normal.

Wer meint mit einer Holzheizung seine Heizkosten halbieren zu können, wird langfristig Pech haben. Er kann seine Eigenleistung einbringen, aber gerade bei Pellets wird das industriell gemacht und dann hält sich die Ersparnis bald in Grenzen.

Also gibts im Endeffekt nur zwei Wege:
Eigenen Wald (macht aber Arbeit)
oder weniger verbrauchen.

Oder man hofft, daß der Ölpreis wieder auf 30€/100 L sinkt. Dann wirds Holz auch wieder billig.

Alles andere ist Augenwischerei.

mfg


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BeitragVerfasst: Montag 20. November 2006, 22:05 
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Registriert: Sonntag 19. November 2006, 10:24
Beiträge: 64
Wohnort: Münsterland
nun will ich auch mal meinen senf dazugeben.

der derzeitige ofenboom ist nur eine modeerscheinung und wird noch begünstigt durch die stetig steigenden energiepreise.

die leute werden alle wieder ruhiger, wenn sie festgestellt haben, was die entsprechende ausrüstung kostet und was es für eine "knochenarbeit" ist holz zu machen.

geschweige denn, das sie den platz haben, das holz auch zu lagern und zwar nicht nur den teil, den sie jetzt brauchen, sondern auch den teil, der erst noch trocknen muss und im nächsten jahr erst genutzt werden kann.

der trend der meisten wird auf das zuheizen und das romantikfeuer hinauslaufen, also beim bauern die menge bestellen, die ich so gerade noch lagern kann bzw. verbrauche.

und die erzeuger (ich nenne sie mal bauern, so ist es zumindest bei uns im münsterland so) werden ihr stammholz dementsprechend in größeren mengen kaufen und das wird im regelfall nicht der staatsforst sein.

also wird es wie eh und jeh die möglichkeit für den "ehrlichen privatmann" geben im staatsforst kronen aufzuarbeiten. allerdings wird sich der förster auch überlegen an wen er das holz verkauft. an den der immer wieder kommt und sich vernünftig benimmt oder an den, der nur schnell das dickere herausschneidet und denkt "nach mir die sintflut". die antwort dürfte nicht schwer fallen.

ich mache mein holz seit ein paar jahren komplett selber und das bei einem verbrauch von 12-15 metern im jahr. ich habe auch gedacht das es immer schwerer wird an holz zu kommen, aber wer sich mühe gibt und die augen offen hält und keine angst hat auf leute zu zugehen, der wird auch weiterhin sein holz bekommen.

und wie gesagt.....jeder boom geht auch mal vorbei.

gruss
stihletto

_________________
Stihl 260 mit 40ziger Schwert
Stihl 023 mit 35ziger Schwert
Dolmar PS 33 als Beisäge


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BeitragVerfasst: Dienstag 21. November 2006, 09:39 
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Registriert: Donnerstag 27. Oktober 2005, 12:40
Beiträge: 652
Wohnort: Oberschwaben
Stihletto hat geschrieben:
nun will ich auch mal meinen senf dazugeben.

.....also wird es wie eh und jeh die möglichkeit für den "ehrlichen privatmann" geben im staatsforst kronen aufzuarbeiten. allerdings wird sich der förster auch überlegen an wen er das holz verkauft. an den der immer wieder kommt und sich vernünftig benimmt oder an den, der nur schnell das dickere herausschneidet und denkt "nach mir die sintflut". die antwort dürfte nicht schwer fallen.

....
stihletto


DAs kommt drauf an, in welcher Höhe die Öl und Gaspreise sich bewegen.
Ist Holz auch für große Anlagen interessant (wie es im Moment der FAll ist, auch wegen Förderungen), dann werden verstärkt Biomassekraftwerke auf den Markt drängen und den Energieholzanteil ganzer Forstämter aufkaufen. Da hat der Förster nicht mal mehr was zu sagen! Das ist dann komplett verkauft.

Bei uns läuft eines schon und ein zweites wird gerade gebaut. Ein drittes ist in Planung. Jedes Kraftwerk räumt praktisch ein ganzes Forstamt ab. Dazu noch große Hackschnitelfeuerungen bei Großobjekten (Krankenhäuser, Schwimmbäder etc.). Da gibts nix mehr. Unsere bayrischen Nachbarn erhalten privat vom staatlichen Forstamt bereits kein Brennholz mehr. Ist komplett an einen Vertragspartner vergeben. Selbst Beschäftigte, die schon 20 Jahre ihr Brennholz von ihrem Arbeitgeber bezogen, erhielten eine Absage. Das ist die Realität!
Für die Forstämter gibts nix besseres. Die Forstreviere werden immer größer und da haben die Förster keine Zeit mehr wegen 10 Rm anfangen auszuzeichnen, hinrennen, abmessen und abrechnen. DAmit müssen wir leben.
Schaun wer mal, was die Zukunft so bringt.
Aber eines ist sicher: Je höher die Preise für Gas und Öl werden, desto schwieriger wird es für uns Hobbyholzmacher Holz zu kriegen. Nicht wegen den anderen Holzfeurern, sondern wegen den großen Anlagen!
Und davon werden auch die abgelegenen Gegenden betrofffen sein. Denn gerade da ließ sich Brennholz kaum und nur zu einem schlechten Preis verkaufen und nun kann man es gleich Containerweise los werden.

mfg


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BeitragVerfasst: Dienstag 21. November 2006, 10:14 
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Wohnort: Hannover
ui da bin ich aber froh. Ich habe schon Holz abgegeben weil ich mehr reinbekommen habe als ich verbrennen kann. Wir wohnen in einer ländlichen Region mit viel Wald um uns rum. Bei uns gibts noch reichlich und bislang habe ich für mein Holz nichts bezahlt.

_________________
bis bald, Sven


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BeitragVerfasst: Montag 5. März 2007, 21:26 
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Registriert: Mittwoch 28. Februar 2007, 19:52
Beiträge: 11
Hallo,

am besten mann tut sich mit ein paar leuten zusammen,und einer bestelt beim förster eine ordentliche menge,so mache ich das auch mit 4 arbeitskollegen,wir bestellen ca 60-80 rm und bekommen die auch,,und den vorteil davon ist das die arbeit viel schneller geht, wie Stihlettoschon erwähnt hat, die förster verkaufen lieber großere mengen an leuten die ihm bekannt sind.

gruße Mario


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BeitragVerfasst: Montag 5. März 2007, 21:53 
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Beiträge: 6258
Wohnort: ba-wü, nordbaden! alter: 46
hallo ihr,
also ich kenn das von uns einfach so - diejenigen die schon jahrelang bei einem waldbesitzer ob nun grosser privat wald oder gemeine oder staatsforst ihr selbstwerberholz bekommen haben - werden in der regel bevorzugt.
was nicht heissen soll das neulinge leer ausgehen, aber die müssen sich dann vielleicht mit losen begnügen die nicht so reichhaltig oder eher hängisch sind.
find ich so verkehrt nicht, ich nehm auch schon jahrelang vom selben besitzer immer kronenholz, er weiss das ich schonend mit seinem wald umgehe und ich weiss das ich gutes holz bekomme....
mfg
hm


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BeitragVerfasst: Montag 5. März 2007, 22:39 
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Registriert: Dienstag 6. Februar 2007, 18:21
Beiträge: 162
Wohnort: Südhorsten / 42 Jahre
Bei uns hier in SHG könnten einige Leute nächsten Winter Amok
laufen ,wenn die Gerüchte stimmen...
Bei uns gibt es Holz entweder aus dem Staatswald, oder von der "Fürstlichen Hofkammer" - jetzt soll angeblich unser Fürst
beschlossen habe die gesamte Holzernte an irgendwelche Unter-
nehmer abzutreten :evil:
Bis jetzt betrifft mich das Ganze nicht, aber spätestens wenn
Hunderte Selbstwerber zusätzlich über die Förstereien herfallen
ist hier Schluss mit lustig :shock:
Ich hoffe das ganze entpuppt sich als Ente :?

_________________
Es ist keine Schande seine Muttersprache zu beherrschen.


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BeitragVerfasst: Dienstag 6. März 2007, 01:44 
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Registriert: Sonntag 28. Januar 2007, 15:34
Beiträge: 48
Wohnort: Mecklenburg Vorpommern
Hallo,

sicher habt ihr alle recht es wird teurer und schwieriger. ABER

Bei dem zunehmenden Trend den Brennholzeinschlag als Volkssport zu sehen, wissen wir Förster bald nicht mehr wohin. Waldbauliche Argumente verstehen einige nicht, da kann man nur mit höheren Preisen die Leute wieder auf den Teppich holen. Damit müssen die Leute sich auch darauf einstellen, das es schwieriger und aufwendiger wird Brennholz zu werben.

Der höhere Preis hat sicherlich auch den angenehmen Effekt die Kasse schneller zu füllen. Trotzdem bleibt Wald immer ein Minusgeschäft. Der steigende Preis soll die Leute auch dazu bewegen über ihr Heizverhalten nachzudenken. Manchmal sind neue Brenner in der Ölheizung und ein wenig mehr Wärmedämmung besser finanziert, als von heute auf morgen die Heizanlage komplett auf Holz umzustellen.

Wer geschnittenes ofenfertiges Holz haben will, muß auch bedenken, daß die Kosten für den Forstbetrieb ebenfalls steigen. (Lohn, BG, Werkzeug und vorallem Diesel, Gemisch und Öl ...)

Übrigens wenn der Schüttraumeter 50 Euro kostet liegt der Energiepreis für trockenes Brennholz bei 4Cent je kWh. Wieviel kostet euer Strom?

So schwarz wie einige es sehen wird es aber auch nicht kommen. Den Forstämtern ist der kleinere Kunde vor Ort schon bekannt und lieb. Es stimmt aber auch das man lieber mit Leuten zusammen arbeitet die seit Jahren bekannt sind. Zum einen wegen der Arbeitssicherheit, zum anderen wegen der Bezahlung. Bei Neukunden aus 30 oder 40 km Entfernung ist es unter Umständen schwierig sein Geld einzutreiben.

In einigen Jahren wird der Markt sich auch wieder entspannen. Für die großen Energieverbraucher sind mittlerweile werden schnellwachsende Baumarten auf Stilllegungsflächen angebaut - für Großverbraucher ein sich entwickelnder Markt, für Ölheizungsbesitzer wird es in Naher Zukunft auch Bioöl geben.

Und wie Stihletto schon sagt jeder boom geht mal vorbei.


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BeitragVerfasst: Mittwoch 7. März 2007, 08:31 
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Registriert: Freitag 8. September 2006, 11:34
Beiträge: 56
Wohnort: Osterzgebirge
Hier in Sachsen kann ist gar nicht so leicht ein Stammkunde über Jahre zu sein. Weil ständig die Reviere größer werden, gibt es immer wieder einen neuen zuständigen Revierleiter. Habe seit 5 Jahren mein Haus, das ich heizen muß und inzwischen den 3. Förster.


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