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BeitragVerfasst: Samstag 7. Oktober 2017, 22:18 
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Moin Moin!

In der amerikanischen Literatur (und im genialem Bootsbau - Videoblog "Tips from a shipwright" auf Youtube) wird immer wieder von "quartersawn timber" gesprochen.

http://www.hardwooddistributors.org/blog/postings/what-is-quarter-sawn-wood/

Was sagt ihr Profis dazu? Ist das Zeitverschwendung, zuviel verschnitt etc.?

Ich habe mir da Gedanken gemacht wegen meinem Alaskan mill. Man koennte gan knapp besaeumen und dann in der Mitte durchfiedeln, dann mit dem Balkenmacher vierteln. Und dann weiter auftrennen.

Man koennte auch dicke Staemme direkt vierteln mittels Balkenmachen, so koennte man mit einer Effektiven Schnittbreite von 60cm zum Beispiel etwa 90cm dicke Brocken bezwingen.

Andere Moeglichkeit als die oben genannte ist es, einfach von der gerade Seite der Viertel die Bohlen herunterzuschneiden, und den Stamm nach jedem Schnitt 90 Grad zu drehen. (so warden die Bretter immer kuerzer, und der Ringwinkel immer Flacher, aber es entfaellt ein weiterer Ausrichtschnitt mit dem Mill).

Ich freue mich ueber eure Erfahrungen mit diesen Schnittmustern.

In der deutschen Literatur finde ich von dieser Vorgehensweise fast ueberhaupt nichts. Meist ist die Vorgehensweise mit dem Mill ja, moeglichst dicke Planken aus dem Kernnahen Bereich zu schneiden.
Ist halt nur eine Ueberlegung die ich habe das auch mal auszuprobieren.


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BeitragVerfasst: Samstag 7. Oktober 2017, 22:24 
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Gucke mal hier:

http://www.holzwurm-page.de/fertigung/e ... ittart.htm

Gr Nederbelg

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BeitragVerfasst: Samstag 7. Oktober 2017, 22:25 
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Wird hier als Kreuz- oder Quartierschnitt bezeichnet. Allerdings kenne ich es nicht so aufwendig, sondern die Seiten der Kuchenstücke werden abwechselnd abgeschnitten. Das Ergebnis ist das gleiche: Bretter mit stehenden Jahresringen, wie es für höherwertige Möbelstücke, Fässer usw gewünscht ist. Ist aber nicht ganz so einfach, da die Viertel sehr zum biegen neigen.

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Gruß

K.


Suche große Blockbandsäge, Hinweise erwünscht

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BeitragVerfasst: Samstag 7. Oktober 2017, 22:36 
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Wird übrigens auch Quartierschnitt genennt.
Das Niederländisches Wort "kwartier", bedeutet Viertelstunde. Davon kommt diesen Begriff" kwartierszagen" oder Qaurtiersägen.

Gr Nederbelg

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BeitragVerfasst: Samstag 7. Oktober 2017, 22:49 
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Wohnort: KC / Oberfranken
Das würde ich Holzart-abhängig machen. Ne knarzige Fichte macht wohl keinen Sinn. Kommt auch immef darauf an was Du später mal machen willst mit dem Holz. Für n Hasenstall wäre der Aufwand wohl auch zu groß. Hab mal n kleines Kästchen aus Apfelholz gebaut. Hab den Stamm, Länge ca 120 cm, geviertelt mit der Ms, abgerichtet und mit der Bandsäge 25er Bretter gesägt. War n mords Aufwand.

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Gruß Chris
(Anonymer Holzmessie, aus ärztlicher Sicht unheilbar)
Mein Fuhrpark: Schnittschutzapp, Motorsägenapp :stihl: 170D :shock:

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BeitragVerfasst: Samstag 7. Oktober 2017, 23:56 
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Registriert: Montag 30. Januar 2017, 05:57
Beiträge: 291
Danke euch allen erstmal fuer die Antworten und Links. Quartierschnitt oder Kreuzschnitt, bzw. Radialschnitt mit Drehmethode....wieder was gelernt.
Ich kannte auch nur die Art, die Tortenviertelseiten abwechselnd zu schneiden. Das Tortenviertel dann wieder im 45 Grad Winkel neu auszurichten und runterzuschneiden...naja, dafuer entfaellt das drehen dann. Aber im Grunde sind das ja 2 verschiedene Schnittarten, mit aehnlichem Ergebnis.

@Staemmchen
Der Aufwand ist in der Tat betraechtlich, und man bekommt schmalere Bretter. Statt sagen wir 10 Schnitten werden es schnell 40 oder so.
Waere wohl auch nur mit 3/8 Picco ueberhaupt dran zu denken....
Aber letztlich ist genau das, so ein Apfelstamm oder sowas mein Gedanke, bzw halt kurze Stuecke...


Mich reizt der Gedanke halt, mal etwas anderes zu machen, beziehungsweise mal zu sehen was alles so moeglich ist.
Habe bei Andreas jetzt die Erweiterung von small mill auf 36" angefragt und eine Dolmar 9000 geordert.

Ich habe derart viele Anfragen bekommen aus der Nachbarschaft und dem Freundeskreis, sogar von Passanten die an meinem Arbeitsplatz vorbeikamen...da will ich mich gerne weiterentwickeln. Und mit dem normalen Gatterschnitt sind ja die Haelfte der Bretter mit derart liegenden Jahresringen, denen trau ich nicht zu sich vernuenftig zu benehmen.


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BeitragVerfasst: Sonntag 8. Oktober 2017, 11:32 
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Also ich mein, das ist schon ein riesen aufwand mit dem normalen Mill. Die Stämme sollten dann auch nicht zu dünn sein,

wir fahren ja nicht unbedingt das kompakteste an Schnittfuge.

ich säge inzwischen meist eher dicke Schwarten ab, das ist super Material für Schalenrohlinge oder kanteln.

Die Bretter in Kernnähe haben ziemlich stehende Ringe, das ist ganz gut brauchbar und verzieht wenig. Kernbrett muss halt aufgetrennt werden, aber das ist ja sowieso der Fall.

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Stihl FS 130, Docma VF80 Bolt tragbare Spillwinde, Granberg Alaskan Mill MK III 36" + MK IV 72", VW T4 etc.

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BeitragVerfasst: Sonntag 8. Oktober 2017, 13:22 
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Beiträge: 138
Wohnort: Holzdorf bei Eckernförde
Bei bestimmten Holzarten und Stärken wie z.B. dicke Eichen macht es durchhaus Sinn zu versuchen möglichst stehende Jahresringe zu bekommen. Für möglichst breite Bohlen möchte man ja eher liegende Jahresringe um mit Glück möglichst ungerissene Bohlen zu haben, im Gegensatz dazu wird man das bei stehenden Jahresringen selten vermeiden können. Also ist es auch nicht so schlimm das man eben eher schmale Bohlen erzeugt. Beim Weiterverarbeiten wird das dann wieder verleimt, geschickt gemacht fällt das auch kaum auf. Mit einem Mill ist der Arbeitsaufwand natürlich extrem, um das regelmäßig zu machen sollte es schon eine Vollhydraulische Bandsäge sein. Wiederrum ist die Kettensäge manchmal nützlich um richtig dicke Stämme erstmal zu vierteln zu schneiden um sie dann auf der Bandsäge weiter zu verarbeiten. Trotzdem viel Arbeit, die aus solchen Hölzern erzielbaren Preise machen zumindest den Erzeuger nicht reich...

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BeitragVerfasst: Sonntag 8. Oktober 2017, 15:19 
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Wohnort: 85293
Herzdielenschnitt, Spiegelschnitt oder Rift
Hier wird eine Diele direkt aus dem Kern, oder zwei Dielen am Kern geschnitten, die stehende Jahresringe haben. Diese Dielen sind besonders belastbar, maßhaltig und verwinden sich wenig.
Bretter dieses Schnitts sind besonders hochwertig und werden z.B. für den Riemenboden (Schiffsboden) oder den Instrumentenbau (Saiteninstrumente, Orgelpfeifen) verwendet.[2]
Der Begriff Spiegelschnitt kommt daher, dass dieser Schnitt die Holzstrahlen mehr oder weniger der Länge nach trifft und diese als sogenannte „Spiegel“ erscheinen.
Im Schiffbau werden auf diese Weise geschnittene Planken wagenschott geschnitten genannt.
Als Rift gelten Bretter mit stehenden Jahresringen, die nicht flacher als 60° zur breiten Seite des Brettes stehen.
https://de.wikipedia.org/wiki/Schnittholz#Rift

http://www.holzwurm-page.de/fertigung/e ... ittart.htm
wenn ihr diesen schnitt meint dann ist es ein Riftschnitt
und ist auch so in der Sägeindustrie weltweit geläufig, das kennt jeder Sägewerker


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BeitragVerfasst: Sonntag 8. Oktober 2017, 21:06 
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Wohnort: NW Eifel
Termite hat geschrieben:
Ich kannte auch nur die Art, die Tortenviertelseiten abwechselnd zu schneiden. Das Tortenviertel dann wieder im 45 Grad Winkel neu auszurichten und runterzuschneiden...naja, dafuer entfaellt das drehen dann. Aber im Grunde sind das ja 2 verschiedene Schnittarten, mit aehnlichem Ergebnis.


So sieht das Resultat aus wenn die Viertel im Gatter geschnitten werden. ;)

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Gruß

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BeitragVerfasst: Montag 9. Oktober 2017, 01:58 
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Beiträge: 291
Der Einwand, das Bretter mit etwas liegenderen Jahresringen weniger reissen ist natuerlich auch wahr.
Ebenso finde ich gerade bei Esche die Maserung auch toll, wenn die Ringe liegen, besonders in dem kernnahen roten Bereich.

Ich werde es wohl mal probieren diesen Quartiersschnitt...habe schon festgestellt, dass man mit dem richtigen System fuer den ersten Schnitt derartig viel Zeit sparen kann (oder vertroedeln).

Wenn das optimiert ist, steht dem ganzen nichts mehr im Wege.


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