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BeitragVerfasst: Dienstag 3. Oktober 2017, 18:30 
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Moin,

Wir fällen hier momentan Laubholz Buche und das, seilunterstützt. Das besondere dabei ist, dass das
Halteband so unterschnitten wird, das dabei ein "Küchenstück" entsteht und den Baum bis zum fall
in der Bahn hält, bis er am Boden liegt. Dabei werden auch nur Bäume an der Rückegasse,
und mit möglichst neutraler Fällrichtung, also keine Vor- oder Rückhänger gefällt.
Nach dem fall wird nur grob entastet, und der Stamm von der Krone getrennt, und beides
am festen Weg aufgearbeitet. Es ist ein sehr teures und arbeitsintensives Verfahren da immer ein Rücker beim Fällen
dabei sein muss, aber es soll in erster Linie der Arbeitssicherheit dienen.

Aber nun zu meiner Frage, macht ihr sowas auch ? Und verwendet ihr das gleiche verfahren ?

Gruß Mario

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BeitragVerfasst: Dienstag 3. Oktober 2017, 19:31 
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Sein Halteband. Baum bleibe stehen bis Winde sein ziehe. Arbeiter kan gehen aus Riskozone und Winde reise Faser ab.
Sein doch sicher Arbeit wenn richtig schneide!


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BeitragVerfasst: Dienstag 3. Oktober 2017, 19:54 
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Ja, machen wir auch so :super:


Schöne Stöcke sind das übrigens :!: :!: so muss das

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Spar Diesel - Fahr Deutz

Deutz 5207 Bj. 1982

Deutz 6507 CA Bj. 1983

Lada Niva Bj. 2009

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:stihl: 044, 026, MS 260, MS 171, 051 AVEQ

:dolmar: 115; neu gekauft 2017

:dolmar: 9010; neu gekauft 2017


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Ehemals:

Stihl FS 300 Bj. 1997, in gute Hände abgegeben


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BeitragVerfasst: Dienstag 3. Oktober 2017, 20:03 
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Das kenn ich auch noch von meinen Praktika beim Forstamt

Lg
Axel

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Und son 3Kg Baumarkt prügel von früher :handbetrieb:


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BeitragVerfasst: Dienstag 3. Oktober 2017, 22:56 
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Wohl zunehmend eine Frage der Arbeitssicherheit. Wie viele Waldarbeiter sind in den vergangenen Jahren durch fallende Totäste verletzt worden oder ums Leben gekommen?

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Gruß

K.


Suche große Blockbandsäge, Hinweise erwünscht

fast stihllos zufrieden - säge mit :Husky: :3120: + Mill :dolmar: :solo: WIDL & Wood-Mizer LT10
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BeitragVerfasst: Mittwoch 4. Oktober 2017, 18:54 
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Ja das bringt schon wirklich was, aber es ist halt eine sehr teure variante

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Zuletzt geändert von Eichsi am Mittwoch 4. Oktober 2017, 22:26, insgesamt 1-mal geändert.
Vollzitat des vorhergehenden Beitrags entfernt


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BeitragVerfasst: Donnerstag 5. Oktober 2017, 10:35 
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Wie lange braucht man damit pro Baum länger? 5 Minuten? 10 Minuten?

Bei uns in der Gegend hat es letztes Jahr auch einen Waldarbeiter mit einem toten Ast erschlagen.

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BeitragVerfasst: Donnerstag 5. Oktober 2017, 11:23 
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Beiträge: 464
Wohnort: 41468 Neuss
Wir machen das auch so.
Da das bei uns eh' alles nur Brennholz für den Privatgebrauch wird, spielt Zeit keine Rolle. Es macht Spaß - und das auch noch gepaart mit hoher Arbeitssicherheit. :DH:

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:Husky: 340, 455 Rancher und 372XP (ohne x-torq); :echo: CS 620 SX; MTD GCS 25/30T;
Freischneider: Husqvarna 343FR + ECHO SRM-520ESU; Husqvarna Hochentaster 525 PT5s;
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Trecker: ISEKI TH 4335 AL und (vom Verein) Massey-Ferguson 6245;
TAJFUN EGV 35A Rückewinde; BALFOR (Scheifele) Zapfwellenhäcksler;
BECCHIO & MANDRILE (Weinberg-)Mulcher; AGRITEC Bodenfräse;
PLATZ-MAX Reitbahnplaner; Forst-, Weiden- und Reitbahnservice
für: http://www.rsv-neuss.de http://www.teamneuss.de https://www.pferdesportzentrum-krefeld.com


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BeitragVerfasst: Donnerstag 5. Oktober 2017, 12:14 
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Registriert: Dienstag 20. Januar 2009, 12:32
Beiträge: 4959
worin besteht der Unterschied vom "Küchenstück" zum konventionellen Halteband?
Geführt wird durch die Bruchleiste.
Den Unterscheid macht doch, ob ich den Baum darunter stehend umgekeilt wird oder ob vorher ein
Windenseil angeschlagen wurde und der Baum umgezogen wird (nachdem sich der Säger in Sicherheit gebracht hat)

_________________
"Was einmal gedacht wurde, kann nicht mehr zurückgenommen werden"
Dürrenmatt, Friedrich: Die Physiker


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BeitragVerfasst: Donnerstag 5. Oktober 2017, 13:47 
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Registriert: Mittwoch 26. Dezember 2012, 12:56
Beiträge: 215
Wohnort: Seeham
"Führungsaufgabe" hat das Halteband (Kuchenstück) keines, aber wie schon erwähnt kann sich der Sägenführer nachdem er das Halteband UNTERschnitten hat, in aller Ruhe in die Rückweiche begeben , wäre interessant was hier wirklich als Kostennachteil anfällt, meiner Meinung nach kann, bei halbwegs guter Einteilung sind die Mehrkosten vernachlässigbar, vor allem da das kräfteraubende Keilen wegfällt


LG
Franz


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BeitragVerfasst: Donnerstag 5. Oktober 2017, 14:00 
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Registriert: Freitag 18. Juni 2010, 19:26
Beiträge: 7635
Wohnort: Braunschweig
Marioo hat geschrieben:
Ja das bringt schon wirklich was, aber es ist halt eine sehr teure variante


Musst du es zahlen oder bist du der Mann an der Säge?

Das "teuer" betonst du in beiden Postings... sind es "deine Kosten" oder ist es "deine Sicherheit" ;) ?

Im Pivatbereich spielt Zeit ja keine Rolex und die Bergewinde am Auto habe ich eh dabei. Wenn ich hoch gucke und ein mulmiges Gefühl wegen Totholz bekomme, stecken da nur Alibi-Keile im Schnitt. Den Rest macht die Winde und ich gucke mir aus sicherer Entfernung mit der Fernbedienung in der Hand an, was das Totholz denn nun wirklich macht ;) .
Hotzenwaldlogger hat geschrieben:
...
Den Unterscheid macht doch, ob ich den Baum darunter stehend umgekeilt wird oder ob vorher ein
Windenseil angeschlagen wurde und der Baum umgezogen wird (nachdem sich der Säger in Sicherheit gebracht hat)

Jein.
Grundsätzlich teile ich deine Meinung - wenn die Bruchleiste hält... und unter Totholz stehen und einen Keil in den Baum treiben, mache ich selbst auch nicht.

Bäume mit viel Totholz sind auch im Holz (Stamm) oft nicht mehr die besten. Deshalb aus meiner Sicht ein "jein". Da sind ja auch stark zerfurchte Stämme dabei.

Und so wie Marioo in beiden Postings auf "sehr teuer" und im ersten Posting auf noch mehr Details abhebt (der dauernd benötigte Rücker, arbeitsintensiv, ...), frage ich mich, was da gerade wen treibt.
Das Kuchenstück betrachte ich als ein "den Arbeiter kontrollierbar, zertifizierbar zu seiner Sicherheit zwingen". Wenn der Chef am Abend durch geht, hat er ein klares Kriterium ob "sicher gearbeitet wurde" UND sollte die Bruchleiste einsacken weil im Stamm was rott ist, ist da zumindest noch irgendeine Führung. Klar, wenn der Baum über eine i.O. Bruchleiste kippt, hebt sich das Kuchenstück schnell raus und wird wirkungslos. Hält die Bruchleiste aber nicht, spielt das Kuchenstück denke ich ganz gut zusammen mit einer Winde und reduziert das Risiko eines seitlichen weg rutschens... und sollte das Windenseil nicht hoch genug angeschlagen sein, entlastet das Kuchenstück auch die Bruchleiste vom seitlichen Zug...

Privat nimmt die Fällung nur einen Buchteil der Zeit ein, bis ich mit vollem Anhänger zu Hause bin, aber selbst wenn ich ein Seil für nur einen Baum auspacke, spielt es auf den Tag keine Rolle.

Beruflich im Forst herrscht Kostendruck - keine Frage.
Also wer fordert die Arbeitsweise? Wenn es der Auftragsgeber ist, sollte der Ausführende doch glücklich sein! Oft wird Kostendruck ja doch nach unten durch gedrückt und am Ende "will es keiner gewusst haben"...
Zertifizierung bezieht doch auch Unfallzahlen ein - ist doch super, wenn dem Arbeiter dann auch die Zeit an die Hand gegeben wird, gesund nach Hause zu kommen, weil irgendwer unter anderem auch auf die Unfälle guckt...

Mich erinnert das Kuchenstück irgendwie an die forsttechnische Umsetzung von "industriellen Sicherheitsstandards", wo "Kreativität und Übermotiviertheit als Fehlerquellen" gleich mit ausgeschaltet werden sollen.

_________________
MfG Eike
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Kleine (Sachs-) Dolmar-Sammlung:
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BeitragVerfasst: Donnerstag 5. Oktober 2017, 17:21 
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Wohnort: 41468 Neuss
Hier ist das ausführlich dargestellt, für die Schnittführung besonders die Seite 4 interessant:
http://www.fbz-koenigsbronn.de/fileadmi ... AT-F_T.pdf

Klappt wirklich gut - selbst vielfach schon so gemacht.

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BeitragVerfasst: Freitag 6. Oktober 2017, 20:17 
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Registriert: Donnerstag 13. Mai 2010, 14:22
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Wohnort: Erzenhausen
Marioo hat geschrieben:
... Es ist ein sehr teures und arbeitsintensives Verfahren da immer ein Rücker beim Fällen
dabei sein muss, aber es soll in erster Linie der Arbeitssicherheit dienen.
...


Servus Marioo,

was ist denn daran teuer?

Bei der Waldarbeit bist Du doch sowieso zu zweit, besser sogar zu dritt. Wenn es um Gefahren- oder Problembäume geht, sollte ein Rücker (z. B. auch als der 2.Mann) ohnehin dabei sein. Ein hängengebliebener oder falsch gefallener Baum bedeutet einen höheren Zeitverlust - und damit Kosten - als man für das Anschlagen des Windenseils braucht. Von einem verletzten oder toten Waldarbeiter wollen wir gar nicht reden!

Wie schon geschildert: Das unterschnittene Halteband hat mit der Führung des Baumes während des Fallens nichts zu tun. Es ermöglicht aber dem Sägenführer alles in Ruhe fertig zu schneiden und dann aus sicherer Entfernung das Komando "ziehen" an der Rücker zu geben. Bei einem zu tief angeschlagenen Seil wird auch das unterschnittene Halteband nichts helfen. Sind Winde und Seil stark genug, wird der Baum unkontrolliert umgerissen :schreck:

Sicheres Schaffen!

Christoph


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BeitragVerfasst: Sonntag 8. Oktober 2017, 12:36 
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Registriert: Dienstag 23. Juni 2015, 14:06
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Jürgi hat geschrieben:
Wie lange braucht man damit pro Baum länger? 5 Minuten? 10 Minuten?

Bei uns in der Gegend hat es letztes Jahr auch einen Waldarbeiter mit einem toten Ast erschlagen.


ja so in dem dreh von 10 Minuten

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BeitragVerfasst: Sonntag 8. Oktober 2017, 12:37 
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Hotzenwaldlogger hat geschrieben:
worin besteht der Unterschied vom "Küchenstück" zum konventionellen Halteband?
Geführt wird durch die Bruchleiste.
Den Unterscheid macht doch, ob ich den Baum darunter stehend umgekeilt wird oder ob vorher ein
Windenseil angeschlagen wurde und der Baum umgezogen wird (nachdem sich der Säger in Sicherheit gebracht hat)



Durch das Kuchenstück kann er nicht wirklich fallen, er wird mehr umgezogen

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BeitragVerfasst: Sonntag 8. Oktober 2017, 12:41 
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fronz hat geschrieben:
"Führungsaufgabe" hat das Halteband (Kuchenstück) keines, aber wie schon erwähnt kann sich der Sägenführer nachdem er das Halteband UNTERschnitten hat, in aller Ruhe in die Rückweiche begeben , wäre interessant was hier wirklich als Kostennachteil anfällt, meiner Meinung nach kann, bei halbwegs guter Einteilung sind die Mehrkosten vernachlässigbar, vor allem da das kräfteraubende Keilen wegfällt


LG
Franz


Es kann nur immer einer fällen, da die Rückemaschine immer dabei sein muss. Das macht das ganze ziemlich teuer. Und dadurch das bei dem Verfahren, nur das holz direkt an der Rückegasse und nur neutral stehende Bäume gefällt werden dürfen, muss man im Winter nochmal in die Abteilung für wenige Bäume

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BeitragVerfasst: Sonntag 8. Oktober 2017, 12:44 
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plinse hat geschrieben:
Marioo hat geschrieben:
Ja das bringt schon wirklich was, aber es ist halt eine sehr teure variante


Musst du es zahlen oder bist du der Mann an der Säge?

Das "teuer" betonst du in beiden Postings... sind es "deine Kosten" oder ist es "deine Sicherheit" ;) ?

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Hotzenwaldlogger hat geschrieben:
...
Den Unterscheid macht doch, ob ich den Baum darunter stehend umgekeilt wird oder ob vorher ein
Windenseil angeschlagen wurde und der Baum umgezogen wird (nachdem sich der Säger in Sicherheit gebracht hat)

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Grundsätzlich teile ich deine Meinung - wenn die Bruchleiste hält... und unter Totholz stehen und einen Keil in den Baum treiben, mache ich selbst auch nicht.

Bäume mit viel Totholz sind auch im Holz (Stamm) oft nicht mehr die besten. Deshalb aus meiner Sicht ein "jein". Da sind ja auch stark zerfurchte Stämme dabei.

Und so wie Marioo in beiden Postings auf "sehr teuer" und im ersten Posting auf noch mehr Details abhebt (der dauernd benötigte Rücker, arbeitsintensiv, ...), frage ich mich, was da gerade wen treibt.
Das Kuchenstück betrachte ich als ein "den Arbeiter kontrollierbar, zertifizierbar zu seiner Sicherheit zwingen". Wenn der Chef am Abend durch geht, hat er ein klares Kriterium ob "sicher gearbeitet wurde" UND sollte die Bruchleiste einsacken weil im Stamm was rott ist, ist da zumindest noch irgendeine Führung. Klar, wenn der Baum über eine i.O. Bruchleiste kippt, hebt sich das Kuchenstück schnell raus und wird wirkungslos. Hält die Bruchleiste aber nicht, spielt das Kuchenstück denke ich ganz gut zusammen mit einer Winde und reduziert das Risiko eines seitlichen weg rutschens... und sollte das Windenseil nicht hoch genug angeschlagen sein, entlastet das Kuchenstück auch die Bruchleiste vom seitlichen Zug...

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Beruflich im Forst herrscht Kostendruck - keine Frage.
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Mich erinnert das Kuchenstück irgendwie an die forsttechnische Umsetzung von "industriellen Sicherheitsstandards", wo "Kreativität und Übermotiviertheit als Fehlerquellen" gleich mit ausgeschaltet werden sollen.


Für mich sind in dem Sinne die kosten egal, ich profitiere von der Arbeitssicherheit

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BeitragVerfasst: Sonntag 8. Oktober 2017, 21:53 
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Registriert: Samstag 21. August 2010, 16:13
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Es ist teuer, weil es einfach aufwendig ist. Seil hinschleppen, anseilen ab einer gewissen Höhe in der Regel mit Leiter, kostet alles Zeit. WIrd in der Verkehrssicherung im Preis mitgerechnet, aber meistens nicht im Einschlag. Und die Gewinnspanne ist so knapp, dass da wenig Spielraum bleibt.

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Ein paar Bilder hier
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Laß dir von keinem Fachmann imponieren, der dir erzählt: »Lieber Freund, das mache ich schon seit zwanzig Jahren so!« - Man kann eine Sache auch zwanzig Jahre lang falsch machen


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BeitragVerfasst: Mittwoch 11. Oktober 2017, 21:57 
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Registriert: Donnerstag 14. Januar 2010, 22:17
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Hallo zusammen. Bei uns in BaWü unterschneiden wir auch das "Halte/Stützband" negativ. Das hat den einen Grund, dass der Fäller in aller Ruhe in die Rückweiche gehen kann. Die Fasern des Baumes sind durchtrennt und der Baum bleibt aber trotzdem auf dem Stock stehen. Der Rücker kann nun den Baum umziehen. Das wurde hier ja schon richtigerweise erwähnt. Besonders bei Rückhängern, die aber in die andere Richtung fallen sollten, wird diese Technik häufig angewendet. Man lernt nie aus, besonders bei der Waldarbeit..

Viele Grüße

Mike


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