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 Betreff des Beitrags: Re: Borkenkäfer Situation 2019
BeitragVerfasst: Sonntag 30. Juni 2019, 21:24 
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Hallo,

ist eine sehr schöne Baustelle. Mittleres Holz, einfach klasse.

Für 70 Euro/fm wäre bei mir sogar die Entsorgung dabei :am Boden:

Mit bestem Gruß


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 Betreff des Beitrags: Re: Borkenkäfer Situation 2019
BeitragVerfasst: Montag 1. Juli 2019, 06:06 
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Vielleicht wollen die Eigentümer auch das sich ihr Stück Wald wieder in einen ursprünglichen Zustand entwickelt? Wäre in der heutigen Zeit nicht so ungewöhnlich... :pfeifen:

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 Betreff des Beitrags: Re: Borkenkäfer Situation 2019
BeitragVerfasst: Montag 1. Juli 2019, 07:28 
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sehr witzig... :roll:

So wie auf den Bildern oben sieht es bei mir im Tal auch über weite Strecken aus, seit mehreren Jahren!

Der lokale Förster ist ne faule S.. und macht nix, aber rein garnix!
Im Dunkeln sollte der aber langsam aufpassen, es gibt auch Waldbesitzer, die sich kümmern und das garnicht witzig finden,
das da dem Gesetz nicht genüge getan wird.
Hat nicht jeder soviel Geduld wie ich.
Wie schon erwähnt, habe ich ich bis jetzt noch Glück, hab aber auch Grund zur Sorge.

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 Betreff des Beitrags: Re: Borkenkäfer Situation 2019
BeitragVerfasst: Donnerstag 4. Juli 2019, 21:50 
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Sieht brutal aus. Die Bäume ohne Rinde und Nadeln sind aber nicht mehr das Problem. Viel schlimmer sind die absterbenden Bäume mit Schädlingsbefall. Auf diese müsste man sich konzentrieren. Solche starken Ausfälle von Kiefern habe ich aber bisher noch nicht gesehen :KK: . Bei mir in Kärnten ist die Kiefer eher Zukunftsbaum für Flächen unter 600 - 700 m Seehöhe. Wo die Fichte an den Borkenkäfern oder der Trockenheit scheitert ist bei uns an den Kiefern und am Laubholz praktisch nichts zu erkennen. Schlimmer als die Borkenkäfer ist eher das Wild, daß eine Mischwaldverjüngung nicht zulässt. Der Wildbestand müsste um 90 - 95 % verringert werden. Die größten Verpächter der Jagden, Katholische Kirche und österr. Bundesforste haben aber wenig Interesse daran :DR: .


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 Betreff des Beitrags: Re: Borkenkäfer Situation 2019
BeitragVerfasst: Freitag 5. Juli 2019, 22:26 
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Vielleicht nicht 100% passend zum Borkenkäfer, aber doch passend zum „trockenheitsgetressten“ Buchenbestand:

https://www.google.de/amp/s/www.tlz.de/ ... ervice=amp

Falls hier nicht passend, bitte verschieben.

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Gruß Thomas


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 Betreff des Beitrags: Re: Borkenkäfer Situation 2019
BeitragVerfasst: Samstag 6. Juli 2019, 12:36 
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Eingehende Laubbäume sind mir bei uns auch schon aufgefallen.
Wir haben schon nicht viele Laubbäume stehen, dann vertrocknen davon auch noch einige.
Es stehen viel junge Eichen ohne Blätter mit 15-20 cm Durchmesser bei uns im Wald.
Das einzige was wächst sind die Sch.... Brombeerbüsche.

Gruß aus dem trockenen Randsachsen.


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 Betreff des Beitrags: Re: Borkenkäfer Situation 2019
BeitragVerfasst: Samstag 6. Juli 2019, 22:21 
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Bei uns gehen auch schon die ersten Buchen ein. Zum Jammern...

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VG Lukas :wink:
Immer fleißig am :handbetrieb:


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 Betreff des Beitrags: Re: Borkenkäfer Situation 2019
BeitragVerfasst: Mittwoch 10. Juli 2019, 08:25 
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Bei mir auch, kein einziges grünes Blatt mehr BHD 50cm und letztes Jahr
noch volles Blattwerk!... Erste Elsbeere ist auch vertrocknet!


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Viele Grüße Carsten


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 Betreff des Beitrags: Re: Borkenkäfer Situation 2019
BeitragVerfasst: Mittwoch 10. Juli 2019, 09:26 
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Wohnort: im wilden Süden
Hallo,

mein Bruder hat seit letzten Sommer als das mit den Borkenkäfern losging gleich reagiert und losgelegt. Hat insgesamt um die 300 FM geschlagen. Bei den 15 ha Wald die er bewirtschaftet, sind aber auch Stücke dabei, wo überwiegend als Mischwald zu bezeichnen sind. Auch da sind die Fichten befallen. Die Hoffnung, dass der Winter genug Niederschlag bringt um das Problem für dieses Jahr beherschbar zu halten, wurde leider nicht erfüllt. Es geht weiter.


Da muss noch einiges weg, wobei das eigentlich eine gute Waldlage ist, Nordhang, schönes langes Holz
Bild

einiges sit schon gefällt, im Hintergrund sind auch "Nester" zu sehen.
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Selber Standort nur etwas rangezoomt.
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Prognose meines Bruders nach aktueller Lage, 100 - 200 FM werden es wohl wieder werden. Bei den Temperaturen in den Wald, teilweise starke Hanglagen und dann die Preise, da kann man sich ausmahlen wie hoch der "Spaßfaktor" ist. Die Bilder sind auf etwa 600 müM entstanden. Tiefer unten im Rheintal, da sieht es noch schlimmer aus.
Wie sagte mein Vater doch immer. "Da wo sonst nicht´s wächst, da steht halt Wald". Was kommt aber nach dem Wald?

Gruß Clemens

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 Betreff des Beitrags: Re: Borkenkäfer Situation 2019
BeitragVerfasst: Mittwoch 10. Juli 2019, 09:59 
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Nach Wald kommt Erosion.

Kann man sich in Spanien anschauen, dort haben sie im Mittelalter alle Bäume abgehackt und nicht aufgeforstet...

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 Betreff des Beitrags: Re: Borkenkäfer Situation 2019
BeitragVerfasst: Donnerstag 11. Juli 2019, 06:28 
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Bericht auf Wetter online....

https://www.wetteronline.de/wetterticke ... 7103003198

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Viele Grüße Carsten


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 Betreff des Beitrags: Re: Borkenkäfer Situation 2019
BeitragVerfasst: Freitag 12. Juli 2019, 08:34 
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Nach dem Wald wird es vermutlich noch trockner.


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 Betreff des Beitrags: Re: Borkenkäfer Situation 2019
BeitragVerfasst: Samstag 13. Juli 2019, 22:16 
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Das mit den Buchen habe ich auch mit Sorge gelesen - vor allem ist es hier im Wald stellenweise auch zu sehen...

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 Betreff des Beitrags: Re: Borkenkäfer Situation 2019
BeitragVerfasst: Samstag 13. Juli 2019, 23:09 
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... die Sorgen hab ich nicht mehr, die hab ich schon zu Grabe getragen.
Setz deine Katze mal in einen Mikrowellen Herd (besser Poppkorn :) ) und du wirst sehen,
so wird es unseren Wäldern( immer mehr) gehen, wenn wir nicht alle unsere Funknetze abschalten!
Ach ich weiß, Insekten lieben das Licht den sie wissen nicht das sie in der Flamme Verbrennen. :groehl:


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 Betreff des Beitrags: Re: Borkenkäfer Situation 2019
BeitragVerfasst: Sonntag 14. Juli 2019, 08:03 
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Im Harz sieht’s auch nicht gut aus. Hier ein Bild von der Rappbodetalsperre, Blickrichtung Brocken. Und da liegt schon so viel Holz, welches noch nicht abgefahren wurde.


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 Betreff des Beitrags: Re: Borkenkäfer Situation 2019
BeitragVerfasst: Sonntag 14. Juli 2019, 12:44 
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Wir waren nach Ostern Im Harz.
Im Nationalpark rund um den Brocken wird die Natur sich selbst überlassen(schon seit Jahren), nur an Straßen,
Wanderwegen und der Bahnlinie wird eingegriffen, damit niemand zu schaden kommt.
Es braucht seine Zeit, an manchen Stellen sieht man schon, das dieses Variante der natürlichen Regulierung funktioniert.
Ist aber für einen wirtschaftlich genutzten Wald nicht praktikabel.
Die Waldbesitzer die an den Nationalpark angrenzen, sind sicher auch nicht zu beneiden.

mfg Micha


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 Betreff des Beitrags: Re: Borkenkäfer Situation 2019
BeitragVerfasst: Sonntag 14. Juli 2019, 16:13 
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Moin,
das kam mal in einem Bericht, dass im Nationalpark Harz auch so eingegriffen wird, dass die Nachbarn "keinen Grund zur Klage haben" ;)

Andererseits zeigt es ja das Bild - die Fichte geht großflächig ein.

Zitat:
Es braucht seine Zeit, an manchen Stellen sieht man schon, das dieses Variante der natürlichen Regulierung funktioniert.


Naja...
Mag sein, dass es an einigen Stellen wieder grün wird, es sieht aber unverändert trostlos aus und wo früher Fichtenmonokultur war, da kommt auch nicht wirklich was anderes nach als Fichte.
Natürlich kann die Natur sich selbst helfen - wenn man die Natur aber zuvor massiv aus dem Gleichgewicht gebracht hat, dann "tickt die Natur da auch in natürlichen Zeitspannen". Ich glaube nicht, dass ich noch erleben werde, dass im Harz schöne Wälder wachsen - und ich bin "erst Anfang 40"...
Ich habe als Kind den ersten Niedergang des Fichtenwaldes um den Torfhaus rum erlebt, "Borkenkäferbefall", überall standen Käferfallen, ...
Die toten Bäume von damals sind jetzt weitgehend umgefallen und verrottet.
Der nächste Schritt ist jetzt, dass die Naturverzüngung danach immer noch dominiert wird von der Fichte und jetzt kommt wieder eine Welle Borkenkäfer, die dahin rafft, was damals überlebt hat. Das Bild von W201 zeigt ja die Käfernester in den alten Bäumen, die flachen Jungbestände dazwischen sind grün.

Für die Zukunft von Fichten in der Zukunft vom Wald sehe ich recht schwarz. Speziell hier im Norden! Das rafft innerhalb meines Lebens zum wiederholten mal etwa die Hälfte vom Bestand weg. Dass man noch mal "forstwirtschaftlich geplant" Fichten verkaufen kann, bevor eine Käferwelle sie auf halbem bis 3/4 Weg dahin weg rafft, darauf würde ich Geld, das ich zu verantworten hätte, nicht verwetten.

Aus dem Mund meines Försters spricht eh zu sehr die heutige Holzwirtschaft und nach meiner Meinung ändert sich das Klima schneller als wir Pläne mit Tragweite über mehrere Generationen "erfahrungsbasiert anpassen können".
Die Holzwirtschaft will ihre Maschinen/Sägewerke nicht umstellen, die arbeiten am liebsten so lange nach Schema F wie es geht.
Im Wald trage ich aber mein eigenes Risiko. Wenn ich den Baum nicht zur Hiebreife bekomme, zahlt mir die Holzwirtschaft auch kein Geld.
Die Sägewerke tragen sogesehen nicht wirklich das Risiko, das von ihrem Wunsch nach Fichte ausgeht.

Ob die Waldbesitzer gut beraten sind, diesem Wunsch einfach nur zu folgen, auch wenn für mich sehr fraglich ist, ob dieser überhaupt zu erfüllen ist, das muss sich jeder Waldbesitzer selbst überlegen.
Man geht natürlich auch das Risiko ein, dass man jetzt wunderschöne Alternativen pflanzt - Roteiche, Rotesche, Schwarznuss, Robinie, Tulpenbaum, ... und die entweder einen Schädling finden, den man heute noch nicht als solchen kennen oder hinterher will das Holz keiner haben, weil die Sägewerke lieber Fichte aus Gegenden importieren, wo die Fichte sich hat halten können oder was auch immer passieren kann...

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 Betreff des Beitrags: Re: Borkenkäfer Situation 2019
BeitragVerfasst: Sonntag 14. Juli 2019, 17:02 
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Eike, die Risiken und Chancen bei Fichte sehe ich ganz genau so wie Du. Allerdings rät hier auch kein Förster mehr, Fichte zu pflanzen. Selbst in Wäldern mit geringem Fichtenanteil siehst Du in Südniedersachsen genau, wie viele das sind. Die sind nämlich fast alle braun und daher leicht auszumachen.

Die nordamerikanischen Alternativen stehen nicht in Konkurrenz zur Fichte, weil das kein Konstruktionsholz ist. Das ist Edel-/Möbelholz, also Konkurrenz zu Eiche, Esche, Buche, Nuss und Kirsche (wenn die mal wieder gefragt ist). Sägewerke, die vorzugsweise Fichte verarbeiten wollen, werden sich wohl noch 2 Jahrzehnte mit Kalamitätsholz oder Ostimporten versorgen können.

:)

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 Betreff des Beitrags: Re: Borkenkäfer Situation 2019
BeitragVerfasst: Sonntag 14. Juli 2019, 19:58 
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Beiträge: 126
Bild

An der Stelle habe ich das Foto gemacht.

Bild

Erschreckend ist halt der Vergleich mit letztem Jahr, in diesem Fall der 28.6.18 und in diesem Jahr fehlt da auch wieder einiges an Niederschlag, sagte mir ein Kommunal-/Forstarbeiter der dort wohnt. Ich komme nicht von dort.
Mal sehen, wie die Flächen im nächsten Jahr aussehen...


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 Betreff des Beitrags: Re: Borkenkäfer Situation 2019
BeitragVerfasst: Sonntag 14. Juli 2019, 21:33 
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Beiträge: 9317
Wohnort: Braunschweig
Also 2018:
w201 hat geschrieben:
...
Bild
...

... und 2019:
w201 hat geschrieben:
Bild...


Ich kopiere es mal direkt übereinander, damit man es besser sieht.

Tja und für mich kommt noch "Faust zweiter Teil dazu":
Auch 2018 waren da schon riesige Freiflächen bzw. Jungwald. Das dürfte die Wiederaufforstung nach den Kalamitäten vor 20-30Jahren sein. Wie gesagt, in meiner Kindheit/späten Kindheit war das auch massiv Thema... dann diverse Stürme mit Flachwurzlern... in den ersten ~40 Jahren halten sie die Stürme ja aus ;) ... aber da will man sie noch nicht verkaufen :roll:

Solche Meinungen, wir haben das Thema ja gerade in mehreren Threads, halte ich deshalb für mehr als optimistisch:
Quitteck hat geschrieben:
Auch früher sind die Fichten schon eingegangen wenn das Frühjahr und der Sommer trocken waren.
Anfang der 90er Jahre hatten wir auch mal 2-3 Jahre sehr trockene Sommer. Denke nicht das die Fichte jetzt auf alle Zeit aus unseren Wäldern verschwunden ist. Versuch mal im Herbst neu zu bepflanzen, das is meistens günstiger. Wenn die Fichte da vorher schon gut gewachsen is, wird ja eh noch Naturverjüngung kommen.
...

@Lothar: Mögen es die Förster nicht raten, einige, die durchaus im Thema stecken aber schon und gelesen habe ich die Meinung hier im Forum schon öfter... und sei es, dass sich viele solche Umbrüche nicht vorstellen können.

Um forstwirtschaftlich auf seine Kosten zu kommen, muss man ja einen ausreichenden Anteil der Bäume zur abschließenden Hiebreife bekommen und das braucht 50+ Jahre. Kommt auch nur wenige Jahre zu früh ein kerniger Sturm oder der Käfer als Massenphänomen, sind Marktlage und/oder Qualität dahin.

Eichsi hat geschrieben:
...
Die nordamerikanischen Alternativen stehen nicht in Konkurrenz zur Fichte, weil das kein Konstruktionsholz ist. Das ist Edel-/Möbelholz, also Konkurrenz zu Eiche, Esche, Buche, Nuss und Kirsche (wenn die mal wieder gefragt ist). Sägewerke, die vorzugsweise Fichte verarbeiten wollen, werden sich wohl noch 2 Jahrzehnte mit Kalamitätsholz oder Ostimporten versorgen können.

:)


Tja, der Markt braucht aber überwiegend Konstruktionsholz - wenn ich so bedenke, wie viel Holz bei mir im Dachstuhl steckt und wie viel als Möbel in den Räumen steht ;)

Gut, die Buchen bekommen so langsam auch Probleme, ich drücke Dir die Daumen, dass Ihr aufs richtige Pferd setzt, das Holz bis zur Hiebreife bekommt UND es geregelt und geplant verkauft bekommt - also nicht kalamitäten-entwertet.

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