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BeitragVerfasst: Mittwoch 7. April 2021, 15:13 
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Mahlzeit, oder wie der gemeine Siegerländer sagt: Gonn Dach,

die Ausbildung ist mega interessant. Dank Borkenkäfer machen wir viel Holzernte. Leider fast nur Fichte, weil bei uns im Revier gibts kaum noch Buchenbestände, die nicht unter Naturschutz stehen :heulen: Was anderes als Fichten und Buchen gibts hier im Siegerland eigentlich nicht, jedenfalls nicht in größeren Mengen (außer Birke, Weide und Eberesche :hihi: ).

Der Stoff in der Theorie ist extrem vielseitig und komplex. Wie überall wird man vieles nicht brauchen, aber gerade wenn man sich dafür wirklich interessiert, ist das meiste hochinteressant. Der Seeangler hat ja oben einiges aufgelistet...

Der Bereich "Ausbildung" wird bei unserem Forstamt sehr ernst genommen, wir haben eine großzügige Halle für 2 Ausbildungsreviere, eine TOP-Ausstattung, jeder Azubi bekommt eine NEUE Fällsäge und eine NEUE Astungssäge (500i und 550 MK2).

Neben der Holzernte sind die Hauptarbeiten Schlagpflege, Jungbestandspflege, Gatterbau, Gatterabbau, Schädlingsbekämpfung und Jagdunterstützung (Hochsitzbau, Schussschneisen anlegen, bei den Drückjagden helfen etc.). Außerdem machen wir die Holzaufnahme selbst, was zurzeit sehr viel Arbeit ist wegen der unglaublichen Holzmengen.

Das einzige negative ist, dass die Berufsschule in Arnsberg ist und ich dann immer für die Unterrichtsblöcke in die Jugendherberge muss. Zwei Stunden Fahrt pro Strecke sind mir zu weit :ohman:
Da aber Berufsschulunterricht derzeit eh nur online stattfindet, ist das auch wieder halb so wild.

Joa, das wär mal so der aktuelle Stand.

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Gruß
Freddy
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und auf der Arbeit: Husky 550 XPG Mk 2, Stihl MS500i


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BeitragVerfasst: Mittwoch 7. April 2021, 18:06 
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Registriert: Sonntag 22. September 2019, 18:17
Beiträge: 2145
Wohnort: Kreis Euskirchen
Ich lese gerade interessehalber den "Forstwirt" durch. Wirklich sehr interessant. Fängt bei Adam und Eva an, und so gehört sich das auch, wenn man eine gute Basis legen will.

Viel Erfolg bei der Lehre, trotz Fernunterricht der Berufsschule.

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BeitragVerfasst: Donnerstag 8. April 2021, 20:53 
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Wohnort: Siegen
Vielen Dank!

Den Beruf von der Pike auf zu lernen war für mich der Hauptgrund, nach 10 Jahren Berufsleben noch mal eine Ausbildung anzufangen. Es hängt natürlich vieles vom eigenen Einsatz, vom Ausbildungsbetrieb und von den Lehrern ab, aber wenn das passt, lernt man unglaublich viel interessantes Zeug. Bei uns in der Rotte herrscht auch ein gutes Verhältnis untereinander und eine gute Motivation (vor allem für den öffentlichen Dienst :hihi: ). Unser Revierförster ist auch ein super Vorgesetzter und daher passt einfach alles.

Holzernte ist natürlich so die schönste Arbeit, aber wenn alles andere passt, lässt sich selbst ein verschissener alter Zaun abbauen :ohman:

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Gruß
Freddy
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BeitragVerfasst: Dienstag 13. April 2021, 15:50 
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Beiträge: 442
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Hört sich gut an. Da erinnere ich mich gerne an die schönen Wochen zurück, welche ich bei den Staatsforsten (BaySF) verbringen durfte.
Vielleicht kannst ja mal noch ein paar Bilder bringen.
Ich finde die Ausstattung und Ordnung in Staatsbetrieben oder auch der bayr. Waldbauernschule in Kelheim sehr interessant. :klatsch:

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Folgt mir auf Instagram um immer aktuelle Bilder als erstes zu sehen schorsch_91 auf Instagram

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BeitragVerfasst: Dienstag 13. April 2021, 16:09 
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Registriert: Donnerstag 25. Oktober 2018, 14:15
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Wohnort: Mölln (Schleswig Holstein)
mogpaul hat geschrieben:
Der Bereich "Ausbildung" wird bei unserem Forstamt sehr ernst genommen...


Das kann ich so nur nochmal bestätigen, alle Betriebe die ich kenne inklusive meinem nehmen sich sehr viel Zeit und Geduld für die Ausbildung und stellen auch vernünftige Ausrüstung.

So habe ich zB als Azubisägen in der Firma eine Husqi 550, eine Husqi 576, eine Stihl 462 und eine Husqi 395. Da kann man sich wirklich nicht beschweren. Auch an der PSA wird nicht gegeizt, mein Chef sagt ich bin für (mindestens) drei Jahre da und es gibt jedes Jahr einen neuen Satz PSA, warum sollte ich da schlechtere Sachen bekommen als die Gesellen? Habe dementsprechend aktuell viel von PSS und Schuhe von Meindl (Airstream und Airstream Rock) und demnächst auch Husqvarna Technical Extreme da die Pss Sachen doch relativ schnell auf sind. In den Betrieben meiner Mitazubis sieht das alles sehr ähnlich aus, also wirklich kein Grund zur Klage.

Auch inhaltlich ist zumindest mein Betrieb top, wir machen etwa alle 3-4 Monate ein Ausbildungsgespräch und gucken was wir nach Rahmenplan noch machen müssen und setzen das auch tatsächlich um und nehmen uns die Zeit dafür. Auch wenn man fürs Herbarium mal ne Woche braucht oder zwei drei Tage fürs Berichtsheft ist das kein Problem.

Dementsprechend kann ich zumindest in Schleswig Holstein eine Ausbildung wirklich empfehlen, wenn man hört wie das in anderen Berufen so abläuft leben wir Forstazubis hier den Traum.

_________________
Stolzer Besitzer von 35 Sägen, drei Freischneidern, einem Rindenhobel und einem Trennschleifer der Firmen Stihl, (Sachs-)Dolmar, Solo, Dolpima, Columbia, Mafell und Skilsaw.


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BeitragVerfasst: Donnerstag 15. April 2021, 17:13 
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Registriert: Sonntag 6. März 2016, 11:47
Beiträge: 72
mogpaul hat geschrieben:
Danke für die Tipps YES

Gibts zum Thema "Pflanzenbestimmung" ein Standardwerk? Allgemein gibts ja etliche Bücher dazu, aber ob die alle was taugen...


Ich selber habe mir die Bücher von Amann gekauft die sind sehr detailgetreu in den Zeichnungen: ,, Bäume und Sträuche des Waldes" heißt das.


War das viel Arbeit, den Stoff nachzuholen?


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