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BeitragVerfasst: Mittwoch 18. Juli 2018, 16:20 
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Hallo,
habe einen Kleinwald erworben und bin seither am Lektüre lesen, Planen und
Wald inspizieren! Würde gerne hier meine Erfahrungen und Fragen posten, vielleicht
hilft dies auch Anderen, die sich nur nicht trauen, sich zum Affen zu machen mit dummen
Fragen :hihi: ;)
Sollte es zu viel werden bitte ich um kurzen Hinweis :GG:

Vorwiegend Laubwald ca. 0,5 ha: Erntereifer Bestand an Eichen und Buchen (seit 1955 so gut wie nichts mehr gemacht)
Auf einem zuletzt in den 90er Jahren befahrenen Waldweg wächst ein enormer Nachwuchs an Jungpflanzen.
Alles sehr eng aufeinander, aber in großer Anzahl.
Ist es realistisch diese auszubuddeln und sinnvoll zu versetzen? Wie und wann wäre dies am sinnvollsten?

Bild

Bild

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Viele Grüße Carsten


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BeitragVerfasst: Donnerstag 19. Juli 2018, 06:53 
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Hallo Carsten,
Zuerst einmal: Erntereife Buchen und Eichen?
Das heißt Brusthöhendurchmesser von 80cm+?
Das Dauert bei Buchen etwa 120, bei Eichen auch einmal 200 Jahre
Laubholz kann im Endeffekt eigentlich fast nicht stark genug sein

Zu deiner Frage bezüglich dem Umsetzen von Bäumen:
Grundsätzlich möglich, mache ich auch.
Die Buche auf dem Bild sieht 4-5-jährig aus
Da könnte es schon schwierig werden, da es sehr wahrscheinlich ist, dass du die Herzwurzel durchtrennst
Ich würde dabei eher nach 1-3-jährigen Bäumchen suchen
Die bekommst du leichter raus und wieder rein
Wichtig dabei: nicht einfach ausreißen, sondern wirklich ausgraben
Beim Pflanzen dann ein entsprechend großes Loch graben und die wurzeln ohne Knicken und Drehen einbringen
Das Hohlspatenverfahren scheint hier am geeignetsten, wenn es der Boden hergibt :guck:

Geht ja wohl kaum auf Stückzahl/Zeit ;)

Die kleinen Fichten... nunja
Ich nehme einmal an, dein Wald liegt unter 500m ü. NN?
Dann wird es keinen großen Sinn machen, auf Fichten zu setzen
Ich mag sie, aber ändert nichts an der Situation, deswegen eine rein objektive Betrachtung
Am besten wird sein, sie nicht gezielt zu fördern, aber mit wachsen zu lassen - vielleicht werden ja doch ein paar schön
Wenn sie aber den Konkurrenzkampf verlieren, nicht krampfhaft versuchen, sie zu retten

Die typischen Pflanzzeiten sind Herbst und Frühling - Ende Oktober bis zum ersten Frost und März bis zum Blattaustrieb
Ich persönlich bevorzuge den Herbst
Habe dieses Jahr das erste mal im Frühling gepflanzt und prompt hat der Niederschlag gefehlt - einiges eingegangen
Und zwischen dem Ausgraben und wieder Pflanzen niemals die Wurzeln trocken werden lassen (aber auch nicht in einen Eimer Wasser stellen)!
Am besten in ein feuchtes Handtuch schlagen und zur Ziwschenlagerung, falls nötig, irgendwo in einen Erdhaufen setzen


Vielleicht hilft dir das ein wenig ;)

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Grüße
Daniel
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BeitragVerfasst: Donnerstag 19. Juli 2018, 15:17 
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Viele Grüße Carsten


Zuletzt geändert von bambo am Donnerstag 19. Juli 2018, 15:22, insgesamt 1-mal geändert.

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BeitragVerfasst: Donnerstag 19. Juli 2018, 15:21 
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Hallo Daniel,
vielen Dank für Deine ausführlich Antwort!
Zur Erntereife... Da habe ich mich falsch ausgedrückt. Für mich erntereif, diese Bäume
stehen so eng, dass durch die komplett dichten Kronen einige davon raus sollten.
Welche wie und was wird sich nach der Beratung durch den Revierförster ergeben.
Das Hohlspatenverfahren werde ich probieren, kleinere Buchentriebe sind in Hülle und
Fülle vorhanden.
Bild
Durchforsten scheint in teilweise dringend notwendig... Ist in einem Bereich in dem durch einen Sturmschaden die Kronen Lichteinfall zulassen.

Bild
Kann ich den kleinen Trieb rausnehmen, oder laufe ich Gefahr wegen Wurzelfäule und lieber wachsen lassen?


Bild
Ist das ein Rückeschaden? Würde mich eigentlich wundern den dann wiederum würde dort jemand rücken der dort nichts verloren hat!

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Viele Grüße Carsten


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BeitragVerfasst: Donnerstag 19. Juli 2018, 19:01 
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Ich kenn jetzt deinen Wald nicht, und kann nicht einschätzen wie groß deine Bäume schon sind. Aber anfangs sollten die Bäume schon dicht stehen, hast Du zu viel Luft bekommst Du Büsche und keine hohen halbwegs astfreie Bäume.

Zum verpflanzen: selber bin ich kein Freund vom versetzen, da immer irgendwelche Wurzeln beschädigt werden.
Bei mir hab ich das Glück das alles mögliche aufgeht. Wenn irgendwo ne Buche, Eiche usw.. aufgeht, lass ich die stehen und fördere die.

Zum letzten Bild: kann vieles sein. Vom Rückeschaden über Motocrossfahrer, n Tierchen das ein wenig geknabbert hat usw...

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Gruß Chris
(Anonymer Holzmessie, aus ärztlicher Sicht unheilbar)
Mein Fuhrpark: Schnittschutzapp, Motorsägenapp :stihl: 170D :shock: und noch n paar weitere

http://forum.motorsaegen-portal.de/view ... =6&t=82077


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BeitragVerfasst: Freitag 20. Juli 2018, 15:28 
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Wohnort: 96332 Pressig im wunderschönen Frankenwald
Ach so meinst du das :lol:
Bei den Buchen auf dem Foto würde ich gar nichts machen
Wie Chris schon geschrieben hat, wenn du zu früh rein gehst, werden es Büsche und keine Bäume
Hätte jetzt gesagt unter 5cm BHD bei Buchen gar nichts machen
Habe mit Laubholz aber nicht allzu viel Erfahrung, da hilft dir aber sicherlich dein Förster ;)

Auch das mit dem kleineren Trieb und Wurzelfäule
Kann passieren, muss nicht
Wenn der große sowieso nur Brennholz werden wird, kannst du den kleinen ja entnehmen, warum nicht
Der kleinere wird den größeren aber wohl kaum großartig bedrängen

Bei dem Schadensbild würde ich auf Grund der Höhe und Ausfransung auch auf einen Rückeschaden tippen
So wie das aber überwallt ist, ist das bestimmt schon über 10 Jahre her
Kann aber natürlich auch irgendetwas anderes gewesen sein
Umgestürzter Baum beispielsweise

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Grüße
Daniel
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BeitragVerfasst: Samstag 21. Juli 2018, 22:22 
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Registriert: Samstag 5. März 2016, 21:17
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bambo hat geschrieben:

Bild
Durchforsten scheint in teilweise dringend notwendig... Ist in einem Bereich in dem durch einen Sturmschaden die Kronen Lichteinfall zulassen.



Da würde ich auch noch nicht großartig viel machen, höchstens ein wenig Zwiselschnitt.
Rotbuchen brauchen ja in diesen alter noch wenig Licht, wichtiger ist eine gute Schaft/Stamm ausbildung und die ist bei Rotbuchen besser im Dichtstand zu erzielen.

Meinung,
gruß


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BeitragVerfasst: Sonntag 22. Juli 2018, 01:58 
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Beiträge: 6124
Wohnort: Süddeutschland
Die Buchen differenzieren sich schon von selbst aus. Das Umsetzen von Wildlingen will gut vorbereitet sein. Bei größeren wäre mir das aber zu aufwendig, so einjährige sind gut machbar. Wichtig ist, dass die Wurzeln nicht dem Wind ausgesetzt sind nach dem ausgraben. Du hast allerdings denFotos nach genug Verjüngung.

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Ein paar Bilder hier
http://forum.motorsaegen-portal.de/viewtopic.php?f=6&t=39560

Laß dir von keinem Fachmann imponieren, der dir erzählt: »Lieber Freund, das mache ich schon seit zwanzig Jahren so!« - Man kann eine Sache auch zwanzig Jahre lang falsch machen


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BeitragVerfasst: Mittwoch 25. Juli 2018, 16:42 
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Hallo zusammen,

das neben der Eiche auf dem 3. Bild sieht doch wie ne Elsbeere aus, die würde ich erhalten.


LG

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Charles Spurgeon


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BeitragVerfasst: Montag 6. August 2018, 09:50 
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Wohnort: Stuttgart
Hallo bambo,

wo genau befindet sich denn dein Wald? Ich frage als Stuttgarter Nachbar, Antwort oder Näheres auch gerne per PN :)
Eventuell ergibt sich ja auch mal die Möglichkeit zur Mithilfe in irgendeiner Art.

Gruß, Felix

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Gruß, Felix

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BeitragVerfasst: Montag 6. August 2018, 12:37 
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Beiträge: 16
Wohnort: Stuttgart
Hallo Felix,
zwischen BB und Herrenberg....
Im Moment versuche ich die Zufahrt zu klären. Die Wege und Zubringerpfade sind komplett
zugewachsen und nur noch im Lageplan sichtbar :oops: Da werde ich wohl mit dem Rückeschild
und dem Unimog rein müssen, dazu aber erst mal alle angrenzende Nachbarn informieren und befragen
ob jemand mitmacht. Zum Glück gibt es ein eingetragenes Überfahrrecht!

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Viele Grüße Carsten


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BeitragVerfasst: Mittwoch 8. August 2018, 13:13 
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Registriert: Sonntag 29. April 2018, 21:37
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Ah, ja dann. Wenn die Gassen und Wege so zu sind, besorg dir am besten nen Freischneider (gibt's auch leihweise) mit Dickichtmesser oder noch noch besser Rodungsblatt. Falls die Gassen mit sowas wie oben auf deinen Bildern vollstehen, hast du damit mehr Erfolg als mit der Säge.

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Gruß, Felix

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