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 Betreff des Beitrags: Nach dem Waldbrand...
BeitragVerfasst: Samstag 25. August 2018, 18:11 
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...wie geht es da weiter?

Habe gerade darüber nachgedacht, in Brandenburg sind ja erhebliche Flächen, rund 400 Hektar, verbrannt.
Teilweise wird das wohl Staatsgebiet, sicher aber auch teilweise in privater Hand sein.

Was kommt auf die privaten Besitzer zu? Gibt es dafür überhaupt Versicherungen?
Was machen mit den teilverbrannten Stämmen? Holzkohle?
Wie die Flächen aufarbeiten? Das dürfte teilweise recht gefährlich sein allein wg. der Standsicherheit.
Wie forstet man solche Flächen überhaupt wieder auf? Standardverfahren?
Welche Baumsorten eignen sich in dem sandigen Grund?

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 Betreff des Beitrags: Re: Nach dem Waldbrand...
BeitragVerfasst: Samstag 25. August 2018, 20:00 
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Moin

genau an sowas habe ich auch gedacht :KK:

Wer schön wenn uns hierzu jemand mal mit Sachverstand was zum Thema erklärt... :mekka:


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 Betreff des Beitrags: Re: Nach dem Waldbrand...
BeitragVerfasst: Samstag 25. August 2018, 23:14 
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Fairerweise muß man feststellen, daß hierzulande mit Flächenwaldbränden (zum Glück) keine Erfahrung vorliegt.
Das könnte sich aber in Zukunft ändern.

Egal warum, die Einstellung der Rekorde der heißesten und trockensten Sommer laut Statistik kommen immer häufiger vor.
Demnach auch die Möglichkeit von Flächenbränden.
Als Waldpfleger und Heger muß man auf Grund der langen Baumgenerationen weit in die Zukunft schauen und sich vorbereiten.

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 Betreff des Beitrags: Re: Nach dem Waldbrand...
BeitragVerfasst: Samstag 25. August 2018, 23:18 
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Zu der Versicherung.

Wir haben unter anderem eine Waldbrandversicherung, ist bei der Haftpflicht mitdrin. Einige "kleinere" und jüngere Waldstücke sind mit n Pauschalbetrag je Qm / Fm abgedeckt, Bei anderen mussten wir ne "Bestandsaufnahme" machen. Hier stehen dann sogar prozentual die einzellnen Baumarten drin.
Reich wird man natürlich nicht, man wird auch nicht mit n dicken Plus rausgehen, aber das gröbste ist abgedeckt wenn man eine hat.
In der Hoffnung die bezahlt :pfeifen: Müsste jetzt auch erstmal nachlesen was man so bekommt.
Also Waldbrandversicherung gibt es.

Auf sandigen Grund eignet sich u.a Birke. Aber die kommt irgendwann von allein

Antworten auf die anderen Fragen wären interessant.

Könnte mir vorstellen das die Fläche erstmal platt gemacht wird, eventuell abgetragen oder umgegraben und dann neu gepflanzt. Asche ist ja auch unter anderem Dünger.

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Gruß Chris
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 Betreff des Beitrags: Re: Nach dem Waldbrand...
BeitragVerfasst: Sonntag 26. August 2018, 10:13 
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Bei uns sind ja vor einigen Wochen auch 14-20 Hektar verbrannt da es sich um ein Bodenfeuer ohne große Flamme handelte sind dort nur relativ wenige große Bäume geschädigt worden.

Dem Wald an sich macht das Feuer nichts aus, im Gegenteil durch das abbrennen des Unterholz und der dicken Nadel und Humusschicht in Verbindung mit den Unmengen an Wasser ist die Vegetation schon wieder dabei zu grünen und zu sprießen. Quasi ein natürliche Verjüngungskur für den Wald.

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 Betreff des Beitrags: Re: Nach dem Waldbrand...
BeitragVerfasst: Sonntag 26. August 2018, 10:16 
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Das kommt darauf an, wieweit das Feuer den Bestockungsgrad absenkt.
Fällt er unter 0,4 (Fläche gilt als nicht mehr voll bestockt), muss binnen 36 Monate die volle Bestockung wieder hergestellt werden.

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Laß dir von keinem Fachmann imponieren, der dir erzählt: »Lieber Freund, das mache ich schon seit zwanzig Jahren so!« - Man kann eine Sache auch zwanzig Jahre lang falsch machen


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 Betreff des Beitrags: Re: Nach dem Waldbrand...
BeitragVerfasst: Sonntag 26. August 2018, 23:53 
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Die großen Bäume dürften immer noch als C durchgehen, sowie hier Käferholz. Ansonsten schätze ich, das sehr viel Samen das Feuer überstanden haben und im nächsten Jahr keimen. Ob es Zuschüsse gibt, muss man halt mit dem Forstamt klären.

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Gruß
Peter

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Sachs Dolmar 118, 123, 133, 143, 152, 153(2x), 166(4x), CA, CT, CC, CL, MC Culloch 15, 250, 300, 380, 740L, 795, 1-51, 1-72(2x), 1-86 gear drive, CP125(2x), SP125, SP125C, Pro Mac 6800, Stihl 041, 076AV, Solo Rex

Im Falle seines Falles erschlägt ein Baum dann alles!


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 Betreff des Beitrags: Re: Nach dem Waldbrand...
BeitragVerfasst: Montag 27. August 2018, 09:02 
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Mammutbäume pflanzen. Die brennen nicht :)

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 Betreff des Beitrags: Re: Nach dem Waldbrand...
BeitragVerfasst: Montag 27. August 2018, 11:00 
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Oder eher Korkeichen, die können auch Sand, Trockenheit und knallende Sonne gut ab
und sind gerade durch den Kork vor Feuer gut geschützt. Nur, ob die unsere Winter überstehen?
Das da noch viele Bäume aus dem Brandgebiet als Nutzholz verwendet werden können,
glaube ich eigentlich nicht.
Vielleicht gibt es hier ja einen aus der Gegend, der uns aus 1. Hand berichten kann?

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 Betreff des Beitrags: Re: Nach dem Waldbrand...
BeitragVerfasst: Dienstag 28. August 2018, 06:29 
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Da macht sich aus der Gegend momentan noch niemand Gedanken, das Feuer ist zwar inzwischen eingedämmt und unter Kontrolle aber es gibt immer noch Löscharbeiten.

Die ersten Abschnitte sind inzwischen der Landesforst zur Nachsorge übergeben.

Es wird also noch ein paar Tage dauern bis man sich ein genaues Bild von der Lage machen kann.

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 Betreff des Beitrags: Re: Nach dem Waldbrand...
BeitragVerfasst: Dienstag 28. August 2018, 08:06 
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Mitte der 1970-er Jahre hat es in der niedersächsischen Heide heftig gebrannt. Die Bundeswehr hat anschließend mit Pionierpanzern die verkohlten Reste zu Wällen zusammengeschoben. Die Flächen zwischen den Wällen wurden dann aufgeforstet.

In Brandenburg war die Rede von Altmunition, die zwischen den Bäumen liegt und noch explodieren könnte. Macht Arbeiten in dem Gebiet nicht eben einfacher.

:)

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 Betreff des Beitrags: Re: Nach dem Waldbrand...
BeitragVerfasst: Dienstag 28. August 2018, 12:49 
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Ja, an diese heftigen Brände in der Lüneburger Heide von 1975 kann ich mich auch noch persönlich erinnern. Das war für mich (damals Kind) schon ein seltsames Erlebnis: Meine Großeltern wohnten in einem Dorf bei Uelzen. Hinterm Haus ein großer Garten, dahinter ein Bach. Auf der anderen Seite des Baches ein schmales Feld, dann der Kiefernwald - und der stand lichterloh in Flammen.... Da habe ich zum ersten (und bisher letzten) Mal die gelben französischen Löschflugzeuge gesehen, die waren da auch im Einsatz. Aufgetankt haben die im Steinhuder Meer.
Die Straße B191 durch die Wälder zwischen Uelzen und Celle war danach streckenweise gesperrt: Asphalt durch die Hitze geschmolzen..

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Trecker: ISEKI TH 4335 AL und (vom Verein) Massey-Ferguson 6245;
TAJFUN EGV 35A Rückewinde; BALFOR (Scheifele) Zapfwellenhäcksler; BECCHIO & MANDRILE Mulcher;
AGRITEC Bodenfräse; CECCATO Bull Zapfwellenspalter
Forst-, Weiden- und Reitbahnservices beim http://www.rsv-neuss.de

Bilder gibt es hier: viewtopic.php?f=6&t=90310


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 Betreff des Beitrags: Re: Nach dem Waldbrand...
BeitragVerfasst: Dienstag 28. August 2018, 15:00 
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oder einfach warten. Die Natur regeneriert sich von selbst. Sogar automatisch mit heimischen und dem Standort angepassten Pflanzen und sogar ohne Monokultur.

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 Betreff des Beitrags: Re: Nach dem Waldbrand...
BeitragVerfasst: Dienstag 28. August 2018, 17:47 
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stimmt wohl, aber in der gegend sind wohl öfter starke winde.

könnte sein das der verbrannte boden vorher weggeweht wird bevor neuer bewuchs vorhanden ist

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meine frau sagt die hälfte reicht ?


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 Betreff des Beitrags: Re: Nach dem Waldbrand...
BeitragVerfasst: Mittwoch 29. August 2018, 06:01 
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MarkusB1994 hat geschrieben:
oder einfach warten. Die Natur regeneriert sich von selbst. Sogar automatisch mit heimischen und dem Standort angepassten Pflanzen und sogar ohne Monokultur.


Tja, in Brandenburg regeniert sich da v.a. die Traubenkirsche.

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 Betreff des Beitrags: Re: Nach dem Waldbrand...
BeitragVerfasst: Mittwoch 29. August 2018, 08:55 
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sieht schon krass aus :roll:
https://www.bz-berlin.de/media/waldbraende-in-brandenburg-5


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 Betreff des Beitrags: Re: Nach dem Waldbrand...
BeitragVerfasst: Mittwoch 29. August 2018, 12:38 
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WTF?! :krank:

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 Betreff des Beitrags: Re: Nach dem Waldbrand...
BeitragVerfasst: Donnerstag 30. August 2018, 13:38 
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30. August 2018, 11:52 Uhr
Brände in Brandenburg
Forscher sieht verkohlten Wald als Chance
Ungefähr 400 Hektar Wald sind in Brandenburg verbrannt, Dörfer mussten evakuiert werden. Schuld sind auch die Kiefern-Monokulturen. Ein Forstexperte hat eine Idee, was mit den abgebrannten Flächen geschehen soll.
Meterhohe Flammen, tagelang glimmende Glutnester: In Brandenburg brannte zuletzt Wald auf einer Fläche von rund 400 Hektar. Der Geruch war zeitweise sogar in Berlin wahrzunehmen. Doch nach einem verheerenden Feuer muss der betroffene Wald nicht komplett abgeschrieben werden.
"Grundsätzlich kann sich der Wald über natürliche Entwicklungen wieder erholen", sagte der Naturschutzwissenschaftler Pierre Ibisch von der Eberswalder Hochschule für nachhaltige Entwicklung. Je nach Schädigung dauere es aber Jahrzehnte, bis wieder ein produktiver Wald entstanden sei.
Es hänge von vielen Faktoren ab, wie sich der Wald nach einem Brand entwickele - "wie stark hat das Feuer gewütet und wie sind die örtlichen Bedingungen", sagte Ibisch. "Der Boden nach einem Brand ist in der Regel nährstoffreich. Das ist gut für das Pflanzenwachstum." Im Totholz werde Wasser gespeichert, und es schütze den Boden.
Mechanisches Bearbeiten und Pflügen der Flächen solle nun unbedingt vermieden werden, sagt Ibisch. Wichtig sei auch, auf keinen Fall neue Monokulturen anzulegen. Jetzt gebe es die Möglichkeit, einen vielfältigeren Wald zu begründen.
Monokulturen brennen leichter
Brandenburg zählt zu dem Bundesland mit der größten Waldbrandgefahr. Das liegt unter anderem daran, dass die Regenmenge vergleichsweise gering ist. Es gibt aber noch einen Grund für das erhöhte Brandrisiko: Laut Potsdamer Forstministerium gibt es nirgends in Deutschland so viele Kiefern wie in Brandenburg - auf rund 70 Prozent der Waldfläche des Bundeslandes stehen die Nadelbäume.
Die Monokulturen aus Kiefern, die oft auf oft sandigem Boden wachsen, sind stärker waldbrandgefährdet als Laub- und Mischwälder. Ihre harzigen, trockenen Nadeln sind gutes Brennmaterial. So trocknet auch der mit ihnen bedeckte Boden schnell aus und fängt dann leicht Feuer.
Schon im 18. Jahrhundert war der Holzbedarf in Brandenburg groß, weshalb die im Mittelalter noch vorherrschenden Eichen und Buchen durch die genügsamen und schnell wachsenden Kiefern ersetzt wurden. Das setzte auch die DDR nach Ende des zweiten Weltkriegs fort. Seit Jahren arbeitet die Regierung nun daran, die Kiefernwälder nach und nach zu Mischwäldern umzubauen, doch der Wandel kostet Zeit.
Der Umbau hat neben der Waldbrandgefahr einen weiteren Grund: Die Grundwasserneubildung ist unter gemischten Wäldern größer als unter Kiefernwäldern.
Auch in anderen Regionen Deutschland arbeiten Forscher daran, den Wald auf Dürren vorzubereiten. Dazu testen Forscher für die Begrünung von Städten beispielsweise sogenannte Klimawandel-Bäume aus Regionen, in denen das Klima bereits heute so ist, wie es für unsere Breiten prognostiziert wird - also wärmer und mit mehr Trockenphasen.
jme/dpa
URL:
http://www.spiegel.de/wissenschaft/natu ... 25640.html

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 Betreff des Beitrags: Re: Nach dem Waldbrand...
BeitragVerfasst: Donnerstag 30. August 2018, 19:07 
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Der Ibisch...zum Glück blieb der mir erspart.

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 Betreff des Beitrags: Re: Nach dem Waldbrand...
BeitragVerfasst: Freitag 31. August 2018, 09:53 
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Registriert: Montag 15. September 2008, 15:55
Beiträge: 10556
Wohnort: Österreich
Nach dem Waldbrand... ist vor dem Waldbrand.

g,

7

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sfg.Foley hat geschrieben:
... 550 und 560 kann man sich schenken. Kenn auch einige FWs die nach der 550/560 jetzt eine 555/545 gekauft haben und da ist kein Unterschied in Sachen Leistung verstellbar. Das Geld kann man sich Sparen ..

Hueffel hat geschrieben:
...Ich wähle meine Säge immer danach, mit welcher die Arbeit für mich leichter wird, nicht danach, welche Säge die Arbeit leichter bewältigt...


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