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 Betreff des Beitrags: Aufforsten mit Birke ?
BeitragVerfasst: Mittwoch 3. Oktober 2012, 10:37 
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Beiträge: 1788
Hallo Leute,

bin Laie was Aufforstung betrifft, aber ich möchte 0,6 ha abgeholzte Fläche wieder aufforsten. Vorher war Fichte drauf, nun soll Laubholz drauf (für mein "Umwelt-Gewissen").
Habe da (ungewöhnlicherweise) an Birke gedacht (oder eventuell an Robinie als "Bienenweide").

Was haltet ihr davon und worauf muss man achten ?
Danke im Voraus für Antworten !

Gruß
Christoph


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 Betreff des Beitrags: Re: Aufforsten mit Birke ?
BeitragVerfasst: Mittwoch 3. Oktober 2012, 11:57 
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Beiträge: 9298
Wohnort: Braunschweig
Moin,

Birke ist bei mir das "Unkraut", das von selbst nach kommt.

Die Frage ist, wie du den Wald nutzen willst.
  • Wenig Arbeit für etwas Brennholz - Dann ist Birke super, so es feucht genug ist.
  • hochklassiges Wertholz - unterhalt dich mit deinem Förster, das ist meistens anspruchsvoll und bedarf genau überlegter Auswahl der Bäume. Ggf musst du dann auch die Kultur intensiver pflegen.

Birke schafft bei mir sogar gegen Wildverbiss hoch zu kommen,wo Kiefer es nicht schafft und bevor ich mit Zäunen, ... anfange, ist mir Birke recht.

Guck dir aber auch mal die Threads an mit allen möglichen Schädlingen:
  • Eschentriebsterben
  • Meniermotte bei Kastanie
  • ALB (Asiatischer Laubbockkäfer) - geht wohl bevorzugt auf Ahorn, ist aber nicht wählerisch, ...
  • ...

Für "ich will etwas Brennholz ernten und habe nicht viel Wald", sind mir Birken also gerade Recht. Für Waldbauern ist es aktuell denke ich um Welten schwieriger.

_________________
MfG Eike
------------------------
Kleine (Sachs-) Dolmar-Sammlung:
CA 113/1,2&3 - CC 116AV - CC Super117AV - 100 - 101hobby - 103 - 105 - 108 - 110 - 112 - 112 Silverstar - 112black&white - 113H - 114 - 115 2x - 116si - 117 - 118 Super -119 -119 Silverstar - 120 - 120si - 122super - 122SL - 123 - 133 - 133super - 143 2x -144 - 152 - 153 2x - 166 2x- KMS 4
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 Betreff des Beitrags: Re: Aufforsten mit Birke ?
BeitragVerfasst: Mittwoch 3. Oktober 2012, 12:46 
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Registriert: Samstag 21. August 2010, 16:13
Beiträge: 6394
Wohnort: Süddeutschland
Birke ist Pionierbaumart und dürfte gut anwachsen. Sandbirke hat auch im Bezug auf Wasser wenig Ansprüche. Deswegen würde ich sie der Moorbirke vorziehen. Wie die wächst ist eine andere Geschichte. Wertholzproduktion mit Birke hab ich nur selten gehört. Zudem, wenn dort nur Fichte stand, wird vermutlich der Standort nicht unbedingt der beste sein (kann Dir Dein Förster sagen), dann ist es mit Edellaubholz eh erstmal nichts.
Robinie vermehrt sich durch Wurzelausläfer und ist deswegen auch als invasiv anzusehen. Da würde ich die Finger von lassen, ausser, Du musst wirklich Stickstoffakkumulation betreiben.
Man kann ja später auch anfangen, unterzupflanzen. Oder es verjüngt sich was durch umliegende Wälder.

Aber ohne die genauen Standortsverhältnisse zu kennen, ist das eh alles halb Spekulation.

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Laß dir von keinem Fachmann imponieren, der dir erzählt: »Lieber Freund, das mache ich schon seit zwanzig Jahren so!« - Man kann eine Sache auch zwanzig Jahre lang falsch machen


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 Betreff des Beitrags: Re: Aufforsten mit Birke ?
BeitragVerfasst: Mittwoch 3. Oktober 2012, 14:15 
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Registriert: Dienstag 10. Januar 2012, 15:54
Beiträge: 1671
sinawali hat geschrieben:

Aber ohne die genauen Standortsverhältnisse zu kennen, ist das eh alles halb Spekulation.



meiner meinung nach das triffts am besten bisher! da bräuchten alle glaube ich noch mehr butter bei die fische.

_________________
grüssla
dirk


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 Betreff des Beitrags: Re: Aufforsten mit Birke ?
BeitragVerfasst: Mittwoch 3. Oktober 2012, 16:24 
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Registriert: Mittwoch 30. Januar 2008, 07:48
Beiträge: 25
Wohnort: Niederbayern / Vilshofen
Hin,

Habe vor ca. 15 Jahren 4 ha mit Birken aufgeforstet mit staatlicher Förderung ;-).
Mittlerweile kann fällt einiges Brennholz an und die Werthölzer sind von allein gekommen. Der Förster meinte ich soll doch bitte auch ein paar Birken als Z-Bäume stehen lassen, da so viel andere Hölzer hochgekommen sind.
Unser Boden ist nährstoffreich.


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 Betreff des Beitrags: Re: Aufforsten mit Birke ?
BeitragVerfasst: Mittwoch 3. Oktober 2012, 23:12 
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Registriert: Mittwoch 10. November 2010, 17:08
Beiträge: 1535
Wohnort: Marklohe
Hallo

Ich habe vor ein paar Jahren eine ehemalige Fichtenfläche mit Buchen , Eichen , Erlen , Ahorn und Lärche aufgeforstet . Seitdem kämpfe ich gegen die aufgelaufenen Birken .
Das Problem mit den Birken ist , dass sie eine schnelle Jugendentwicklung haben mit dem Alter jedoch im Zuwachs nachlassen . Für eine schnelle Brennholzproduktion ist die Birke wohl geeignet , geht es jedoch um eine langfristige Wertholzproduktion mit hohem Zuwachs ist die Birke ungeeignet , mal abgesehen von Extremstandorten .

Gruß Eckhard

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Gruß Eckhard


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 Betreff des Beitrags: Re: Aufforsten mit Birke ?
BeitragVerfasst: Donnerstag 4. Oktober 2012, 18:01 
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Registriert: Dienstag 11. Oktober 2005, 13:32
Beiträge: 3099
Wohnort: Lkr. Breisgau-Hochschwarzwald
Wieso sollte einen Wertholzproduktion immer nur langfristig sein? Wäre es denn nicht auch mal wünschenswert nach 60 Jahren einen Furnierstamm Ernten zu können? Wenn mit Birke gearbeitet wird, dann muss man sich waldbaulich auch Umstellen! Die kräftige Wachstumsphase in jungen Jahren muss ausgenutzt werden.

Daher kann ich den Thread meines Vorschreibers so nicht unterstreichen!

Künstlich würde ich dir Birke wohl nicht einbringen, wenn sie aber aufgrund einer Kalamität durch Sukzession in großem Maße auftritt kann ich sie entweder bekämpfen oder ich mache sie mir zu nutzen. Erst letzten Freitag haben wir einen halben Hektar Birke/Lärche durchgepflegt und geastet. Es ist beeindruckend, welche Dimensionen beide BA innerhalb von nur 13 Jahren erreicht haben.

Grüße


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 Betreff des Beitrags: Re: Aufforsten mit Birke ?
BeitragVerfasst: Donnerstag 4. Oktober 2012, 18:43 
ich habe vor 20 jahren ein paar Birken gepflanzt, die fallen alle im kommenden Winter.
und dann pflanze ich wieder welche und mit etwas Glück kann ich die noch ernten.
warum sollte ich Bäume pflanzen zur Wertholzproduktion und ich hab gar nichts mehr von??
wer weiß ob man in 100 Jahren überhaupt noch Holz brauch??


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 Betreff des Beitrags: Re: Aufforsten mit Birke ?
BeitragVerfasst: Donnerstag 4. Oktober 2012, 18:50 
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Registriert: Freitag 4. Mai 2012, 08:59
Beiträge: 4957
Kinkynations hat geschrieben:
warum sollte ich Bäume pflanzen zur Wertholzproduktion und ich hab gar nichts mehr von??
wer weiß ob man in 100 Jahren überhaupt noch Holz brauch??

Hat was mit Nachhaltigkeit zu tun. Zum Glück hatten nicht alle Waldbesitzergenerationen diese Sicht der Dinge. Ich freue mich über mehr als 100jährige Buchen und Eichen, von denen mein Urgroßvater auch nichts hatte. Kinky, hast du Kinder? Schau denen doch mal tief in die Augen...

Nichts für ungut, nur meine Meinung.

Grüße, Frank


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 Betreff des Beitrags: Re: Aufforsten mit Birke ?
BeitragVerfasst: Donnerstag 4. Oktober 2012, 19:03 
denen kann ich ruhig in die Augen schauen, meine Tochter hat eh lieber Wiese,
damit sie noch mehr Platz für ihre Pferde hat und mein Junior würde alles einbetonieren und grün
streichen weil er dann keine Arbeit mit dem Zeugs hat.


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 Betreff des Beitrags: Re: Aufforsten mit Birke ?
BeitragVerfasst: Donnerstag 4. Oktober 2012, 19:30 
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Registriert: Samstag 21. August 2010, 16:13
Beiträge: 6394
Wohnort: Süddeutschland
W-und-F hat geschrieben:
Wieso sollte einen Wertholzproduktion immer nur langfristig sein? Wäre es denn nicht auch mal wünschenswert nach 60 Jahren einen Furnierstamm Ernten zu können? Wenn mit Birke gearbeitet wird, dann muss man sich waldbaulich auch Umstellen! Die kräftige Wachstumsphase in jungen Jahren muss ausgenutzt werden.


Kannst Du das mal näher ausführen, interessiert mich nämlich?
So rein aus dem was ich gelernt habe, würde ich sie mit Seitendruck hochwachsen lassen und nach dem Höhenwachstum alle 3-5 Jahre freistellen um eine gute Kronenentwicklung zu begünstigen. Je nachdem wie bedrängt sie ist natürlich.

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 Betreff des Beitrags: Re: Aufforsten mit Birke ?
BeitragVerfasst: Donnerstag 4. Oktober 2012, 20:48 
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Registriert: Sonntag 13. Mai 2012, 20:48
Beiträge: 2444
Wohnort: Warngau(MB) BY/ Sacka(GRH) SN
Also ich werde diesen Herbst/Winter viel Spass mit Birken habe :heulen:
Bild
überlege Dir das lieber noch mal :pfeifen: !
Kannst ja mal zur Entscheidungsfindung helfen kommen :pfeifen: .

Grüße

Thomas :wink:

_________________
Bild MS 260, MS 290,041AV,010AV, FS 80, FS 44, FS 400, FS80(Typ4112)
Bild PS 3, PS 32, PS 352, PS 351 ,PS 7900, ES 172A, ES 2136 TLC
:solo: 643, 647
:makita: ES3200S

:MAC: Euromac
Außerdem eine uralte Druschba Motorsäge und ein Laubsauger Namens Billy Goat...





Meine Bastelbude http://motorsaegen-portal.de/viewtopic.php?f=6&t=69466
Meine Bilder http://motorsaegen-portal.de/viewtopic.php?f=6&t=58592


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 Betreff des Beitrags: Re: Aufforsten mit Birke ?
BeitragVerfasst: Mittwoch 31. Oktober 2012, 23:01 
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Registriert: Donnerstag 18. Oktober 2012, 23:03
Beiträge: 1175
Ich weiß, dass viele Waldbesitzer Birken als eine Art "Unkraut" ansehen.
Mir sind sie allerdings höchst willkommen. Auf einem ca. 0,5 ha großen Waldstück haben meine Eltern jahrelang einen Feldzug gegen die Birken geführt. Ich lasse sie einfach wachsen. Mittlerweile überragen sie die gesetzten Fichten bei weitem. Meine Ansicht: Der steinige Boden war einfach für Birken besser geeignet.
Wenn ich heute Bäume pflanze, dann Eichen, Eschen und vor allem Rotbuchen. Fichten machen nur Arbeit und sind einfach zu anfällig, z. B. für Borkenkäfer

_________________
:Husky: 353, 351, 550 XPG, 385 XP :dolmar: 100, 102, 340, 400, 500, 111-117, Bastardo (112/119), 119, 120, PS 6100 :solo: 681 und :Husky: Hitachi CS45EM
Heesters hat geschrieben:
Ich spüre, der Virus ist stark in dir!
Man möge mir meine vielen Eigenheiten nachsehen...


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 Betreff des Beitrags: Re: Aufforsten mit Birke ?
BeitragVerfasst: Mittwoch 7. November 2012, 18:27 
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Registriert: Sonntag 25. September 2005, 10:19
Beiträge: 6996
Wohnort: Iserlohn
Wie schon geschrieben Pionierbaumart - unterdrückt erst mal die Brombeere damit andere Baumarten da auch eine Chance bekommen. Kenne mehrere Ecken. Früher hatte wir auf einer Lichtung mal versucht Brombeeren mit einer Bodenfräse klein zu machen. Hat funktioniert, war aber richtig kontraproduktiv :hihi: Jahre später sind dann die Birken aus Naturverjüngung drüber und das mit den Brombeere ist erst mal erledigt.

Nach Kyril kamen an einer anderen Ecke Brombeeren. Der Naturverjüngung überlassen und heute bekommen die Birken die Brombeeren in den Griff. Die Hälfte haben die schon.


Zur Zeit bin ich bei einem Nachbarn drin. Da wurden damals Erlen gesetzt und Birken aus Naturverjüngung sind da auch drin. Zur Zeit bis etwa 20cm dick und fast 20m hoch. Wir versuchen die vorsichtig auszulichten. Einige Eichen und Buchen sind auch dabei. Die sollen gefördert werden.


Vor vielen Jahren wuchsen in der Nähe der Ems auf Wallhecken oft Birken und Eichen. Wurde damals von Zeit zu Zeit auf den Stock gesetzt und verheizt. Motorsäge war damals noch nicht. Axt und Handsäge waren angesagt.

Es gab auch mal eine Zeit wo man aus Birken Möbel hergestellt hatte.
Okay, was heute zwischen 2 Folien gepresst wird ... :pfeifen:

MfG Hainbuche

_________________
Wenn's nix wird, wird's feuerholz


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 Betreff des Beitrags: Re: Aufforsten mit Birke ?
BeitragVerfasst: Donnerstag 29. November 2012, 17:37 
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Registriert: Montag 26. November 2012, 20:22
Beiträge: 345
Bei meinem Wald wächst nicht mal eine Birke hätte ich gerne Birken


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 Betreff des Beitrags: Re: Aufforsten mit Birke ?
BeitragVerfasst: Donnerstag 29. November 2012, 21:19 
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Registriert: Mittwoch 31. Oktober 2012, 15:25
Beiträge: 477
Hallo,
ich habe auch an mehreren Stellen bei uns im Wald die der Borkenkäfer niedergemacht hat Birken gepflanzt. Wachsen sehr gut, wir haben schon einige Birken aus der ersten Pflanzung so um 1960. Da sind einige dabei, die für Schnittholz geeignet sind. Wir haben auch einige Flächen mit Fichten, da kommt ein Windstoß und die Fichten fallen um wie die Dominosteine, Birken bleiben stehen. Ich bin begeistert vom Birkenholz, brennt super und alles was für Schnitholz geeignet ist wird auch für Schnittholz verwendet. Für die Birkenholz nicht kennen: Ist ein helles Holz ähnlich Ahorn. Eignet sich auch gut zum Drechseln. Ich bin Holzwurm.

Gruß Martin

_________________
Mein Fuhrpark:
Sachs-Dolmar 120, Sachs-Dolmar 100, Dolmar PS 7900, Stihl 021, Dolmar PS 5105, Makita UC4000A,Echo Hochentaster PPT-265ES, Dolmar Elektrosäge
Greifzug 1,5 t, Wippkreissäge Lutz, Brennholzsäge mit Rolltisch Marke Eigenbau, Scheppach (Binderberger) Holzspalter, Dolmar Motorsense MS-3310
und das übliche Fällwerkzeug


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 Betreff des Beitrags: Re: Aufforsten mit Birke ?
BeitragVerfasst: Sonntag 12. Mai 2013, 18:11 
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Registriert: Dienstag 29. Januar 2013, 21:22
Beiträge: 49
Wohnort: Oberndorf/Lech
Hallo, kann Thema Birke folgendes sagen:
Ich hatte vor ca. 8 Jahren einen Kahlschlag aufgrund von massiven Biberschäden. Die Fläche (ca. 0,4 ha) wurde mit Esche aufgeforstet. Jetzt kommt massiv das Eschentriebsterben und es sind bereits 60% der Eschen tot, der Rest angegriffen. Nach der Neupflanzung sind sehr viele Birken, Ahorn und Eichen durch Naturverjüngung aufgegangen. Die Birken wurden anfangs rausgeschnitten, jetzt bleiben sie stehen, da ich ansonsten wieder Arbeit/Geld aufbringen müsste, um die Eschen zu ersetzen. Ich denke so verkehrt ist das nicht. Was wächst darf hier jetzt auch wachsen.

YES auch Birke brennt.

Gruß
Thomas

_________________
Gruß
Thomas


Arbeitssägen: :stihl: Stihl MS 250 :stihl: Stihl MS 260 :stihl: Stihl MS 441 :stihl: Stihl MS661
Hobby: :stihl: Stihl 031 AV :stihl: Stihl 041 AV :stihl: Stihl 051 AV :stihl: Stihl 08S (2x)
:stihl: 1106 :dolmar: CA + CC
China-Mill 36"
:stihl: Stihl FS 86
Amboss Spalter 8 t
Oehler Spalter 13 t
Brunner HKD 4.1 18,5 kW
Massey Ferguson 274S
Kleinteile ( viele )


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 Betreff des Beitrags: Re: Aufforsten mit Birke ?
BeitragVerfasst: Montag 13. Mai 2013, 21:48 
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Registriert: Sonntag 25. Februar 2007, 22:33
Beiträge: 14578
Wohnort: Gernlinden, die Perle in Oberbayern
Warum keine Birken? Wie schon einige geschrieben haben. Die wachsen unproblematisch, beschatten den Boden und unterdrücken die Brombeeren. Und im Winter halten sie den Frost fern.
Wenn man sie pflanzt und sie mit Spiralen gegen Verfegen schützen muß, dann brauchts da einen Bambusstab, sonst fallen die um, aber wenn sie mal Fuß gefaßt haben, kann man unter ihnen den neuen Wald pflanzen oder er kommt von alleine.

Andere Bäume mögen im Ertrag mehr bringen, aber die kosten auch viel mehr bis sie mal was werden.

_________________
Gruß
Peter

Dolmar 500(38), 5105H(38), PS 7900(50)(2x), Solo 694 (60), Husqvarna 3120XP (90), Dolmar ES 2040 A(40), Efco 2600MT(30)
Sachs Dolmar 118, 123, 133, 143, 152, 153(2x), 166(4x), CA, CT, CC, CL, MC Culloch 15, 250, 300, 380, 740L, 795, 1-51, 1-72(2x), 1-86 gear drive, CP125(2x), SP125, SP125C, Pro Mac 6800, Stihl 041, 076AV, Solo Rex

Im Falle seines Falles erschlägt ein Baum dann alles!


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 Betreff des Beitrags: Re: Aufforsten mit Birke ?
BeitragVerfasst: Montag 13. Mai 2013, 22:20 
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Registriert: Samstag 16. Juni 2012, 13:07
Beiträge: 74
martin2702 hat geschrieben:
Hallo,
ich habe auch an mehreren Stellen bei uns im Wald die der Borkenkäfer niedergemacht hat Birken gepflanzt. Wachsen sehr gut, wir haben schon einige Birken aus der ersten Pflanzung so um 1960. Da sind einige dabei, die für Schnittholz geeignet sind. Wir haben auch einige Flächen mit Fichten, da kommt ein Windstoß und die Fichten fallen um wie die Dominosteine, Birken bleiben stehen. Ich bin begeistert vom Birkenholz, brennt super und alles was für Schnitholz geeignet ist wird auch für Schnittholz verwendet. Für die Birkenholz nicht kennen: Ist ein helles Holz ähnlich Ahorn. Eignet sich auch gut zum Drechseln. Ich bin Holzwurm.

Gruß Martin



Das Problem mit dem Windwurf ist aber kein Problem der Fichte, sondern des falschen Standortes für die Fichte.
Und Probleme mit dem Borkenkäfer hat die Fichte von Natur aus auch nicht, das ist ein Problem der Monokulturen>fehlende Biodiversität> fehlende Fressfeide, Möglichkeiten der starken Vermehrung.


Die Birke ist eine Problemlose Baumart , ich spreche hier von der Sandbirke.
Auch Wertholzproduktion ist hier möglich, der Markt wird sich "dank" der Sturmwürfe der vergangenen Jahrzehnte immer mehr für die Birke öffnen.

Im Staatsforst (RLP) haben wir Flächen wo die Birke konsequent gefördert wird.

Als Unkraut sollte man die Birke nicht bezeichnen, bei richtiger Behandlung hat man von der BA nur Vorteile.

Aufforstung mit Birke?

Liebe Grüße

Marius

_________________
Privatwaldbetreuung, Holzverkauf, Holzhandel

waldbewirtschaftung@outlook.com

„Eine gute Durchforstung erfordert ein klares Ziel, eine scharfe Axt und ein kaltes Herz“


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 Betreff des Beitrags: Re: Aufforsten mit Birke ?
BeitragVerfasst: Montag 13. Mai 2013, 22:28 
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Registriert: Freitag 18. April 2008, 14:05
Beiträge: 4103
Wohnort: 53797 Lohmar (nähe Köln)
hier im Rheinland würde ich sofort Birke pflanzen :klatsch:

hier wird ja zum 1Mai der geliebten eine Birke gestellt und damit läst sich gut geld machen :klatsch:



ich persönlich würde einfach über einer Freifläche einen Ballon mit Birkensamen aufsteigen lassen und ihn dann zerschießen :mrgreen:

bereits nach ca 3 Jahren kann man schon die ersten 2-3m Bäume entnehmen

und wenn die Bäume irgendwann mal zu groß werden kann man immernoch Brennholz von machen ;)

heißt also
- ganz geringe bis garkeine Anpflanzungskosten
- keine schutz oder Pflegemaßnahmen nötig
- schnell guter Gewinn :klatsch:

wir hauen jedes Jahr in 2 tagen ca 1000 Bäume

preislich liegt ein Baum zwischen 10 und 50€ (am besten gehen die für 25€)

nun kann sich jeder ausrechnen was für Summen da in 2-3 Tagen zusammen kommen für ganz geringen Aufwand




ich find Birke immer gut :klatsch:

_________________
hauptberuflicher Waldwichtel
Solo Twin
:solo: 681
161 60cm (Heckenschere)
471 (Laubpuster)

:Husky: / 254xp / 262XP

Mc culloch cs 350 /

ECHO SRM 420 TESU
ECHO SRM 510 ESU
:echo: CS 510P
:echo: CS 350T
Shindaiwa 389s
Tanaka 3301
Hitachi

Allaskan Mill :D

9x Sugi Hara


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