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BeitragVerfasst: Freitag 15. April 2016, 10:04 
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Hallo,

mir hat ein Kunde einen schon viele Jahre stillgelegten Unimog 406 mit Kranaufbau angeboten. Rosttechnisch macht die Karosse einen guten Eindruck - die Bodenbretter des Aufliegers hinten sind verrottet, Frontscheibe mit Rissen, Reifen total platt und Fehlteilen beim Auspuff. Durchgerosteter Tank, AHK derzeit demontiert, letzte Zulassung war 1974.

Suche eine Kaufberatung die sich speziell mit dem Modell beschäftigt, ich weiss nur das es sich um einen Unimog BJ 1965 mit Benzinmotor handelt. Ich habe durchaus Erfahrung mit Oldtimern, bereits ein paar alte Mercedesse (Heckflosse Coupé, Ponton Cabrio, W143 Cabrio) wieder aufgebaut und fahre mit den Teilen regelmässig. Werkstatt ist vorhanden, da passt sogar ein alter Saurer oder Setra Bus rein.

Entgelt für den Unimog wäre die nächsten drei Jahre die Obstbäume vom Kunden zu schneiden (Hochstämme, gepflegter Altbestand, 42 Bäume und viermal Spalierobst Birne, Quitte und Kirsche).
Zum Fahrzeug gibts leider keinen Brief mehr, der stammt noch vom Vorbesitzer seines Hofes. Er hat den Hof 1980 von der Witwe gekauft, seitdem viel saniert und aufgewertet. Unimog steht in einer Scheune auf dem Hof, die Scheune soll jetzt saniert werden und für drei Ferienwohnungen ausgebaut werden. Der Wagen muss weg.

Meine bisherigen Kontakte zu Unimog Leuten waren immer nur Menschen die das Urmodell fahren, mit so einem "verweichlichten Benzinschlucker" wollen die nix zu tun haben....

Wie sieht die Ersatzteilsituation im Bereich Fahrwerk, Bremsen, Technik und Motor aus? Motor wird wohl revidiert werden müssen - schätze der hat sich durch die lange Standzeit nicht gebessert.

Bisher nutze ich für Holztransporte einen alten Holder B12 Trecker, bei größeren Lasten habe ich Zugriff auf einen Koepfli Trumpf mit 3.6 Liter Motor.... 8-) Der gehört meinem Bruder und darf eigentlich nur bei gutem Wetter, bitte ohne Gatsch und Dreck benutzt werden... Wird mit der Zahnbürste, vielen Lappen und Autopolitur nach jedem Einsatz gesäubert...
Waldfahrzeug an sich ist ein alter Landrover von 1967 mit 3 Liter Rover Sechszylinder. Langer Radstand und reines Stoffverdeck - also Vollcabrio für den praktischen Einsatz. Mit Seilwinde und AHK.

So ein Unimog ist schon lange mein Wunschfahrzeug - und jetzt gleich mit Kran :DH:


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BeitragVerfasst: Freitag 15. April 2016, 10:16 
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Hallo,

Du hast ja schon einen super Fuhrpark zur Verfügung ;-)

Zum Mog: Ich glaube Georg ist da der perfekte Ansprechpartner! (red-mog)

Sehr viel Detailwissen und Kontakte in die Szene.
Ich persönlich hätte schon Bauchschmerzen, ein 40 Jahre lang abgestelltes Fahrzeug wieder aufzubauen :pfeifen:
Du hast aber ja schon Restaurationserfahrung - kennst also die Stellen, die beobachtet werden müssen.

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BeitragVerfasst: Freitag 15. April 2016, 10:31 
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Hallo tomdt,

ob das wirklich ein Super Fuhrpark ist? Mein Landrover ist zugleich mein Firmenfahrzeug - okay ich habe noch einen neueren Range Rover für Anhängerfahrten. Und mit dem H-Kennzeichen ist gewerbliche Arbeit eh so ne zweischneidige Sache :pfeifen:

Der Holder ist zwar gut in Schuss, wurde vor so knapp 18 Jahren mal komplett neu aufgebaut (Blech, Lack, Motor, Getriebe, Bremsen, Fahrwerk usw.) startet zuverlässig und ist dank der geringen Spurweite im Wald recht agil. Für die Zug Fahrten mit Holz leider manchmal bissl schwach auf der Brust. Und die Tatsache das er schon recht alt ist - läßt jedesmal bei der BG Aussenprüfung die Augen der Ingenieure übernatürlich weiten :schreck:

Einen neuen Unimog will ich mir nicht leisten, die Dinger sind einfach mal richtig teuer. Sechsstelliger Eurobetrag nur für die Anschaffung und dann die ständigen Servicetermine in der Händlerwerkstatt: dafür brauche ich einen neuen Unimog viel zu wenig.
Wird auf die Restaurierung vom alten Unimog rauslaufen und gelegentliche Einsätze in Vaters Wald. Zum Aufsetzen von Stammholz hilft ein örtlicher Landwirt mit Unimog und Kran. Für Transporte von Stammholz zum Sägewerk (Bergahorn, Stieleiche, Lärche, Wildkirsche, Nussbaum usw.) und zurück habe ich bisher einen Transporteur beauftragt. Der transportiert nur Stammholz und hat die richtige Ausrüstung.
Manchmal schon die Dielen selbst vom Sägewerk geholt - und prompt Punkte und Strafgelder wegen Überladung kassiert :heulen: Seitdem vermeide ich Holztransporte im Anhänger mit Range Rover. Der darf halt nur 3,5 Tonnen Gesamtgewicht ziehen - ich hatte damals knapp 4,9 Tonnen dran gehängt. War Eiche und irre schwer.

red-mog wird kontaktiert - Danke für den Hinweis! :danke:


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BeitragVerfasst: Freitag 15. April 2016, 10:39 
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5t gesägte Eiche ist auch ein bisschen was :pfeifen:

ob der Mog dann so wirtschaftlich sein wird, mit Benzinmotor? Mein Wissen gibt nur her, dass die seeehr viel Durst haben 8-)

ansonsten hast du Maschinen für viele Einsatzzwecke - ein Kranfahrzeug mit hoher Straßengeschwindigkeit ist da natürlich nochmal Gold wert!

das ganze geht immer schnell ins Geld. Ein Mog wäre ja auch mein Traum - Neu kommt eh nicht in Frage :mrgreen: Gebraucht kann man sie auch fast nicht zahlen.

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BeitragVerfasst: Freitag 15. April 2016, 11:07 
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Klar ist der Unimog mit Benzinmotor kein Sparwunder, die höhere Endgeschwindigkeit auf der Straße ist für mich eine wichtige Sache. Und so ein Kranwagen ist SEHR praktisch im Wald YES

das ist eine wirkliche Arbeitsentlastung. Bisher halt mit kleiner Seilwinde und viel Kraft aus dem Wald gezogene Stämme - für Brennholz dann meistens vor Ort gesägt in Meterstücke und mit der Karre geholt.
Für Langholz nutze ich im Wald http://www.drayer-shop.com/de/werkzeuge-hilfsmittel/aufbewahrung-transport/hebel-und-transportkarre/360/transportkarre-mit-langholzrueckevorrichtung?c=667 DIE Karre ist wirklich tauglich - wenn auch unhandlich beim Transport auf dem Anhänger. Vor knapp zwei Jahren gekauft und bin noch immer begeistert wie handlich und gut die Karre ist :DH:

Da hat sich im Lauf der Zeit der Unimog zum Wunschfahrzeug entwickelt...


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BeitragVerfasst: Freitag 15. April 2016, 11:33 
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Die Karre schaut interessant aus! so in der Art wollte ich mir auch mal was bauen.

Aktuell ist auch bei mir die Kreuzzerstörendste Tätigkeit die Stammstücke vom Windenplatz zum/auf den Hänger zu bringen. Alles andere geht dann wieder, dafür werde ich mir bei Gelegenheit noch was bauen.

Eigentliches Wunschfahrzeug für mich wäre so ein Bergtraktor mit Winde, kipper und Kran.
Die Geschwindigkeit fehlt mir da aber hauptsächlich, und die möglichkeit, mal einen großen Kipper etc. zu ziehen.

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BeitragVerfasst: Freitag 15. April 2016, 11:45 
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Die Karre ist in der Tat sehr agil und praktisch. Gibts auch mit Kübelplattform (für Blumentröge die locker bis zu 120kg wiegen) und einem Eigenbau für Meter Holz. Hab die Stollenprofilräder drauf: selbst auf matschigem Untergrund haben die noch Grip.. Eher rutsche ich wegen der schon zugesetzten Stiefelprofile aus....
Auch sehr gut für Abbrucharbeiten (genauer: Entnahme von alten Baumaterialien aus Abbruchhäusern), zum Transport von ganzen Treppen, Haustüren, Möbelstücken usw. geeignet. Preis ist zwar bissl hoch - aber dafür gibts eine wirklich taugliche Gegenleistung :DH:

Einen großen Traktor zu kaufen habe ich mir schon überlegt - aber da fehlt mir ein überdachter Stellplatz. Wenn der Unimog dann da ist - wird der in die Lackierkabine verfrachtet. Muss dann halt bei Nutzung rausgefahren werden. Und die nur niedrige Reisegeschwindigkeit ist ein großer Nachteil.
Da ich viel in Feinstaubzonengebieten arbeite: ist entweder die H-Zulassung oder Grüne Plakette nötig. H-Zulassung geht einfacher.... Grüne Plakette bei Treckern ist nicht ganz einfach, und das trotz der grünen Kennzeichen :mrgreen:


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BeitragVerfasst: Freitag 15. April 2016, 13:03 
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Stell mal ein paar Bilder ein, dann kann dir geholfen werden. :)

Es handelt sich wahrscheinlich um einen U404s. Der wurde Anfang der 70ziger Jahre für Feuerwehr / Rotkreuz auch mit der 406 Kabine ausgeliefert.
1965 wurde aber nur mit der von der Bundeswehr bekannten Kabine mit Klappverdeck oder gleiche Kabine mit Blechdach ausgeliefert.
Ab Werk wurde nur der U404s mit Benzinmotor 2,2l und 2,8l ausgeliefert.

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UNIMOG 411a, UNIMOG 411c, Müller Mitteltal 3,2t, THOR MAGIK 13t, Tajfun EGV-60 6t,
Meine Bilder
http://forum.motorsaegen-portal.de/view ... =6&t=82083


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BeitragVerfasst: Freitag 15. April 2016, 13:49 
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hallo,
wenn du ein heckflossencoupe komplett hergerichtet hast mit allem pipapo - is ein Unimog ein Kinderspiel.

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Menschen nach ihrem Umgang zu beurteilen kann völlig verkehrt sein.
Judas zum Beispiel hatte vorbildliche freunde.....


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BeitragVerfasst: Freitag 15. April 2016, 14:01 
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Hallo,

kenne die Modelle und Historien natürlich längst nicht so gut wie Georg. Wir haben nen 406-er 6-Ender-Diesel mit Agrarausstattung. Ist schon ein sehr praktisches und universelles Fahrzeug :sabber:

Die Benziner sind schon durstige Gesellen aber wenn nicht täglich mehrere Stunden im Einsatz denke ich eher zu vernachlässigen.
Ersatzteile sind im allgemeinen gut verfügbar (meine bisherige Erfahrung) wenn auch teilweise nicht gerade billig.

Je nach Zustand klingt der "Tarif" ja fast geschenkt! Bin zwar kein Obstbaumprofi (kann also nicht wirklich beurteilen was Du zeitlich benötigst um die Bäume zu schneiden) aber klingt nach relativ überschaubarem Zeitaufwand.

Bilder sind, wie Georg geschrieben hat, immer hilfreich.

Zwecks dem Motor und der Standzeit würde ich mir erst mal weniger Gedanken machen. Haben auch schon Motoren zum Leben erweckt die locker 30 Jahre gestanden hatten (z.B. von einem alten Fiat Allis Radlader des SCC Neuenburg). Klar Dichtungen etc. sind halt verhärtet aber ob es auf eine Generalüberholung rausläuft hängt eher vom vorliegenden Verschleiß ab. Wenn die Zylinder-Bohrungen und Ventilsitze nicht völlig ausgelöffelt sind ist dies meist nicht zwingend nötig außer der Brennraum stand unter Wasser und hat Korrosionsschäden. Wellendichtungen (Dichtringe), Ventilschaftabdichtungen, Ventildeckeldichtung und was halt sonst noch sifft neu und gut :DH:

Wie viele BH hat der MOG denn?

@Georg: Haben die älteren auch einen BH Zähler am Motor?

Ein weiterer MOG im Portal ist selbstverständlich willkommen und gerne gesehen :super:

@Holzmächer: Schon mal an einem MOG geschraubt? Ist schon ein bisschen mehr & anders als eine alte Heckflosse :pfeifen:

Gruß Stephan

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BeitragVerfasst: Freitag 15. April 2016, 14:26 
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sogar an mehreren die wir hatten in den letzten 20 jahren.
zuletzt gestern.
mein trac is dem 406er aber auch ähnlich :groehl:

aber schweiß mal ne mog-kabine und danach nen heckflossenunterboden. :hihi:

ich bin mir sicher dann weißt du wie meine aussage gemeint war.

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Zuletzt geändert von Eichsi am Freitag 15. April 2016, 18:19, insgesamt 1-mal geändert.
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BeitragVerfasst: Freitag 15. April 2016, 14:48 
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Ok, rein aufs Blech bezogen Stimme ich dir zu. Aber ist mit etwas Ahnung, Erfahrung und Ausdauer alles machbar. Du sprichst in dem Fall von den mehrlagig verschweissten Blechen die einen schon fordern beim herrichten.

Klar MOG und trac sind sich sehr ähnlich (zumindest die kleinen tracs) bis auf die Zugänglichkeit (beim trac definitiv besser). Kumpel baut Grade nen 900-er Turbo neu auf :super: Die Verwandtschaft lässt sich definitiv nicht leugnen.
Schöne Maschinen sind beides.

Kabine an unserem Mog bedarf auch noch Liebe, wird aber auch mal in Angriff genommen wenn Zeit dafür ist. Soll ja noch einige Jahre erhalten bleiben YES

Gruß Stephan

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BeitragVerfasst: Freitag 15. April 2016, 15:41 
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Na ja - so ein Flossen Coupé ist nicht mal gerade in ein paar Wochen wieder aufgebaut. Das große Thema ROST :schreck: gilt es nachhaltig zu bekämpfen. Obwohl ich eine gute Ausgangskarosse hatte - mußten etliche Neubleche eingefügt werden. Schweller, Böden, Kofferraumboden und Seitentaschen, Endspitzen, Türunterkanten, Stehwände Frontbereich - es gab genug zu tun :pfeifen:

Sämtliche Chrometeile zu richten war nur noch eine Fleissaufgabe, Zusammenbau dank guter Teileversorgung war kein so großes Problem. Lediglich Einbau vom Schiebedach und Dachhimmel war nicht so einfach. Zig Nachbesserungen waren nötig bis alles so sitzt wie es soll. Scheibeneinbau habe ich machen lassen - und der Betrieb hat mir neu Front- und Heckscheiben beschaffen dürfen. Sind beim Einbau gebrochen :kopfschuettel: Und der Frontscheibenchromerahmen war auch nicht so einfach zu montieren - Coupé stand fast zwei Wochen bei Mercedes. Innenausstattung Leder wurde nicht neu gemacht - lediglich die alten Nähte im alten Nahtloch neu vernäht - von Hand! Nahtmaterial war verhärtet und gerissen - mit einer schonenden Auffrischung von der Rückseite habe ich noch immer die originale Lederausstattung im Wagen von meinem Großvater verbaut.
Teppiche, Türverkleidungen und Hutablage wurden neu gemacht in originalen Materialien.

SEb Motor wurde revidiert, Fahrwerk und Getriebe überholt. Neulack war nötig, wurde mit lösemittelhaltigem Lack in der Schweiz lackiert. Besserer Glanz und sehr gute UV Beständigkeit. OHNE zusätzlichen Klarlack, den gabs in den 1960er Jahren auf Unifarben noch nicht.
Ist schon wieder ein paar Jahre her - der Wagen wird nur ausserhalb der Wintersaison gefahren und bietet einfach Fahrfreude. :DH: Überarbeitung hat sich über einen längeren Zeitraum hingezogen - habe zwischendurch noch einen Auslandsaufenthalt und Weiterbildungen absolviert.

Mir wurde vorher vom Nachbarn des Unimog Verkäufers versichert das es sich bei dem Motor um einen nachgerüsteten Benziner handeln würde. Hat der Erstbesitzer so haben wollen, der originale Dieselmotor würde noch bei einem weiteren Landwirt im Ort rumstehen.

Bezahlung für den Wagen sind dann ca. sieben bis acht volle Arbeitstage inkl. Einsammeln und Entsorgung vom Schnittmaterial. Pflege diese Streuobstanlage schon seit 2005 und habe die Hochstämme jetzt gut im Griff. Spalierobst wurde neu gepflanzt 2006 - und entwickelt sich prächtig. Der Besitzer hat keine Lust eigenständig Gartenarbeit zu erledigen, für die normale Gartenarbeit gibts einen Kollegen der stundenweise danach schaut. Pflegeleichter Staudengarten wurde angelegt. Obstbaumwiese ist rund ums Haus rum, Ortsbildprägend und die sollen keinesfalls umgesägt werden ;) Seine Frau kocht bei Schnittmassnahmen immer sehr gut und lecker - ein angenehmer Auftraggeber :super:

Bilder folgen im Lauf des Tages, ich scanne gerade nebenbei die Negative - damals nur ne alte Analogkamera dabei gehabt. Sind nur schwarz-weiss.


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BeitragVerfasst: Freitag 15. April 2016, 16:27 
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Vielleicht bekommst du den originalen Motor ja auch noch irgendwie ;) Das rentiert sich dann schon, wenn man so lange herrichtet. Schau mal Hobbyholzmacher2012s Thread an, der richtet einen wunderbaren vierzylindermog her.

für sieben bis acht volle Arbeitstage auf drei Jahre verteilt - also nichtmal drei Tage im Jahr - würde ich nicht zum überlegen anfangen ;)

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BeitragVerfasst: Freitag 15. April 2016, 16:31 
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BeitragVerfasst: Freitag 15. April 2016, 16:46 
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Habe meinem Kunden vorher signalisiert das ich auf sein Angebot eingehe - und darf dann auch noch seine Thujenhecke schneiden... Die ist knapp 120cm hoch, einreihig gepflanzt und ungefähr sieben Meter lang :)
Wichtig ist dem Kunden die Mitnahme vom Schnittmaterial, da achtet er immer besonders darauf das auch ja jedes noch so kleine Ästchen mitgenommen wird. Da nutze ich schon mal eine Sauger und feinmaschige Rechen.

Sobald mein Transporteuer den Unimog abholen kann - gibts dann deutlich bessere Photos. Die gescannten Negative sind nicht so scharf wie ich das gewohnt bin :kopfschuettel: Vielleicht liegts auch am Scanner.

Da habe ich mir jetzt ne richtig große Restaurierung angelacht - erstmal neue Reifen besorgen, die alten Räder runtermachen und den Unimog auf Stützen stellen. Mit den neuen Laufrädern dürfte er dann einfacher aus der Scheune zu ziehen sein. Muss erstmal schauen was ich da für eine Größe benötige, sind ja nicht so klein.

Einige Stunden Arbeit werden da rein fliessen - ob es mir gelingt den alten Dieselmotor zu bekommen :? Da muss ich erstmal mit dem älteren Landwirt sprechen. Der sammelt viel - und gibt fast niemals wieder was her.
Für meine Ansprüche wird ein Benzinmotor völlig ausreichen - selbst wenn der mit Anhänger locker 30 oder mehr Liter Super auf 100km verbraucht. Wird offiziell als Firmenfahrzeug deklariert werden - mit LKW Zulassung und H-Kennzeichen habe ich keine Probleme in Feinstaubgebieten. Und ein Werbeträger ist das dann auch :super:


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BeitragVerfasst: Freitag 15. April 2016, 19:34 
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In den 60er Jahren waren anfangs noch die "alten" Reifengrössen üblich. Z.B. 10-18 oder 10-20 könnte etwa damals auf dem Unimog gewesen sein. Nachfolgegrössenbezeichnung: 10-18 wurde zu 10.5-18 und heute wird eventuell die Reifenbreite in mm angegeben. Falls da noch die "alten" Grössen auf den Reifen stehen versuche heraus zu bekommen welche aktuellen Grössen auf deinem Unimog "TÜV"-tauglich sind.

Bin die 404 Benziner vor vielen Jahren gefahren. Je nachdem wie die eingefahren waren liefen die 90 bis 110km/h Spitze. Verbrauch schwankte auch etwa um 30% von Exemplar zu Exemplar. Einigen dieser Benziner wurde später von Schraubern Dieselmotoren von Mercedes-PKW implantiert. Aber diese Quellen sollen auch rarer sein?

Zu den Felgen: die 6-Loch Felgen sollten bei vielen landwirtschaftlichen Anhängern passen. Das als Hinweis, falls das mit dem rollfähig etwas schnell gehen muss. :pfeifen:

MfG
Hainbuche

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Wenn's nix wird, wird's feuerholz


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BeitragVerfasst: Freitag 15. April 2016, 20:01 
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Danke hainbuche für die Größenangaben. Das die Reifen noch diagonal sind ist mir bekannt - schon angefragt beim Reifentandler und der will bis morgen ein Angebot machen. Irgendwas mit 12,5-20 seien die Richtigen... Pro Reifen dürfte das in der Region um 400 bis 450 Euro liegen. Plus neue Schläuche.

Das hat jetzt noch immer Zeit mit der Abholung, wenn bis Mitte Mai abgeholt ist der Verkäufer zufrieden. Muss mir noch passende Stützen besorgen, die normalen für den PKW sind ja viel zu niedrig. Nötigenfalls lege ich Holzdielen drunter - soll ja schon stabil sein wenn er ganz ohne Räder dasteht.
Der ganz große Wagenheber darf ran :) genau der der beim PKW schon am Unterboden entlangschrammt...

Mercedes Limos werden fast nicht mehr auf den Schrottplatz gefahren: entweder nach Russland oder so verkauft oder gleich in Teile zerlegt bei Ebay angeboten. Einen Sechszylinder Diesel von Mercedes zu bekommen kann richtig ins Geld gehen - und die Überholung darf auch noch gemacht werden.

Kaufvertrag wird gemacht, ich brauche ja einen Nachweis für die Zulassungsstelle. Darf dann aufgeboten werden in Flensburg und wenn eine besonders gründliche TÜV Prüfung mit H-Kennzeichen erfolgreich bestanden wurde - kann ich die Karre endlich auf der Straße fahren :DH:

Jetzt muss erstmal die Karre geborgen und in die Werkstatt gebracht werden. Bestandsaufnahme machen und Ersatzteile besorgen. Bremsen, Fahrwerk, Radlager, Elektrik, Kühlung, Heizung, Motor anschauen und ggfls. überholen, Nebenaggregate überholen - da fliesst viel Arbeit, Material und Geld ins Projekt.
Wahrscheinlich muss die Hydraulik am Kranelement komplett neu gedichtet werden und dann steht ja noch das Blech und die Optik (Lack) an. Sitze sind ziemlich einfach zu machen - das kann ich gut selbst machen. Fußmatten sind keine verbaut - das Verdeck muss auch noch neu gemacht werden.
Sämtliche Dichtungen und Lager müssen angeschaut werden - hört sich erstmal so einfach an - in der Mache werden sich 100% weitere Baustellen ergeben.

Dafür gibts dieses Jahr halt keine Urlaubsreise.


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BeitragVerfasst: Freitag 15. April 2016, 20:20 
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huhn in schermbeck www.walter-huhn.de
ist hier in NRW eine gute adresse
rund um den unimog
wo kommstdu denn her
viel erfolg bei dem projekt

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mit baumfreundlichen grüßen

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Da gehört ein OM352 mit 90 PS rein. Der ist auch zu bekommen. Mit PKW-Motoren würd ich gar nicht überlegen, die machen nur den Marktwert vom 406 zunichte.

H-Zulassung gibt er nur für Privatpersonen, gewerbliche Nutzung ist nicht zulässig. Fahrzeug muß zeitgenössisch original sein. Sprich muß nicht im Serienzustand sein aber feste Um- und Anbauten müssen ebenfalls Oldtimeralter haben. Also H-Unimog mit neuem HIAB-Kran ist nicht.

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Gruß

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