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BeitragVerfasst: Freitag 3. November 2017, 21:35 
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Hallo zusammen, ich bin neu im Forum und möchte mich nebenbei kurz vorstellen. Ich bin 41, gelernter Tischler und habe Holztechnik studiert, komme außerdem aus einer forstbetrieblichen Familie, geführt von meinem Bruder. Holz liegt mir also schon immer am Herzen, vom stehenden Stamm bis zum Möbel :-)

Ich habe mir kürzlich eine gebrauchte, stationäre Lignuma MM700 HK Blockbandsäge (ähnlich Woodmizer LT40) mit 15kw Elektroantrieb und Vollhydraulik gekauft und mache nun die ersten Schnittversuche. Leider kommt es immer noch zu Problemen, vielleicht kann mir der ein oder andere Blockbandsäger ein paar Tips dazu geben. Natürlich wird das nicht einfach sein, daher versuche ich das Problem genau zu erörtern.
Gesägt habe ich zunächst mit gebrauchten, neu geschärften Bändern Bändern. Eine Schärfmaschine mit Schränkeinrichtung besitze ich ebenfalls. Nachdem die Bänder jedoch sehr schnell stumpf wurden und dann ruckzuck verlaufen sind (ich spreche hier von einem halben Stamm von 5 Meter/0,5m) haben wir stundenlang nochmals alle Rollenführungen neu justiert, sehr sehr gewissenhaft geschärft und geschränkt mit exaktem Winkeln, keine Überhitzungen an den Schneiden usw. und es wieder probiert. Mit viel Glück schafften wir einen Stamm in Kanthölzer zu zerlegen, wobei die letzten Schnitte schon wellig wurden und der Vorschub beinahe so langsam wie möglich eingestellt werden musste um ein massives Verlaufen des Bandes bis zum Abspringen zu verhindern.
Also habe ich heute neue Woodmizer DoubleHard Bänder ausprobiert, an einer 5m/0,7m Douglasie. Nach dem kantig besäumen ebenfalls in Kanthölzer 10x10 gesägt, also nicht gerade viele Schnitte. Beim vorletzten Schnitt merkte ich schon wie die Sägeleistung nachließ (hört man) und kurz danach verlief das Band trotz weiterer Reduzierung des Vorschubs nach unten. Hätte ich weitergesägt wäre es auch runtergesprungen...
Ich schneide übrigens mit Vorschneider, das Holz ist aber ohnehin verhältnismässig sauber.
Was könnte ich noch versuchen um die Standzeit der Bänder zu erhöhen ? Es kann doch nicht sein pro Stamm ein bis zwei Bänder zu wechseln ? Was habt ihr für eine Nutzungsdauer pro Band, so ganz grob geschätzt, ist sehr individuell, ich weiß.
Noch ein paar Daten zur Einstellung der Säge:
Bandpannung zwischen 150 und 200
Lichtspalt zum Rand der Führungsrollen r/l 1-2mm
Band 4010 x 38 ZT22 Woodmizer DoubleHard (neu, Hartholz- und Normalprofil ausprobiert)

Vielen Dank für eure hoffentlich hilfreichen Tipps !!
Grüße,
Mark


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BeitragVerfasst: Freitag 3. November 2017, 22:27 
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Wenn die Bandführung exakt ist und die Ablenkung des Bandes durch die Rollen stimmt kommt als erstes mal die Bandspannung in Frage wie gemessen, ist ein Offset in der Anzeige? Auch kann die Bandgeschwindigkeit zu gering sein bei 15 KW und breiten Schnitten. 70 cm Douglasie ist zwar schon ganz ordentlich aber sollte sich im Vergleich zu z.B. Lärche sehr leicht schneiden lassen. Was ist mit Lichtspalt gemeint? Der hintere Anschlag der Führungsrolle? Hat bei Woodmizer mehr Abstand und sollt vom Band wohl eigentlich auch im Schnitt nicht berührt werden?! Ich schaffe mit einem Band durchaus mal 10fm saubere Stämme ohne Wellen zu schneiden, nach einem Arbeitstag spätestens wird es mir aber unheimlich und ich wechsel dann doch lieber profilaktisch. Das geht aber erst nach einer kompletten, gewissenhaften und perfektionistischen Justage der Säge die einiges an Zeit in Anspruch genommen hat (Tage, nicht Stunden, inzwischen gehts aber schneller...). Ach Ja, Antriebsriemenspannung überprüft? Vorschub gleichmäßig?

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BeitragVerfasst: Samstag 4. November 2017, 00:33 
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Hallo und danke für die Antwort.
Ich bin wie gesagt blutiger Anfänger an der Blockbandsäge, daher noch ein paar Verständnisfragen: Könntest du mir bitte genauer sagen was du mit "Ablenkung des Bandes" meinst, meinst du daß das Rollen so eingestellt sind das das Band nicht herunterwandert ? Das tut es nicht, läuft gleichmässig.
Nächste Frage, Offset in der Anzeige ? Die Säge hat einen hydraulischen Spanner der laut Bedienungsanleitung (die nicht so wirklich brauchbar ist) auf 150-200 N/mm² Bandspannung eingestellt werden soll. Bin immer um die 170 laut Anzeige gefahren, beim Schneiden fällt die Spannung dann schon mal etwas ab. Ob das normal und akzeptabel ist weiß ich nicht.
Mit Lichtspalt (so wird das bei Lignuma wörtlich genannt) meine ich wie du schreibst den Abstand zum hinteren Anschlag/Rand der Führungsrollen (eine fest auf der Antriebsseite, die andere als Verschieberolle). Soll laut Bedienungsanleitung 0,5-1mm Luft haben, ich hab es jetzt schon eher auf 2mm gestellt weil mir das sonst auch zu heikel vorkam. Brachte aber keine Änderung.
Die Antriebsriemenspannung habe ich jetzt nur per Daumendruck geprüft, kam mir ok vor aber da könnte ich nochmals genauer schauen.
Vorschub fährt meines Erachtens gleichmässig, ist eine Säge mit Bedienersitz auf dem du mitfährst und die Geschwindigkeit über einen Poti regelst. Das funktioniert soweit gut.
Neben der Douglasie habe ich auch schon Birke, Roteiche, Fichte gesägt. Alles in allem aber mit dem gleichen Resultat des zu schnellen Abstumpfens mit anschließendem Verlauf des Sägebandes. Dünnere Fichte ging natürlich am einfachsten.
Solange das Band scharf ist schneidet die Säge auch sehr genau und gerade, nur stumpft das Blatt so schrecklich schnell ab, man hört dann wie die Schnittleistung fehlt. Das Verlaufen ist dann meines Erachtens das Resulat aus dem stumpfen Band.
Mir ist noch aufgefallen das die beiden Keilriemen die auf die Rollen gezogen sind und auf denen das Band läuft relativ lose sind. Aber die bekommt man sonst ja auch nicht auf die Rollen gezogen wenn sie kürzer wären?! Und wandern tut das Band im Betrieb nach meinen Beobachtungen nicht.


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BeitragVerfasst: Samstag 4. November 2017, 00:44 
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Nochmal was zum Verständnis, würde das Band so frühzeitig abstumpfen wenn die Führungsrollen ungenau eingestellt wären ? Ich nenn es mal so, das scharfe Band arbeitet gegen den Drang zu verlaufen (was die nicht exakte Einstellung der Rollen bewirken würde) und stumpft deshalb ab ? Doof zu erklären.
Vielleicht so, der Vorschub schiebt das laufende Band minimal schräg durch den Schnitt, solange es scharf ist frisst es sich durch, stumpft aber durch die nicht parallele Führung schnell ab und verläuft dann. Oder so. :roll: :heulen:


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BeitragVerfasst: Samstag 4. November 2017, 09:38 
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Moin,

ich hatte letzlich fast den identischen Fall an der LT 15 eines Kunden,
gerade Schnitte lt. telefonischer Aussage nur noch mit voller Schärfe des Bandes und nur für ein, zwei Schnitte möglich.
Vor Ort hab ich dann eine total verstellte Säge vorgefunden an der keine Einstellung mehr stimmte.
Obendrein war das Band viel zu schwach gespannt.

Am wichtigsten ist, daß das Sägeband in Schnittrichtung exakt horizontal läuft, von Woodmizer gibt es dazu ein Werkzeug zum Einstellen.
Eine stabile Aluschiene hochkant zwischen zwei Zähnen auf das Band aufgelegt dürfte den gleichen Zweck erfüllen. Auf die Stammauflagen eine lange Wasserwaage legen und die Höhe einmal vor und einmal hinter dem Band messen.
Dann sollte der von Dir so genannte Lichtspalt nicht zu groß sein, je größer, desto mehr Möglichkeit hat das Band, den Weg des geringsten Widerstandes zu laufen.
Zu den weiteren Einstellungen an Deiner Maschine kann ich nichts sagen, kenne mich nur mit einigen Chinakrachern und Woodmizer aus.

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Gruß Wiggi
Jeder Tag ohne eigenes Sägewerk ist ein verlorener Tag.


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BeitragVerfasst: Samstag 4. November 2017, 10:48 
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Mit Offset bei der Bandspannung meine ich, ob die Anzeige bei entspannten Band 0 Anzeigt, sowas kann sich auch mal verstellen. Ansonsten Säge ich mit eher hoher Bandspannung und die wird auch mal nachgestellt wenn sie zu sehr abfällt. Möglich ist auch das das Band seine Schärfe etwas verliert, warm wird und die Spannung verloren geht und deshalb verläuft obwohl es eigentlich noch scharf ist. Keine Angst, reißen tun die Bänder nur wenn die Riemen auf den Rädern verschlissen sind. Das die Riemen locker sind ist nicht weiter schlimm. Hast Du eine Anleitung mit der genauen Einstellprozedur der Säge? Damit fängt im Grunde alles an. Hast Du schon mal versucht die Stämme vorher zu entrinden? Der Vorschneider säubert ja nur eine Seite.

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BeitragVerfasst: Samstag 4. November 2017, 10:59 
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Moin Wiggi,
danke auch für deine Antwort. Ich werde nochmals versuchen die Säge von Grund auf neu einzustellen, anders kann ich mir das Problem auch nicht erklären. Wird das Blatt denn schneller stumpf wenn es nicht exakt horizontal läuft ? Wahrscheinlich schon wenn es (einseitig) Druck die Flanken bekommt.
Das mit der Aluschiene ist eine gute Idee, das werde ich beherzigen. Habe das mit Winkeln und Richtscheit schon so gut es eben ging kontrolliert, aber ich sollte mir vielleicht da nochmal richtig Zeit nehmen.
Wie groß soll denn der Spalt zwischen Sägebandrücken und Rand der Führungsrolle bei Woodmizer sein ? Ich glaube die größeren, älteren Woodmizer Modelle unterscheiden sich nicht wesentlich von meiner Säge, zumindest was Bandführung usw. angeht.
Noch eine Frage, die beiden Führungsrollen (eine fest, die andere verschiebbar) bewirken ja eine geringe Durchbiegung des Sägebandes nach unten. Wieviel Durchbiegung sollte das sein ? Beim Verschieben der Rolle zum Anpassen der Stammbreite sollte sich das Maß natürlich nicht ändern, klar, sonst wird´s schief.

Die Stammauflagen lassen sich alle einzeln in der Höhe verstellen. Das macht die Einstellung denke ich nicht gerade einfacher. Aber die Auflagen fluchten alle und mit scharfem Band ist ein geschnittenes Kantholz auch maßhaltig. Sprich die Auflagen fallen in Relation zum Sägeband nicht ab oder steigen an so daß man einen "Keil" schneiden würde.


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BeitragVerfasst: Samstag 4. November 2017, 11:08 
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Die Anzeige zeigt schon null an wenn ich das Band entspanne. die Anzeige geht sauber hoch und runter wenn ich es spanne/entspanne. Was mir aber auffällt ist das sich das Band im entspannten Zustand, Anzeige zeigt null, nur relativ schwer herunternehmen lässt, man muss es wie einen Keilriemen herunterdrehen. Das gleiche beim neu auflegen. Ich denke das liegt an der Trägheit der Hydraulik, oder lässt sich die Spannrolle bei euch bei entspannter Hydraulik von Hand weiter zusammendrücken ? Nicht das das alles viel zu schwergängig ist und die Anzeige mir eine hohe Bandspannung vorgaukelt obwohl nicht genau die Spannung auf´s Band kommt. Wobei es dann gefühlt ordentlich stramm ist.

Die Maschine ist in 2007 in Polen gebaut worden und daher habe ich neben der polnischen Anleitung nur eine abgespeckte deutsche Übersetzung dazu bekommen. Danach habe ich natürlich versucht die Säge einzustellen. Ich habe bis jetzt auch nur minimal verstellt, nach Aussage des Vorbesitzers hatte er diese Probleme nicht... Aber ob ich das glaube oder nicht, ich habe sie jetzt.

Noch zum Entrinden, ja, habe einen Stamm auch mal beidseitig mit der Kettensäge entrindet. Und auch die Birke die ich geschnitten habe hatte nur glatte saubere Rinde die wohl kein Problem darstellen sollte.


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BeitragVerfasst: Samstag 4. November 2017, 12:06 
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Bei Woodmizer soll die Durchbiegung nach unten durch die Führungsrollen 7,5mm betragen, der Abstand zur "Schulter" der Führungsrolle 3mm laut meiner Anleitung. Sind die Führungsrollen vielleicht zu lang und nehmen die Schränkung aus den Zähnen bzw. läuft das Band so wie es soll? Bei Woodmizer muß man manchmal das Rad zum Bandwechsel reindrücken, die Spannerhydraulik ist ja nur einfachwirkend, wie es bei Deiner Säge ist weiß ich nicht. Wenn die sich ähnlich sind kannst ja mal versuchen bei WoodMizer die Anleitung zu kriegen, ich glaube zumindest auf englisch könnte man die sogar im Netz finden. Kompletteinstellung ist nicht trivial.

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BeitragVerfasst: Samstag 4. November 2017, 13:39 
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Das Band läuft auf den Laufrollen schon mit dem erforderlichen Abstand damit die Zähne frei sind, auch gehen die Zähne gut an den Führungsrollen vorbei. Die habe ich bei den neuen Bändern (38mm) auch etwas zurückgestellt, Abstand zur Schulter etwa 2mm. Durchbiegung weiß ich nicht, schaue ich nachher mal nach. Ich schaue mir das alles nochmal in Ruhe an und berichte weiter. Mit ein bisschen Geduld muss man das Ding doch vernünftig ans Laufen bekommen...auch wenn es nicht trivial ist.


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BeitragVerfasst: Samstag 4. November 2017, 18:16 
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Stell erst das Band ohne Führungsrollen parallel zum Sägebett, wenn das stimmt kommen die Führungsrollen dran mit besagter Durchbiegung nach unten. Achtung, starke Veränderungen an der Einstelllung der Führungsrollen verändern auch wieder die Durchbiegung. Werte messen und notieren, dann justieren, sonst wirds nichts. Drehen sich auch beide Führungsrollen in Betrieb? Manchmal müssen die auch getauscht werden weil die Lager streiken oder die Rollen verschlissen sind.

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BeitragVerfasst: Samstag 4. November 2017, 21:24 
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Um das Band ohne Führungsrollen exakt parallel zum Sägebett zu stellen müsste ich ja dann die Stammauflagen entsprechend verstellen. Eine nach der anderen mit dem Sägekopf "überfahren" und die genaue Höhe zum Band auf beiden Seiten messen, richtig ? Wenn ich es richtig durchblicke kann ich an den Bandrollen ja nur die Ausrichtung verstellen um das Band mit richtigem Zahnüberstand zentriert darauf laufen zu lassen.
Die Stammauflagen sollten sich dann ja auch mit dem langen Richtscheit sauber gegeneinander überprüfen lassen.
Die Führungsrollen laufen beide mit beim Schneiden, ja. Sobald das Band anfängt zu verlaufen, meist nach unten, kann man beobachten das die Verschieberolle den Kontakt verliert und auch stehen bleibt.
An einen Austausch habe ich auch schon gedacht, zumindest die Kugellager wenn das möglich ist. Wenn ich die Ersatzteilliste richtig gedeutet habe sind da Std Kegelrollenlager drin. Möglich wäre natürlich auch ein Verschleiß an den Rollen selbst, das werde ich mal genau ausmessen. Wenn die schon irgendwie schief abgenutzt sind kann ich wohl so viel stellen wie ich will... Die Rollen sollen die gleichen wie die Woodmizer sein. Hat jemand einen Preis für die Rollen ?

Der Plan ist jetzt folgender:
- Neue B57 Keilriemen für die Bandrollen
- Ausrichtung des Bandes auf den Bandrollen ohne Führungsrollen mit korrektem Zahnüberstand usw.
- Ausrichtung Band zum Sägebett wie oben beschrieben
- Montage neuer bzw. neu gelagerter Führungsrollen unter Berücksichtigung der richtigen Durchbiegung ( laut Lignuma 3-5mm, hat jetzt garantiert mehr).
Bei ganz ein- und ausgefahrener Verschieberolle gleicher Höhenabstand zum Sägebett, ggf Verschiebeeinheit einstellen.
- Kontrolle und Einstellung der Bandneigung auf 0 mit Aluschiene, wie oben in den Beiträgen zu lesen, Abstand Bandrücken zur Führungsrollenschulter ~2mm
- Tja, und dann muss die Parallelität zu den Stammauflagen/Sägebett immer noch stimmen. Schauen wir mal :?

Ich habe heute außerdem die beiden Antriebsriemen des Hauptmotors nachgespannt, aber ich glaube nicht das beim Sägen Schlupf entstanden ist, so lose waren sie dann auch wieder nicht.

Gibt es zu der Vorgehensweise Einwände oder Verbesserungsvorschläge ?


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BeitragVerfasst: Sonntag 5. November 2017, 00:00 
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Das sieht doch schon mal nach einer guten Strategie aus.
Ich denke, daß bei ordentlicher Einstellung die Säge wieder das tut was sie soll.
Wie breit sind denn die Rollen an Deiner Säge und welchen Durchmesser haben sie?
Wenn ich das weiß, kann ich dir sagen, ob die Woodmizer passen und was sie kosten.

Du könntest natürlich auch auf die LT 40 mit Fahrwerk umsteigen, die gibt es momentan für 26990,00 € anstatt 33990,00 Euronen. :)

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Gruß Wiggi
Jeder Tag ohne eigenes Sägewerk ist ein verlorener Tag.


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BeitragVerfasst: Sonntag 5. November 2017, 16:08 
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Hab dir eine PN geschickt, hoffe ist durchgekommen. Das Senden hat irgendwie so lange gedauert.
Grüße,
Mark


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BeitragVerfasst: Sonntag 5. November 2017, 20:49 
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Das "Senden" dauert nicht so lange; die Nachricht bleibt so lange im Postfach aus, bis er gelesen wurde.

Gr Nederbelg

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BeitragVerfasst: Montag 6. November 2017, 18:17 
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Das klingt schon ganz gut, zu allererst wird allerding der Kopf zum Rahmen ausgerichtet, dazu z.B. von der Spannerröhre (falls existent) messen, im Anschluss die Bettschienen kontrollieren - erst alle messen, dann ggf. justieren, normalerweise sollte da nicht viel verstellt sein.

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BeitragVerfasst: Freitag 10. November 2017, 17:56 
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Kurzer Zwischenbericht:
Ich habe jetzt die Säge wie geplant von Grund auf neu eingestellt. Zuerst den Laufwagen genau zum Rahmen, dann neue Keilriemen auf die Bandrollen, Bandsägeblatt schön mit erforderlichem Zahnüberstand darauf justiert und ohne die Führungsrollen den Abstand aller Stammauflagen zum Band eingestellt.
Die Führungsrollen habe ich ganz leicht abgedreht (was bei dem harten Material ein bisschen tricky war) und mit neuen SKF Lagern montiert. Durchbiegung des Bandes steht jetzt auf 6mm, Abstand zur Führungsrollenschulter ca 2mm. Gleiche Werte bei ein und ausgefahrender Verschieberolle. Bandneigung null mit Aluschiene eingestellt.

Als alles auseinander war habe ich mir zusätzlich die Spannhydraulik vorgenommen... Und ich glaube da war der Hauptfehler zu finden. Ich habe die Bandrolle auf der Spannseite ausgebaut (steckt mit zwei dicken Führungsbolzen im Sägekopfrahmen in Führungshülsen).Und das war schon nicht leicht. Die Führungen saßen total zu mit hartem Fett, Rostansätzen und Dreck. Ausbauen ging nur mit Hilfe des Hydraulikspanners, nach und nach mit Zulagen ausgedrückt. Das Ganze dann vernünftig gereinigt und mit Schleifvlies abgezogen, und frisch geschmiert wieder zusammengebaut - und siehe da - bei Anzeige 180 auf dem Manometer ist das Band gefühlt sehr sehr viel strammer als zuvor bei gleichem Anzeigewert. Ich denke ich habe die ersten Sägeversuche mit deutlich zu schlaffem Band gemacht was auch das Verlaufen gut erklären würde. Ich hatte ja noch keine Erfahrung wie stramm ein Band sich anfühlen muss bei eingestelltem Sollwert und habe mich auf die Anzeige verlassen... Vielleicht auch einfach viele Fehler an der Einstellung und der Bandspannung zusammen.
Wir werden sehen, probegesägt wird morgen. Drückt die Daumen !


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BeitragVerfasst: Samstag 11. November 2017, 18:35 
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Sägewerk läuft ! Konnte heute zwar nur eine dünnere Douglasie sägen, aber es hat wunderbar geklappt und deutlich schneller. Eigentlich so schnell ich mich getraut habe. Es bleibt nur viel Späne auf den Brettern kleben, ob mit viel oder wenig Wasser spielt kaum eine Rolle. Verwendet habe ich ein neues Woodmizer Band, also sollte die Schränkung wohl stimmen.
Danke an alle die Tips gegeben haben !


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BeitragVerfasst: Sonntag 12. November 2017, 10:51 
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Na dann war die anfängliche Vermutung mit der Bandspannung doch schon nicht ganz unberechtigt... Den richtigen Vorschub der ja von Holzart, Astreinheit und Schnittbreite etc. abhängt wirst Du durch viel Sägen schon ins Blut kriegen. Die Späneabfuhr hängt wohl mit dem Bandprofil zusammen, da würde ich mir aber weniger Gedanken drum machen solange das Schnittbild gut ist. Muß man wenn man es richtig macht eh noch mal abbürsten. Die eigentliche Arbeit kommt meines Erachtens eh nach dem Einschnitt wenn man das Schnittholz nicht direkt von der Säge weg verarbeiten oder verkaufen kann.

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