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 Betreff des Beitrags: Fälltechniken beim Greifzugeinsatz
BeitragVerfasst: Montag 23. März 2020, 22:13 
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Guten Abend ;)

Ich würde gern mal erfahren wie bei Fällungen mittels Greifzug arbeitet.
Ich nutze einen 1600kg Zug, häufig Dient dabei mein Deutz 4006 mit 600kg Heckgewicht als Anschlagpunkt.

Bei Nadelholz BHD 40-50 habe ich bisher so gearbeitet das ich den Fallkerb gesetzt habe und dann mit dem Seilzug Spannung drauf gegeben habe. Dann den Fällschnitt gesetzt und zur Sicherheit einen Keil gesetzt. Im Idealfall dann einer zweiter Mann auf dem Traktor der auf mein Zeichen losfährt um die Spannung auf dem Seil zu halten.

Aber ich denke da gibt es vielleicht noch verbesserungspotential, evtl mit Halteband arbeiten und dann erst Zug drauf geben? Wie macht ihr das so?

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BeitragVerfasst: Montag 23. März 2020, 23:10 
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Zitat:
Ich würde gern mal erfahren wie bei Fällungen mittels Greifzug arbeitet.
Ich nutze einen 1600kg Zug, häufig Dient dabei mein Deutz 4006 mit 600kg Heckgewicht als Anschlagpunkt.

Bei Nadelholz BHD 40-50 habe ich bisher so gearbeitet das ich den Fallkerb gesetzt habe und dann mit dem Seilzug Spannung drauf gegeben habe. Dann den Fällschnitt gesetzt und zur Sicherheit einen Keil gesetzt. Im Idealfall dann einer zweiter Mann auf dem Traktor der auf mein Zeichen losfährt um die Spannung auf dem Seil zu halten.
Seil leicht vorspannen, dann den Fallkerb sägen. Der Greifzug muss eigentlich an einem festen Objekt angeschlagen werden. Das umziehen mit einem fahrenden Traktor ist wenn man es genau nimmt nicht zulässig wie uns beim AS Baum 1 mitgeteilt wurde.

Aber ich denke da gibt es vielleicht noch verbesserungspotential, evtl mit Halteband arbeiten und dann erst Zug drauf geben? Wie macht ihr das so?
Halteband sollte immer das Mittel der Wahl sein! Bei Arbeiten mit Greifzug/Seilwinde evtl. immer mit unterschnittenem? Halteband, also das Halteband unterhalb des Fällschnittes durchtrennen (Lasse mich da gerne korrigieren da keine Erfahrung)


Also wie ich es handhabe:
-Greifzug anschlagen
-Fällseil auf Vorspannung bringen
-Fällung vorbereiten mit Haltebandtechnik
-Keil zur Sicherheit verwenden und unter Spannung bringen
-Halteband durchtrennen
-Gefahrenbereich verlassen und mit dem Greifzug den Baum sicher zu Fall bringen

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BeitragVerfasst: Dienstag 24. März 2020, 13:37 
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Ich habe das ganze heute mal mit Halteband getestet, beim ersten ist mir das Halteband wohl zu dünn geraten. Als der Baum aus seiner stark Zurückhängenden Lage kam und schon in Fallrichtung zeigte wollte ich noch 1-2 Hübe am Greifzug machen. Da knackte es auch schön und der Baum viel genau die gewünschte Position zwischen der Scheune und den anderen Bäumen.

Beim zweiten Baum dann das Halteband etwas dicker gelassen und weniger Verspannung gegeben. Dieser ging aber auch nicht so weit zurück, hat alles problemlos geklappt.

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BeitragVerfasst: Dienstag 24. März 2020, 14:10 
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Hallo Bastard,
dein Deutz ist als Anschlagpunktvöllig ungeeignet. Wenn ein starker Baum in die falsche Richtung fällt, versetzt es deinen Deutz einfach.
Wie Ezykiel schrieb, entweder den Greifzug an einen geeigneten Baum anschlagen, oder den Deutz an einem Baum sichern.
Gruß
Dieter

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BeitragVerfasst: Dienstag 24. März 2020, 14:20 
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Nun, ich schlage ja nicht direkt an sondern Ramme mein Heckgewicht erstmal den Bosen und schlage dann da an. Natürlich ist das nicht ideal, aber bei Bäumen bis BHD 40/45 hatte ich da bisher nie bedenken oder das Gefühl das der Deutz wegziehen würde.

Da aber eh ein neues, längeres Seil angeschafft werden soll denke ich gleichzeitig an den Kauf einer Umlenkrolle. Das Derzeitige Seil hat 20 Meter, ist aber auf den ersten Metern total nervig verdreht...

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BeitragVerfasst: Dienstag 24. März 2020, 14:42 
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Ich kann da foxis Worte nur unterstreichen.. Kann 99x gut gehen und 1x zerlegt es deinen Deutz.
Ich habe für meine Greifzüge auch das 20m Stahlseil + 30m Dyneema Seil. Das Dyneema Seil lässt sich gut handhaben und ist natürlich sehr einfach zu transportieren.
Beim Dyneema Seil muss man nur darauf achten das es natürlich empfindlicher ist, als ein hochfestes Stahlseil.

VG Ezy

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BeitragVerfasst: Dienstag 24. März 2020, 15:31 
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Geld ansparen und Winde kaufen, dann wird die Sache rund - wenn sowieso schon ein Trecker vorhanden ist.

So machen wir das regelmäßig: Normal zur Fällung ansägen mit Fällkerb und Bruchstufe.
Dann einstechen, Halteband stehen lassen. Anschließend etwa 20cm unterhalb des Haltebandes nochmal genau so tief (1/5 der Stammdicke), wie auf der anderen Seite der Fällkerb, ansägen.
Dann lässt sich der Baum wunderbar ohne weiteres in die gewünschte Richtung mit der Winde abbrechen und umlegen.
Vorteil: Der Baum steht so noch fest, Keile braucht man auch nicht.
Ob der Greifzug so was auch schafft? Weiß ich leider nicht.

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BeitragVerfasst: Dienstag 24. März 2020, 16:57 
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Eine Winde würde sich bei meinen 3-4 Einsätzen im Jahr nicht lohnen, ich mache das ja alles nur im Hobby. Da ist der Greifzug schon ne super Erleichterung.

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BeitragVerfasst: Mittwoch 25. März 2020, 09:02 
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Hallo zusammen,

bezüglich
foxi hat geschrieben:
oder den Deutz an einem Baum sichern.
Gruß


Aber dann bitte nicht so das der Greifzug hinten zieht und der Schlepper vorne gesichert ist.
Ich möchte nur zu bedenken geben das die Kupplungsglocke das schächste Glied vom Schlepper ist und bei solchen Belastungen brechen kann.

Grüße
Josef

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BeitragVerfasst: Mittwoch 25. März 2020, 09:06 
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So ist das, von solchen Trecker-Zerlegungsaktionen gibt es genug Videos im Netz.
Sollte man nur mit Hilfsrahmen, wie z.B. bei Frontlader mit Hinterachsabstützung, machen.

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BeitragVerfasst: Mittwoch 25. März 2020, 09:54 
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Beiträge: 575
Joschie85 hat geschrieben:
Hallo zusammen,
Ich möchte nur zu bedenken geben das die Kupplungsglocke das schächste Glied vom Schlepper ist und bei solchen Belastungen brechen kann.


Hallo,

wenn keine Vorschädigungen vorhanden sind, und auch alle Schrauben festsitzen, passiert garnichts wenn du den Traktor einspannst und daran ziehst.

Wenn allerdings ordentliche Zusatzkräfte aufgebracht werden, wie seitliches Ziehen, ruckartiges Ziehen, weil es sonst nicht reicht, wird es interessanter.

Gruss
Lutz

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BeitragVerfasst: Mittwoch 25. März 2020, 09:56 
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Setzt Ihr den Fallschnitt in normaler Höhe über der Fallkerbsohle? Wirmachen oft eine negative Bruchstufe, damit wir den Baum nicht vom Stock ziehen können, bevor er von alleine fällt.

Halteband bei Rückhängern braucht es nicht, eher ein Stützband, Keil rein und gut. Halteband macht man doch nur bei Vorhängern und da brauche ich keine Winde.

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BeitragVerfasst: Mittwoch 25. März 2020, 22:54 
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Wohnort: Niederösterreich
wenn ich mit dem trecker rankomme, packe ich den greifzug garnicht aus.
trecker anhängen, anspannen, dicke bruchleiste und umziehen.
ggf. mit umlenkrolle.


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