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BeitragVerfasst: Sonntag 25. Oktober 2020, 23:37 
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Hallo zusammen,

Ich hatte am Wochenende eine unangenehme Situation. Wir haben einen Fichtenbestand der dem Borkenkäfer zum Opfer gefallen ist. In dem fällte ich einen Baum der auf Höhe des Fällschnitts so gut 30 cm Durchmesser bei gut 20 Metern Höhe hatte. Ich habe die Sicherheitsfälltechnik verwendet, lief auch zunächst alles normal. Dann Halteband durchtrennt und den Kunststoff-Fällkeil weiter eingetrieben, aber der Baum kam nicht ins Fallen und der Keil ließ sich nur sehr schwer einschlagen. Bruchleiste kontrolliert aber der Schnitt war sauber und die Bruchleiste war auch nicht zu dick. Dickeren Alu-Fällkeil daneben gesetzt und tief eingetrieben, jetzt tat sich irgendwann was, aber leider so gar nicht das gewünschte. Ich hab mit dem Alukeil die Bruchleiste durchstoßen, der Rest der Bruchleiste brach durch die Spannung und der Baum machte unten eine Bewegung. Kettensäge fallen gelassen und Fersengeld gegeben. Der Baum blieb in der Situation stehen und jetzt mit Abstand hab ich auch gesehen was das Problem war: Die Krone war mit einem Nachbarbaum verhakt und so konnte der Baum nicht in Fall kommen.

Nun stand ich da mit einem Baum der oben fest und unten lose war, ohne rechte Idee wie man die Situation sicher lösen kann. Ich habe erst mal in sicherer Entfernung 5 Minuten den Puls runter kommen lassen um zu sehen ob sich von alleine was tut. Dann den Begleiter gebeten den Baum genau zu beobachten und bei jeder Bewegung Alarm zu geben. Vorsichtig auf Brusthöhe am Baum das Stahlseil der Hand-Seilwinde angelegt, in maximal möglicher Enfernung seitlich zur vorgesehenen Fallrichtung das andere Ende befestigt und den Stamm dann vorsichtig vom Stumpf runtergezogen, danach fiel er, sogar in etwa da hin wo er ursprünglich sollte.

Meine eigene Manöverkritik: Zwei grobe Fehler: Zunächst habe ich ungenügend den Baum begutachtet. Ich hätte die verhakte Krone erkennen und eine andere Fällrichtung anlegen müssen wo er frei fallen kann. Der zweite Fehler war dann beim Keilen. Anstatt wie ein Stier den Alukeil reinzutreiben hätte ich mit Abstand schauen müssen was los ist.

Das Anlegen des Seils am Ende war meiner Meinung saugefährlich, da der Baum jederzeit in jede Richtung fallen konnte. Aber was wäre die Alternative gewesen? So stehenlassen konnte ich ihn ja auch schlecht. Hätte es da eine bessere Möglichkeit gegeben die ich nicht gesehen habe?


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BeitragVerfasst: Sonntag 25. Oktober 2020, 23:51 
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Fällheber verwenden, kann hier oft das Bessere sein.

Die trocknen Fi wiegen ja nix mehr und die Äste sind nicht mehr so biegsam, so dass die grundsätzlich nicht mehr so leicht fallen.

Viel Schwung von Anfang an und dann runter drehen, wenn der hängt.

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Gruß
Flo


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BeitragVerfasst: Sonntag 25. Oktober 2020, 23:56 
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Wohnort: Niederösterreich
wenn du zu zweit bist, könntest du das seil mit der zweiten person spannen und den stamm quasi einfangen. dann die 2 enden zusammenbringen und einen gleithaken anbringen und die entstehende schlinge zusammenziehen, bis sie den stamm einschnürt, mit dem freien ende dann den stamm vom stock ziehen.
geht natürlich nur, wenn genug platz ist, was bei einem eingehakten wipfel vm. nicht der fall ist.
ich mach bei sowas vorher schon ein seil fest und zieh das mit dem trecker weg.


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BeitragVerfasst: Montag 26. Oktober 2020, 00:02 
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Also Halteband sehe ich nur bei dicken Bäumen mit unvorhersehbarer Festigkeit in der Mitte und Vorhängern als sinnvoll. Trotzdem bin ich da kein Freund von.
Ohne Halteband kann man sich besser rantasten und den Baum "kennen lernen", bevor er fällt. Beim Halteband hast du halt nur einen Versuch.
Kunststoffkeil würde ich bevorzugen. Wenn der nicht eindringt bzw. das Holz sich wegdrückt bzw. der Keil sich verformt, müssen die Alarmglocken angehen! Nicht einfach weiterschneiden nach Motto "Fällschnitt wohl nicht groß genug".

In deinem Fall (Bruchleiste durch) das Seil so weit möglich wie unten anbinden und entgegen der geplanten Fällrichtung ziehen (wenn der Baum zumindest die Tendenz hat).

Ansonsten einfach Seilwinde einmal aufstellen und alle der Reihe nach umziehen. Ist mit zwei Mann kein großer Mehraufwand.

Bestimmt meldet sich aber noch ein "studierter".

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BeitragVerfasst: Montag 26. Oktober 2020, 07:30 
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Beiträge: 495
Moin,
Als Fehler würde ich deine Arbeitsweise nicht sehen, aber du hast gelernt das es auch anders kommen kann. Und wirst das in Zukunft im Kopf haben.
Wenn die Möglichkeit besteht würde ich bei solchen Bäumen ein Seil einhängen und von vorne herein umziehen. Ein fällheber ist auch oft sehr nützlich um einen stamm vom Stock zu drehen.
Geschehen, gelernt, weiter.


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BeitragVerfasst: Montag 26. Oktober 2020, 07:40 
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Keil mit mehr Steigung nehmen, oder evtl. einen Keilschacht einstechen.


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BeitragVerfasst: Montag 26. Oktober 2020, 08:56 
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Bäume die sich verhaken können von an mit Winde oder Greifzug fällen, also vorher das Seil Anschlagenund auf Spannung bringen.

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BeitragVerfasst: Montag 26. Oktober 2020, 09:18 
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Wohnort: im wilden Süden
Hallo,

eigentlich ist fast alles gesagt, trockenes Käferholz fällen ist etwas anderes wie Frischholz. Kein Kronengewicht, trockene Äste nicht mehr flexibel und ganz wichtig auch, die da das Holz nicht mehr so elastisch ist, reißt auch die Bruchleiste schneller ab bei seitlichem Zug.
Mit der sicherste Platz bei einem solchen Baum, der in der Nachbarkrone hängt, aber noch gerade steht, ist weit genug weg, oder direkt am Stamm, wobei letzteres erhöhte Aufmerksamkeit und wie du richtig gemacht, unter Beobachtung des Helfers steht enn du daran arbeitest. Bei bewegung des Stammes aber nicht kopflos wegrennen, du man nicht sieht was passiert. Mir ist auch schon passiert, dass Bäume in die falsche Richtung gefallen sind. Direkt am Stamm stehend ist man mit ein zwei Schritten aus der Fallrichtung und dann weg. Bis der Baum aufschlägt ist man dann aus dem Gefahrenbereich. Gefährdet sind da eher die Personen, die mit dem Fällvorgang nichts zu tun haben aber nicht ausreichend weg sind.

Gruß Clemens

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BeitragVerfasst: Montag 26. Oktober 2020, 10:21 
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Jasonsbaba hat geschrieben:
Als Fehler würde ich deine Arbeitsweise nicht sehen


Naja, wenn es eine andere, freie, geeignete Fallrichtung gegeben hat, dann würde ich das vermeidbare Aufhängen im Nachbarbaum schon als Fehler sehen. Und sei es nur "kommerzieller" Art, weil ein Hänger Zeit kostet. Mehr Potential für Unfälle hat er auch, wobei ein Hänger an sich nicht ungewöhnlich ist, und auch nicht per se gefährlich oder schlimm.


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BeitragVerfasst: Montag 26. Oktober 2020, 10:30 
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Wohnort: Kreis Euskirchen
Denke mal, der TE wird sich in Zukunft wieder dran erinnern, was Baumansprache vor dem Ansetzen der Säge bedeutet.
Richtig ist aber auch, dass man Hänger in dichterem Bestand bei Käferbäumen nicht immer sicher vermeiden kann, die Ursachen wurden von Vorpostern schon genannt. Ich habe selber noch nicht viel Erfahrung, aber so viel hab ich schon gelernt, dass selbst ein bereits zügig fallender Käferbaum sich gerne in Nachbarbäumen verheddert statt dran abzugleiten. Da kann man prima Abziehen und Abstocken lernen. Oder Abdrehen, soweit das ausreicht. Fällheber mit Stammdreherkralle hab ich beim Fällen immer dabei.

Aber am Ende die Situation gut gemeistert. Immer auf der Hut und das richtige Mittel angewendet.

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BeitragVerfasst: Montag 26. Oktober 2020, 11:34 
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Eine Anmerkung zum Thema Anseilen und Vorspannen: wer nicht sicher ist, dass ein Baum erst seit sehr kurzer Zeit tot ist, sollte beim Vorspannen dieselben Sicherheitsabstände einhalten wie beim Fällen. Der Baum kann nicht nur abbrechen. Wenn die feineren Wurzeln schon vergammelt sind, kann ein trockener Baum schon vom Seilzug fallen, und wenn die Bäume drumherum genauso trocken sind, kann er beim Fallen leicht noch einen oder mehrere mitnehmen.

Ansonsten hätte ich bei einer abgestockten trockenen Fichte, die senkrecht und spannungsfrei im Kronenbereich an einem Nachbarn verhakt ist, wenig Sorge, dass sie mich plötzlich anspringen könnte. Wenn die von allein fällt, geht das so langsam los, dass ich problemlos entgegen der Fallrichtung weggehen kann.

:)

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In jedem Baum steckt ein Kunstwerk - man muss es nur finden!


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BeitragVerfasst: Montag 26. Oktober 2020, 13:40 
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Wohnort: Rosenheim
Motorsägenjan hat geschrieben:
Also Halteband sehe ich nur bei dicken Bäumen mit unvorhersehbarer Festigkeit in der Mitte und Vorhängern als sinnvoll. Trotzdem bin ich da kein Freund von.
Ohne Halteband kann man sich besser rantasten und den Baum "kennen lernen", bevor er fällt. Beim Halteband hast du halt nur einen Versuch.
.


Aber genau da ist die Wahrscheinlichkeit, dass sich der ganz langsam zu Fallen beginnende Baum aufhängt, größer, da er keinen Schwung aufbaut.
Mit Halteband und vorgespanntem Keil oder mit Fällheber nimmt der Baum von Anfang an mehr Fahrt auf und fällt vielleicht doch noch durch.

Zur Winde: Bei den Dürren immer dran denken, dass die auch mal ganz gerne abbrechen, dann kommt der Gipfel oft zurück.
Und wenn man sicher ist, dass der nicht durchfällt, gleich mit negativer Bruchstufe schneiden, um zu vermeiden, dass die Bruchleiste abreißt.

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Gruß
Flo


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BeitragVerfasst: Montag 26. Oktober 2020, 18:48 
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Am Besten gefällt mir "5min den Puls runterkommen lassen" :klatsch: :klatsch:
Wenn so ein Baum mal hängt pressiert's nicht mehr. Dann mal ruhig an die Sache rangehen.
So schlecht hast das ja nicht gelöst. Seil rum und abziehen.
Wenn man immer eine Seilwinde dabei hat, überlegt man oft gar nicht mehr.
Manchmal geht's aber auch nicht ohne.
Der Fällheber ist aber sicher eine gute Investition um solche Bäume noch zu lockern und doch zu Fall zu bringen.

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Gruß
Peter

Dolmar 500(38), 5105H(38), PS 7900(50)(2x), Solo 694 (60), Husqvarna 3120XP (90), Dolmar ES 2040 A(40), Efco 2600MT(30)
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Im Falle seines Falles erschlägt ein Baum dann alles!


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BeitragVerfasst: Montag 26. Oktober 2020, 19:56 
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Stimmt natürlich, Flo. Allerdings nehme ich bei allem, was irgendwie hängen könnte, die Seilwinde zur Hilfe. Alles andere tue ich mir nicht an. Auch weil's als Hobbyholzer sicher nicht so 100% wie beim Profi sitzt.

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BeitragVerfasst: Dienstag 3. November 2020, 17:10 
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Das Besser machen ist immer so ne Sache. Die Frage ist halt auch, welche technische Ausstattung hat der Einzelne

*Humoran*
Einen Vollernter verwenden ist auch eine Version von besser machen, hat nur nicht jeder undd betriebswirtschaftlich könnte eine Brantrodung dann sinnvoller sein. :pfeifen: :pfeifen:
*Ironieaus*

Jetzt mal ernsthaft:

ich hätte da auch nur eine Idee:
Irgend eine Art von Seilzugvorrichtung/Seilzugtechnik, weiterhin Seilzug genannt hat eigentlich jeder. Seilwinde, Spillwinde, Handzug und notfalls nur ein langes Drahtseil und eine Zugmaschine. Ich setze jetzt einen ausreichend langen Seilzug voraus. Aber das habe ich in verschiedenen kritischen Situationen schon manches mal so gemacht.

Seilzug vor der Fällung anliegen vorbereiten. Fallkerb legen und danch Seil ggf vorspannen. Fällschitte setzen und entweder statt mit den Keilen durch den Seilzug zu Fall bringen
oder aber umkeilen und wenn das nicht geht, dann ziehen. Damit habe ich mir schon so manches mal geholfen.

Wichtig ist aber, den Seilzug vor der Fällung, quasi auf Verdacht anzubringen. Viel mehr kannst eigentlich nicht machen

Im Schwachholz kam ich auch schon mal in die Verlegenheit und hatte keinerlei Seilzug zur Verfügung und konnte auch nichts herschaffen, da ging dann nur noch, was auch nicht ohne ist, abklotzen

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Wenn wir zu Corona jetzt noch einen Magen-Darmvirus bekommen, dann kommt bestimmt zur Maskenpflicht auch noch eine Windelpflicht :kopfschuettel: :pfeifen: :lol:


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BeitragVerfasst: Dienstag 3. November 2020, 17:30 
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Bevor ich mich da mit einem Greifzug oder Spillwinde aufhalte, hab ich dem mit dem Fällheber runter gedreht.

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Gruß
Flo


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BeitragVerfasst: Dienstag 3. November 2020, 18:06 
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Flo78 hat geschrieben:
Bevor ich mich da mit einem Greifzug oder Spillwinde aufhalte, hab ich dem mit dem Fällheber runter gedreht.


Was machst Du wenn der BHD für den Fällheber zu groß ist??

Der TE hat die mit dem Keil Bruchleiste durchgeschlagen weil der Baum, wegen oben verhakt nicht umgefallen ist. Sieh es mir nach aber den hätte vermutlich nicht mal Bud Spencer mitm Fällhebel gelegt :pfeifen:

Des Weiteren, der TE hatte ja beschrieben da0 er die Bruchleiste durchgeschlagen hat und der Baum lose aufstand wo und wie auch immer. Viel Führung haste da vermutlich nicht mehr und der Baum kann prinzipiell in jede Richtung fallen.

Mit dem Fällheber dann unten drin am Stamm voll im Gefahrenbereich ?? Für so eine gute Idee halte ich das nicht. :DR:

Mit einer Seilzugeinrichtung, egal welcher Natur, kannst Du von weit außerhalb des Gefahrenbereiches aus sicherer Entfernung ziehen und den Baum so sicher zu Fall bringen, egal wo der dann hin fällt.

Natürlich muss man die umliegenden Bäume dann auf loses Totholz kontrollieren, das ist auch klar.

Ob ich mit dem Fällheber schneller wäre oder nicht, ist noch fraglich, aber egal abends sicher wieder nach Hause kommen sollte einem auch einige Minuten Mehraufwand wert sein :danke:

Der Fehler bestand für mich darin, nicht zu erkennen, daß das kritisch werden könnte und darum nicht im Vorfeld, als das noch sicher möglich, war den Seilzug vorzubereiten.

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Zuletzt geändert von Breisgauer am Dienstag 3. November 2020, 18:17, insgesamt 1-mal geändert.

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BeitragVerfasst: Dienstag 3. November 2020, 18:15 
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klassischer Fall von Hänger
dazu den Fällheber oder einen Wendehaken nehmen und runter drehen oder abstocken
letzteres ist natürlich verboten, aber das nützlichste was mir ein alter Holzerkollege vor Jahren
(kurz nach meinem Motorsägenkurs) gezeigt hat

eine Winde oder ein Seilzug ist natürlich sicherer

als es mir im Frühjahr die Bergstütze aus dem UNIMOG gerissen hat habe ich
eine BHD 60 cm Esche abgestockt. Geht auch, rumst gewaltig, wenn die eine Etage tiefer aufschlägt :pfeifen:

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"Was einmal gedacht wurde, kann nicht mehr zurückgenommen werden"
Dürrenmatt, Friedrich: Die Physiker

UNIMOG: steckenbleiben da, wo Dich keiner mehr rausholen kann


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BeitragVerfasst: Dienstag 3. November 2020, 18:24 
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Dürres Käferholz fällt nicht gerne. Ist halt so.
Hier Fehler zu benennen ist Quatsch. Das kann nur der, der am Baum steht.
Zu steile Keile verwenden führt dazu, daß der Baum an der Bruchkante abreisst. In diesem Fall wurde wohl die Bruchleiste mittig durchstochen, da ist dann auch nix mehr mit Drehzapfen sägen und runterdrehen, was ich persönlich in den meisten Fällen für den Königsweg halte. Wenn unten ab, hilft nur noch die Seilwinde. Wenn man nicht klotzen will, was bei noch fast senkrecht stehenden Bäumen auch wenig Sinn macht.
Ich bin ein große Freund der Haltebandtechnik bei Vorhängern. Bei geradem Holz, vor allem bei leichten Käferbäumen würde ich das nicht machen, sicher auch mangels Routine in diesem Verfahren.

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Neu (alt. PW. verloren) memberlist.php?mode=viewprofile&u=52206


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BeitragVerfasst: Dienstag 3. November 2020, 18:29 
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Registriert: Samstag 9. November 2019, 22:36
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Hotzenwaldlogger hat geschrieben:
...

eine BHD 60 cm Esche abgestockt. Geht auch, rumst gewaltig, wenn die eine Etage tiefer aufschlägt :pfeifen:


Das kann ich mir vorstellen, wenn Du das machst, dafst an Deinem Leben aber auch nicht arg hängen :pfeifen:

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