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BeitragVerfasst: Montag 12. August 2019, 19:55 
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Servus Gemeinde,

da ich mir eine neue Winde angeschafft habe, drängt sich bei mir die Frage nach einem Dyneemaseil auf.
Dass man so ein Seil nicht über Felsen ziehen sollte, ist mir klar.

Aber wie sieht es mit dem "normalen" Verschleiss aus? Lassen die Seile nach ein paar Jahren altersbedingt nach? Und wie sieht es mit der UV-Beständigkeit aus?

Die Vorzüge von Dyneema kenn ich unter anderem auch vom klettern, und neu sind die Seile auch wirklich unübertroffen.
Meine Frage richtet sich daher eher an diejenigen, die solche Seile 5 Jahre oder länger in Besitz und Betrieb haben:
Wie sind eure Erfahrungen?

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Gruß
Miche


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BeitragVerfasst: Montag 12. August 2019, 21:06 
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Ich hab auf der Rückemaschine auf einer Trommel ein Dyneemaseil. Nach zwei Tagen mit gelegentlichen Zuzügen über vl 50m hab ichs drangegeben da die Endverbindung kurz vor fertig war. Natürlich mit Chokekette als Anschlagmittel aber halt eben im Bodenzug bei dems auch mal an nem alten Stock vorbeigeht. Ich nutze das da nicht mehr. Bei seilunterstützten Fällungen aber immer noch gerne. Soll heißen, auf einer Eintrommelwinde als einziges Seil würde ich das keinem empfehlen. Und jetzt fängt gleich das Bashing von den Kunststoffverfechtern an :mrgreen:

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Der Alex!
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BeitragVerfasst: Dienstag 13. August 2019, 01:39 
I hab meine hydraulische 3,5t Winde vom Rückeaggregat anfang des Jahres von 7mm Stahl auf 8mm Liros D-Pro Racer umgerüstet. Statt der bisherigen 25m Stahlseil, wo die Rolle voll war, sind nun 30m drauf und es würden locker weitere 20m drauf passen.
Da ich gemischte Schwachholzsortimente rücke lohnt sichs nur mit Jockerketten und mehreren Seilgleitern um die Zugkraft der Winde optimal aus zu nutzen. Hier musste ich lernen :heulen: das Standartseilgleiter+Kunstoffseil garnicht gehen, hatte 2Mantelrisse, daher hängen nun 8t Umlenkrollen (ebay 8€) als Seilgleiter aufm Seil.
BildBild


Am Manitou bei 50l/min mit Stahl, am Muli bei 20l/min mit Kunstoff

hab mit dem Seil jetzt 50rm gerückt im wiedrigsten Gelände, der gerissene Mantel wurde gleich im Wald wieder mit eingespleißt, der Schäkel am Seilende ist nur im Kern eingespleißt, das Seil hat BLL47kN. Ist deutlich angenehmer damit zu arbeiten als mim Stahlseil und der Preis von 4€/m ist auch ok.

Um den Endspleiß zu schützen ist eine SW24 1/2" Nuss als Prallblock zwischen Schäkel und Seilgleiter


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BeitragVerfasst: Dienstag 13. August 2019, 05:14 
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Wohnort: Rosenheim
Der Andi meinte, als einziges Seil würde er kein Kunststoff Seil nehmen, weil trotz aller guter Vorsätze doch mal Situation kommen, wo dem Seil nicht gut tun.
Er hat ja jetzt eines auf einer der beiden Trommeln, da gehts.
Vom Gewicht her, besonders bergab, ist das Kunststoff Seil schon viel angenehmer.

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Gruß
Flo


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BeitragVerfasst: Dienstag 13. August 2019, 07:50 
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Hallo zusammen,

mein Cousin und ich hatten ca. 10 Jahre eine Mech. Seilwunde mit 4to, und machten zusammen im Jahr ca 100 Ster Holz.
Eingesetzt wurde die Winde im Mischwald ohne felsigen Untergrund, mit Hacken und Kette am ende des Seiles.
Es ist ein etwas anderes Arbeiten wie mit dem Stahlseil aber auch ein einfacheres.
Das Seil verzeiht auch mal einen Knick oder ähnliches ohne gleich Fleischhäcken oder Sauschwänzchen zu bilden.
Ich benutze auch Seilgleiter, die habe ich vorher mit der Feile und Schleifpapier schön glatt gemacht, aber es gibt ja auch spezielle Gleiter für das Seil
Wir waren mit dem Seil sehr zufrieden, so das wir auf unserer neuen Seilwinde mit Funk auch ein Dyneemaseil haben.


Nette Grüße
Bernhard

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BeitragVerfasst: Dienstag 13. August 2019, 13:03 
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Wohnort: Moosburg a.d. Isar
Danke euch für die Rückmeldungen! :DH:

Fazit bis jetzt: Eine Doppelwinde muss her! Da erspart man sich Qual der Wahl! :mrgreen:
Ist aber leider nicht drin! :kopfschuettel:

@Zentschläge
Gabs nach 10 Jahren mit dem Seil keine Alterscheinungen? Kletterseile z. B. werden auf einmal hart und unbrauchbar. Man sollte sie nach 5 Jahren ablegen.

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Gruß
Miche


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BeitragVerfasst: Dienstag 13. August 2019, 15:55 
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Registriert: Freitag 11. Februar 2005, 15:23
Beiträge: 1078
Wohnort: Höchstadt in Franken
Hallo Miche,

wir konnten keine Alterserscheinungen feststellen, bis auf Geruchsspuren im ersten drittel des Seiles ( war etwas fasrig).
Kannst dich ja mal bei Lamm Seile erkundigen.
Der berät dich auch zu den Anschlagmitteln.
Wenn der vordere Bereich des Seiles abgenutzt ist, dann drehst du das Seil einfach um. Speist eine Schlaufe dran und kannst das Seil nochmals so lange weiterverwenden.

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BeitragVerfasst: Dienstag 13. August 2019, 22:04 
Miche hat geschrieben:
Kletterseile z. B. werden auf einmal hart und unbrauchbar. Man sollte sie nach 5 Jahren ablegen.


bei welchem Kletterseil hast das? hatte ich in 25J bei dutzenden Seilen nie, bei Hallenseilen ist halt der Mantelverschleiß hoch, die halten in der Jugendgruppe nur 5J, meine eigenen Kletterseile halten 8-10J


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BeitragVerfasst: Montag 19. August 2019, 19:45 
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Beiträge: 139
Wohnort: Oberbayern
Hallo,

habe es jetzt seit zwei Jahren drauf und möchte es nicht mehr missen. So leichtzügig wie das Seil ist, ganz ohne Kraftaufwand - da kommt kein Stahlseil hin. Habe auch keinen Seilausstoß.
Das Seil ist nahezu unempfindlich gegen Seilklemmer und kann falls mal ein Teilstück beschädigt werden sollte wie es mir mit der Motorsäge im letzten Jahr passiert ist wieder zusammen gespleißt werden.
Habe dann hier eine andere Seilfarbe verwendet, somit weis ich anhand des Farbüberganges wie weit ich vom zu fällenden Baum auch entfernt bin, in meinem Fall sind es gut 40 Meter.
Vermeiden sollte man tunlichst scharfe Kanten oder das Anschlagen des Baumes mit dem Seil, ansonsten Handhabe ich das Seil genauso wie ein Stahlseil.

Gruß

Deutzfahrer


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BeitragVerfasst: Montag 19. August 2019, 21:33 
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Gibt auch bei Kunststoff keinen Seilausstoss.

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Der Alex!
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