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 Betreff des Beitrags: BImSchV und Filter
BeitragVerfasst: Sonntag 11. Februar 2024, 15:51 
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Registriert: Sonntag 27. Oktober 2013, 21:29
Beiträge: 369
Wohnort: südliches Münsterland
Mahlzeit,

entschuldigt meine vielleicht blöde Frage. Aber hier hat gestern jemand steif und fest behauptet, dass ab nächstes Jahr (oder später) mit Start der Stufe 2 der BImSchV zwingend ein Filter im Kamin erforderlich wäre.

Ich habe das allerdings ein wenig anders verstanden. Ein Filter muss man dann einsetzen/nutzen, wenn der Ofen die Anforderungen der Stufe 2 nicht erfüllt und man den alten Ofen weiternutzen will. Der Filter gehört dann aber direkt an/in den Ofen und nicht irgendwo in den Kamin. Anderenfalls muss man halt einen neuen Ofen kaufen, der die Stufe 2 direkt erfüllt. Den kann man dann aber ohne irgendwelche zusätzlichen Filter o.ä. nutzen.

Wer hat nun Recht?

Und ja, ich könnte natürlich den schwarzen Mann befragen, das mache ich aber erst dann, wenn ich ein paar mehr Infos habe ;)


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 Betreff des Beitrags: Re: BImSchV und Filter
BeitragVerfasst: Sonntag 11. Februar 2024, 16:30 
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Registriert: Mittwoch 25. November 2020, 05:26
Beiträge: 851
Die Annahme war schon richtig. Wenn der Ofen Stufe 2 erfüllt, kann er weiter laufen wie er ist. Der Filter ist nur nötig wenn der Ofen die Stufe 2 allein nicht erfüllt, es aber gleichzeitig möglich ist die nicht eingehalten Grenzwerte mit Filter einzuhalten.
Wie das genaue Verfahren in dem Fall ist muss aber der Schornsteinfeger oder Ofenhersteller klären. Ich gehe davon aus das es irgend eine Messung als Nachweis braucht, die Frage hat sich bei mir aber bisher nicht gestellt. Ich weiß nur das im Bekanntenkreis ein Ofen genau so wieder fit gemacht werden soll. Da stand sogar zur Auswahl den Filter auf dem Dachboden zu installieren, bin mir aber nicht sicher von wem der Vorschlag kam. Muss aber scheinbar auch mit dem Schornsteinfeger so besprochen wurden sein.
Grüße aus dem Hunsrück, Stefan


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 Betreff des Beitrags: Re: BImSchV und Filter
BeitragVerfasst: Sonntag 11. Februar 2024, 19:35 
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Registriert: Montag 4. Januar 2021, 20:29
Beiträge: 510
In den sogenannten „Übergangsregelungen der 1. BImschV“ steht:
--------------------
"Seit Inkrafttreten der novellierten 1. BImSchV im Jahr 2020 gelten Übergangsregelungen für Einzelraumfeuerungsanlagen, die vor dem 22. März 2010 errichtet und in Betrieb genommen wurden, auch Sanierungsregelungen genannt. Als Einzelraumfeuerungsanlagen für feste Brennstoffe, wie Scheitholz, Holzpellets oder Ähnliches, bezeichnet man Anlagen, die vorrangig der Beheizung des Aufstellraumes dienen, wie zum Beispiel Kamin- oder Kachelöfen. Die Anlagen müssen, damit sie dauerhaft in Betrieb bleiben können, Emissionsgrenzwerte einhalten. Dies lässt sich nachweisen durch:
Eine Bescheinigung des Herstellers, dass Grenzwerte für Staub von 0,15 Gramm je Kubikmeter Abgasluft und für Kohlenstoffmonoxid von vier Gramm je Kubikmeter Abgasluft auf dem Prüfstand eingehalten werden.
oder
Eine Vor-Ort-Messung durch das Schornsteinfegerhandwerk, bei der Grenzwerte für Staub von 0,15 Gramm je Kubikmeter Abgasluft und für Kohlenstoffmonoxid von vier Gramm je Kubikmeter Abgasluft eingehalten werden."
-------------------
Quelle: https://www.bmuv.de/themen/luft/ueberbl ... -1-bimschv

Wenn deine „Einzelraumfeuerungsanlage“ gemäß Typenschild vor dem 22.03.2010 gebaut wurde, dann muss sie am 31.12.2024 nicht außer Betrieb genommen werden, wenn es eine Herstellerbescheinigung gibt, welche maximal 4 Gramm CO und 0,15 Gramm Staub pro m³ Abgasluft bescheinigt. Wenn sie ohne Bescheinigung in Betrieb bleiben soll ist eine Einzelmessung erforderlich. Wenn dieser Nachweis erfolgreich erbracht ist, dann darf sie nach derzeitiger Gesetzeslage dauerhaft weiter betrieben werden.

Herstellerbescheinigungen gibt es zum Teil im Internet, auf den Herstellerseiten. Falls nicht, dann direkt beim Hersteller anfragen.

Ein Filter ist nicht vorgeschrieben. Kann aber sein, dass die Grenzwerte nur mit Filter eingehalten werden können. Das würde ich mir aber gut überlegen:
Aktive Filter sich teuer und brauchen Strom. Passive Filter sind ein Schaumkeramikeinsatz im Rauchrohr durch den das Abgas strömt. Ist also eine Drosselstelle und muss regelmäßig gereinigt werden. Zudem muss der auch passgenau auf das Ofenmodell abgestimmt sein. Beide Filtersysteme müssen vom zuständigen Kaminkehrer abgenickt werden.

Grüße, Hans


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 Betreff des Beitrags: Re: BImSchV und Filter
BeitragVerfasst: Sonntag 11. Februar 2024, 21:02 
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Registriert: Freitag 25. August 2017, 20:44
Beiträge: 75
Wohnort: 977**
Angenommen, man möchte mit einem passiven Filtersystem nachrüsten - da muß doch sicher auch ein Gutachten/Zertifikat/Betriebserlaubnis o.ä. dabeisein, weiß jemand wie sich das verhält? Gibt es hier Hersteller, welche empfehlenswert sind?

_________________
Gruß

Wolfgang

:stihl: Contra + 08S + 026 + MS 271 +041 ...und jetzt neu: 07


Mein China Kracher: Scheppach CSP 2540

Woher soll ich wissen was ich meine bevor ich höre was ich sage?


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 Betreff des Beitrags: Re: BImSchV und Filter
BeitragVerfasst: Sonntag 11. Februar 2024, 21:13 
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Registriert: Montag 4. Januar 2021, 20:29
Beiträge: 510
https://www.co2online.de/modernisieren- ... n/#c158621

Zitat:
„…
Grundsätzlich dürfen nach § 4 (6) des 1. BImSchV nur Einrichtungen zur Staubminderung verwendet werden, „wenn ihre Eignung von der zuständigen Behörde festgestellt worden ist oder eine Bauartzulassung vorliegt.“ Welchen Stand der Technik Staubabscheider einhalten müssen, beschreibt die VDI 3670.
Die Einrichtungen zur Staubminderung werden in passive und aktive Systeme unterteilt. Eine Liste der zugelassenen Staubabscheider gibt es beim Deutschen Institut für Bautechnik, kurz DIBt
….“

Grüße, Hans


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 Betreff des Beitrags: Re: BImSchV und Filter
BeitragVerfasst: Sonntag 11. Februar 2024, 21:36 
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Registriert: Sonntag 27. Oktober 2013, 21:29
Beiträge: 369
Wohnort: südliches Münsterland
Danke schonmal für die Infos! Dann hatte ich das ja soweit richtig verstanden.

Ich versuche gerade für den Ofen Details zu bekommen. Es ist nur ein alter Baumarktofen, daher wäre es schlussendlich nicht so irrsinnig schlimm, wenn er ausgetauscht werden müsste. Eine aufwändige Nachrüstung würde sich bei der Kiste wohl nicht lohnen.

Witzigerweise gibt es ein auf den ersten Blick baugleiches Modell, welches Stufe 2 der BImSchV einhält. Auf dem Typenschild meiner Kiste steht eine Prüfberichts-Nr. Mal sehen ob ich den passenden Prüfbericht dazu irgendwo bekomme.


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 Betreff des Beitrags: Re: BImSchV und Filter
BeitragVerfasst: Montag 12. Februar 2024, 06:46 
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Registriert: Dienstag 3. Januar 2017, 18:36
Beiträge: 1413
Die Seite ist aber bekannt oder?
https://www.cert.hki-online.de/de/gerae ... ller-liste

Seit das klar war, das es nach und nach strengere Normen gibt, wurden grade in Baumärkten nur die Beipackzettel und Typenschilder geändert und ggf ein neues Rauchrohr dazu gepackt ( wo dann extra Verwirbelungen erzeugt werden). Damit wurde dann ,, automatisch,, die neue Norm erreicht. In der Produktion großteils nichts geändert worden.
Sehr gut zu sehen an dem Accente Gerät Magna. Mittlerweile bei ,,Version,, 3.0 angelangt.


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 Betreff des Beitrags: Re: BImSchV und Filter
BeitragVerfasst: Freitag 16. Februar 2024, 19:32 
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Registriert: Sonntag 27. Oktober 2013, 21:29
Beiträge: 369
Wohnort: südliches Münsterland
Die hki-online Seite kenne ich. Meinen Ofen habe ich da leider nicht gefunden. Wie gesagt habe ich eine Zertifikatsnummer auf meiner Kiste gefunden. Ich habe mal RWE angeschrieben, die das Zertifikat damals ausgestellt haben. Mal sehen ob ich da was bekomme.

Weiß zufällig jemand ob es sonst einen Weg an so ein Zertifikat zu kommen? Also nicht ein Neues oder Einzalabnahme, sondern ob z.B. Schornies evtl. Zugang so was haben.


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 Betreff des Beitrags: Re: BImSchV und Filter
BeitragVerfasst: Samstag 17. Februar 2024, 19:36 
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Registriert: Montag 4. Januar 2021, 20:29
Beiträge: 510
Ob Kaminkehrer eine umfassendere Datenbank haben weiß ich nicht. Warum fragst du nicht direkt beim Ofenhersteller an?
RWE ist übrigens nicht verpflichtet, dir den von ihnen erstellten Prüfbericht zu geben, du bist ja nicht der Auftraggeber gewesen. Wenn sie ihn rausrücken dann müssen natürlich die relevanten Grenzwerte Feinstaub und CO-Gehalt drin stehen.

Grüße, Hans


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